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Gesetzesinitiative

Queen verspricht Verbot von "Konversionstherapien"

Die Johnson-Regierung kündigt in der von ihr verfassten Regierungserklärung an, die "Heilung" von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten zu verbieten. Regierungschef Johnson plant aber Ausnahmen für Religionsgemeinschaften.


Die Queen tritt erstmals seit dem Tod ihres Ehemanns wieder öffentlich auf – die Monarchin kündigt bei ihrer 67. Regierungserklärung die Pläne von Boris Johnson und Co. in den nächsten zwölf Monaten an

Königin Elizabeth II. hat am Dienstag im Londoner Oberhaus angekündigt, dass die Regierung von Premierminister Boris Johnson "Konversionstherapien" verbieten werde. Wörtlich sagte die 95-Jährige in ihrer 67. "Queen's Speech", der traditionellen Regierungserklärung: "Es werden Maßnahmen eingeleitet werden, um die rassischen und ethnischen Ungleichheiten anzusprechen und Konversionstherapie zu untersagen." Insgesamt kündigte die Monarchin in der von der Johnson-Regierung verfassten Rede mehr als 20 Gesetzesvorschläge an.

Nach der Rede bestätigte Frauen- und Gleichbehandlungsministerin Liz Truss, dass ein derartiges Gesetz nach öffentlichen Beratungen geplant sei: "Als globaler Anführer bei LGBT-Rechten hat sich diese Regierung immer verpflichtet gefühlt, die Praxis der Konversionstherapien auszurotten."

Twitter / stonewalluk
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Bereits Boris Johnsons konservative Vorgängerin Theresa May hatte ein Verbot derartiger "Therapien" angekündigt. In den letzten Jahren ist das Thema aber noch nie in einer Regierungserklärung erwähnt worden.

Kirchen dürfen wohl weiter "heilen"

Vergangenen Monat warfen LGBTI-Aktivst*innen und die Opposition der Regierung vor, aus Rücksicht auf evangelikale Eiferer ein windelweiches Verbot anzustreben. Premier Johnson hatte zuvor in einem Brief an die "Evangelikale Allianz", einem Zusammenschluss von über 3.000 konservativen Kirchengemeinden, versprochen, dass es für Religionsgemeinschaften eine Ausnahmergelung geben werde. So werde es weiter erlaubt sein, in Kirchen dafür zu beten, seine sexuelle Orientierung zu "erkunden".

Twitter / itvnews | Premier Johnson hatte "Konversionstherapien" wiederholt als "abscheulich" bezeichnet
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Als Antwort auf den Brief Johnsons erklärte Angela Eagle, eine Abgeordnete der oppositionellen Labour-Partei: "Dieses vorgesehene Schlupfloch ist so groß, dass das Gesetz zum Verbot von Konversionstherapien praktisch wirkungslos ist."

In Europa haben bislang mit Malta und Deutschland nur zwei Länder Gesetze gegen "Konversionstherapien" erlassen. (dk)



#1 SpockAnonym
  • 11.05.2021, 17:44h
  • Wir verbieten das, außer denjenigen, die es besonders häufig tun.

    Sehr glaubwürdig.
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#2 AtreusProfil
#3 DramaQueen24Profil
  • 12.05.2021, 01:00hBerlin
  • Und wieder einmal bekommen Religioten Sonderrechte. Sie dürfen weiter Hass, Hetze und Vorurteile verbreiten, weil es "im Namen Gottes" geschieht!
    Würde Johnson diese Ausnahmen gestatten, wenn er so eine "Therapie" mitgemacht hätte? Oder einer seiner Kinder oder Verwandten? Ich würde sagen, ja, denn es geht ihm um die Macht, es ging ihm NIE um uns!
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#4 queergayProfil
  • 12.05.2021, 02:52hNürnberg
  • Allen Religionsgruppierungen & Sekten jeglicher Art und Richtung müssen entsprechende gesetzliche Zügel und straffe Auflagen staatlich verordnet werden. Hirngespinste und Wahnideen - versteckt hinter gespielter Religiösität und vermeintlicher Religionsfreiheit - lassen sich leider wohl nie ganz ausrotten.
    Destruktive Pseudo-Behandlungen werden auch bei 'arte' am 18.05.2021 in dem französischen investigativem Dokumentarfilm "Wie krank ist Homo-Heilung?" um 20.15 Uhr gezeigt.
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#5 mmmmAnonym
  • Gestern, 17:12h
  • was bringt dieses gesätz, wenn genau diese institutionen, die wahrscheinlich über 90 Prozent von Konversionstherapien betreiben, weiter es machen können?
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