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- 17. November 2005 1 Min.
Tjumen Im westsibirischen Tjumen ist ein Konzert des offen schwulen Sängers und Tänzers Boris Moiseev verboten worden, das am Sonntag stattfinden sollte. Die Stadt reagierte damit auf die Kritik einer konservativen Gruppe namens "Verteidigung der russisch-orthodoxen Moral". Diese hatte den 51-jährigen Moiseev als "Freak" bezeichnet und argumentiert, seine Show hätte einen "schädlichen Einfluss auf die Jugend". Moiseev kritisierte das Verbot in einer Pressemitteilung: "In unserem Land nimmt keiner Rücksicht auf die Interessen der Verbraucher. Die Behörden denken nicht an die Rechte der Bürger, die Eintrittskarten gekauft haben, sondern an die Anarchisten, die denken, sie hätten das Recht zu entscheiden, was gut und was schlecht ist." Konzerte des Sängers sind bereits in der Vergangenheit in Podolsk und Klin verboten worden. Im letzten Monat hat zudem die Stadt Perm entschieden, dass offen schwule Sänger eine höhere Miete zahlen müssen, wenn sie die städtische Konzerthalle mieten wollen. (dk)












