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"Papierklavier"
Wegen trans Nebenfigur: Bischofskonferenz vergibt Preis an Kinderbuch nicht
Das von einer Jury ausgewählte Buch entspreche nicht den Statuten, meint die DBK.
- 9. Mai 2021, 18:10h 2 Min.

"Papierklavier" ist bei Beltz & Gelberg erschienen
Weil das von einer Jury ausgewählte Buch nicht den Statuten entspreche, vergibt die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) dieses Jahr den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis nicht. Der DBK-Sprecher bestätigte am Sonntag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers".
Im nominierten Roman "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner mit Illustrationen von Anna Gusella geht es um das Leben der 16-jährigen Maia. In ihrem Freundeskreis gibt es auch eine trans Person. Diese lässt die Autorin laut der Zeitung etwa zu Wort kommen mit einem Plädoyer gegen eine Kategorisierung der Menschen in "nur zwei Kategorien: Daumen rauf oder Daumen runter, hot or not, Mann oder Frau, richtig oder falsch, schwarz oder weiß".
Mit dem Preis zeichnet die DBK deutschsprachige Bücher aus, "die beispielhaft und altersgemäß religiöse Erfahrungen vermitteln, Glaubenswissen erschließen und christliche Lebenshaltungen verdeutlichen".
Zur diesjährigen Ablehnung teilte der Sprecher mit: "Das ist ein normaler Vorgang. Vor einigen Jahren hat es schon einmal kein Preisbuch gegeben. Der Ständige Rat war der Auffassung, dass das vorgeschlagene Preisbuch nicht den Kriterien der Statuten des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises entspricht."
Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" weiter berichtet, war die zehnköpfige Jury nicht bereit, den Bischöfen einen Ersatz-Titel zu präsentieren. "Papierklavier" findet sich nun nicht einmal mehr auf der von der DBK veröffentlichten Empfehlungsliste, einer kommentierten Auswahl aus 175 eingesandten Titeln von 61 Verlagen.
In der zehnköpfigen Jury sitzen unter anderem die Religionspädagogik-Professoren Norbert Brieden (Wuppertal) und Markus Tomberg (Fulda/Marburg), die Buchhändlerin Susanne Kriesmer als Vertreterin des Katholischen Medienverbands (KM.) und die Leiterin der "Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur" (STUBE) in Wien.
"Papierklavier" richtet sich an Leser*innen ab 15 Jahre und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa als Jugendbuch des Monats Dezember 2020 (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur) oder als "Monats-LUCHS" (ZEIT / Radio Bremen) im November 2020. Das Werk ist auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert. (dpa/ots/nb)
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Sollten die nicht lieber endlich mal entschieden gegen Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vorgehen?!
Diese Organisation zeigt immer deutlicher ihre scheinheilige, menschenverachtende Fratze.
Da hilft nur Kirchenaustritt.