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24. Juni bis 5. August

Filmreihe "rbb QUEER" wird vier

Am 24. Juni startet die vierte Staffel der nicht-heterosexuellen Filmreihe im Fernsehsender des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Zu sehen sind sieben außergewöhnliche Filme aus Europa.


Yad (Majd Mardo) und Jaris (Josha Stradowski) erleben im niederländischen Film "Just Friends" einen Sommer der Liebe (Bild: Salzgeber)

Unter dem Titel "rbb QUEER" präsentiert das rbb-Fernsehen auch 2021 eine eigene Filmreihe jenseits der Hetero-Norm: Dabei wird großes Kino mit Coming-of-Age-Geschichten, romantischen Komödien und Road Movies gezeigt. Vom 24. Juni bis zum 5. August laufen donnerstags am späten Abend insgesamt sieben queere Filme aus Europa, sechs davon als Free-TV-Premieren.

"Ich freue mich auf unseren queeren Kino-Sommer, weil er das Lebensgefühl unserer vielfältigen Region trifft", erklärte rbb-Programmdirektor Dr. Jan Schulte-Kellinghaus. "Im Programm sind witzige, rührende, bewegende und überraschende Geschichten." Björn Koll, Geschäftsführer des queeren Filmverleihs Salzgeber, ergänzte: "Filme sind wichtige Werkzeuge in diesem zutiefst demokratischen Prozess. Und das Tolle ist: rbb QUEER ist für alle und überall da – auch in Perleberg, Joachimsthal oder Finsterwalde."

Unmittelbar vor jeder Ausstrahlung stellt rbb-Filmexperte Knut Elstermann die cineastischen Highlights vor und liefert Hintergrundinformationen zu ihrer Entstehung und Rezeption.

Die Filme sind nach ihrer Ausstrahlung für 14 Tage in der ARD-Mediathek zu sehen, "Bonnie & Bonnie" ist für drei Monate abrufbar.

Den Auftakt der vielfältigen Reihe macht am 24. Juni um 23.15 Uhr die französische Sportkomödie "Die glitzernden Garnelen" von Maxime Govare und Cédric Le Gallo. Der Publikumshit, der in Frankreich mehr als 500.000 Zuschauer*innen in die Kinos lockte, erzählt die Geschichte einer schwulen Wasserballmannschaft und ihrer Reise zu den Gay Games nach Kroatien.

Auf die Straße zieht es auch Yara und Kiki in dem romantischen Road Movie "Bonnie & Bonnie" (1. Juli, 23.15 Uhr) von Ali Hakim. Sie handelt von Yara, die mit ihrer albanisch-stämmigen Familie in Hamburg-Wilhelmsburg lebt. Als sie der taffen Kiki begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch weder ihr konservativer Vater noch ihr Bruder dürfen von der Beziehung etwas wissen. Wie ihre filmhistorischen Vorbilder "Bonnie und Clyde" müssen Yara und Kiki in die Weite aufbrechen, um ihre Liebe zu leben.

Im Mittelpunkt von "Lola und das Meer" (8. Juli 2021, 23.25 Uhr) des belgischen Regisseurs Laurent Micheli steht eine junge trans Frau: Lola ist 18, hat pinke Haare und macht gerade ihr Diplom als Veterinär-Assistentin. Als ihre Mutter Catherine stirbt, sorgt ihr Vater Philippe dafür, dass sie die Trauerfeier verpasst. Vor zwei Jahren hatte Philippe den Kontakt zu ihr abgebrochen, weil er ihr trans Coming-out nicht akzeptieren konnte. Doch Lola ist entschlossen, ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen.

Mit dem schwedischen Spielfilm "Küss mich" (22. Juli, 23.25 Uhr) ist ein Klassiker des jüngeren lesbischen Kinos erstmals im Fernsehen zu sehen. Regisseurin Alexandra-Therese Keining erzählt in dem Film aus dem Jahr 2011 in den warmen Farben des schwedischen Sommers die Liebesgeschichte zwischen Mia, die eigentlich mit Tim verlobt ist, und ihrer neu gewonnen Stiefschwester Frieda.

Die rasante romantische Komödie "Just Friends" (29. Juli, 23.30 Uhr) spielt in einer holländischen Kleinstadt und bringt ein hinreißendes Paar zusammen: Ex-Surflehrer und Ex-Medizinstudent Yad und Fitness-Junkie Joris. In "Just Friends" geht es nicht nur um die große Liebe, sondern auch ganz nebenbei um richtige und falsche Zukunftspläne, kulturelle Vorurteile und unverarbeitete Trauer. Der queere Sommerfilm besticht nicht zuletzt auch aufgrund seiner skurrilen Nebenfiguren.

In diesem Jahr präsentiert rbb QUEER gleich zwei Highlights des nicht-heterosexuellen Kinos aus Großbritannien. In "Benjamin" (15. Juli, 23.25 Uhr) hört die titelgebende Hauptfigur, ein junger Regisseur in der Sinnkrise, den charismatischen französischen Musiker Noah in einer Londoner Bar singen und verknallt sich sofort. In der schwulen Romanze des gefeierten britischen Stand-up-Comedian Simon Amstell glänzen Colin Morgan ("Merlin") und Phénix Brossard ("Departure") als introvertiertes Liebespaar.

Den Abschluss der Reihe bildet am 5. August um 23.30 Uhr das kunstdurchflutete Coming-of-Age-Drama "Postcards from London". Regisseur Steve McLean erzählt darin die Geschichte des hübschen Kleinstadtjungen Jim, der auf Glückssuche nach London kommt und ausgerechnet bei den "Raconteurs" anheuert – einer Gruppe von feingeistigen Escorts, die sich auf das geschliffene Gespräch vor und nach dem Sex spezialisiert haben. (cw)



#1 LotiAnonym
#2 AtreusProfil
  • 11.05.2021, 15:17hSÜW
  • Tolle Auswahl, dieses Jahr. Bravo. Just Friends ist ein absolutes Feel-Good-Movie. Sehr schade nur, dass Salzgeber den Soundtrack durch Klassik ersetzt hat, wo es im niederländischen Original noch Einspieler von Sufjan Stevens und Fink gabe.
    Mein absoluter Favorit aus dem letzten Jahr, den ich noch weit vor "Als wir tanzten" einsortiere, ist auch dabei: liebe Leut', schaut euch bitte "Benjamin" an, wenn ihr könnt. Das Spiel von (und die Chemie zwischen) Colin Morgan und Phenix Brossard ist ganz großes Kino!. Die nordirischen und französischen Akzente sind zum Dahinschmelzen.
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#3 GodzillaAnonym
  • 11.05.2021, 15:47h
  • Da freue ich mich wieder drauf aber die Sendezeit finde ich immer noch kritikwürdig.

    Ich würde mir aber für die Zukunft wünschen, den Blick auch Mal fernab des schwulen Mannes zu legen. Die lesbischen Filme sind eher wenig und trans Themen vermisse ich komplett.
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#4 LotiAnonym
#5 rb-berlinAnonym
#6 LotiAnonym
  • 11.05.2021, 17:01h
  • Antwort auf #5 von rb-berlin
  • Für mich nicht so einfach, da ich das Internet kostenlos nutze( keine SIM Card) durch die freundliche Weitergabe seines WLAN Anschlusses vom jungen Nachbarn gegenüber. Filme streamen geht nur manchmal wenn ich Glück habe. Mal schauen ob es diesmal klappt.
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#7 DramaQueen24Profil
  • 12.05.2021, 01:06hBerlin
  • Und wieder einmal zeigt der Sender nicht queere Diversität, sondern ist schwulenlastig. Wenn sechs Filme gezeigt werden sollen, so sollten davon je zwei schwul, lesbisch und queer/trans sein. Das jedenfalls ist meine Meinung.
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#8 DramaQueen24Profil
  • 12.05.2021, 01:08hBerlin
  • Antwort auf #3 von Godzilla
  • Ganz meiner Meinung! Queer bedeutet nicht nur schwul, sondern auch lesbisch, bisexuell, transsexuell, intersexuell und vor allem jenseits von Geschlechtsrollen und deren, aus meiner Sicht, faschistischen Normen.
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#9 Julian SAnonym
  • 12.05.2021, 10:26h
  • So schön ich die Auswahl auch finde, aber vor einem Werktag einen Filmstart nach 23 Uhr zu planen (also laufen die Filme bis weit nach Mitternacht oder sogar bis nach 1 Uhr) ist wirklich nicht praktikabel.

    Da hilft auch nicht der Verweis auf Mediatheken. Erstens haben wir in Deutschland ja immer noch genug Gegenden mit lahmem Internet, das für Videostreaming nicht reicht. Und zweitens dürfen doch wohl auch ältere Zuschauer, die sich mit Mediatheken gar nicht auskennen, diese Filme gucken, oder?

    Ich erwarte ja gar nicht, dass sie gleich um 20.15 Uhr starten. Aber ein Filmstart bis spätestens 22.30 Uhr sollte doch wohl machbar sein.
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#10 Julian SAnonym
  • 12.05.2021, 10:30h
  • Antwort auf #8 von DramaQueen24
  • 1. Wir haben Deine Meinung auch nach Deinem ersten Beitrag kapiert. Da brauchst Du nicht nochmal dasselbe in anderen Worten dahinter zu posten.

    2. Auch ich bin sehr für Vielfalt, aber das lässt sich doch nicht an Formeln wie 2x schwul, 2x lesbisch, 2x trans festmachen. Zumal die Anteile an der Bevölkerung ja auch nicht gleichverteilt sind.

    3. Es ist sehr wohl ein Trans-Film in der Reihe. Einfach mal den Artikel komplett lesen.
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