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Trauer um beliebten Pornostar

"GayVN Award"-Gewinner Alex Riley ist tot

Letztes Jahr erhielt Alex Riley noch den "Oscar" als bester Newcomer im schwulen Pornogeschäft. Jetzt ist der Darsteller im Alter von nur 22 Jahren gestorben.


Alex Riley wurde nur 22 Jahre alt (Bild: Helix Studios)

Der aus Texas stammende 22-jährige Pornostar Alex Riley ist am Sonntag überraschend gestorben. Das gaben sein langjähriger Freund, der ebenfalls als Pornodarsteller arbeitende Jacob Hansen, sowie sein Arbeitgeber Helix Studios bekannt. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt.

"Unsere Herzen sind nach dem Verlust von Alex Riley gebrochen", erklärten etwa die in Las Vegas ansässigen Helix Studios in einer Pressemitteilung. "Er war in der Geschichte unseres Studios einer der dynamischsten und talentiertesten jungen Darsteller, mit dem wir arbeiten dürften. Bitte respektiert die Privatsphäre seiner Familie in dieser schwierigen Zeit. Wir lieben dich, ruhe in Frieden, Alex."

"Du wirst immer ein Teil von mir sein"

Sein Freund erklärte auf Twitter, dass er die Nachricht am Montag erhalten habe. "Ruhe in Frieden, Schatz. Du wirst immer ein Teil von mir sein, egal, wohin mein Weg mich trägt", so Jacob Hansen. Dazu veröffentlichte er mehrere Bilder des Verstorbenen.


Auch viele Kollegen Rileys zeigten sich auf Twitter über den Tod des 22-Jährigen schockiert. "Du hattest so viel Leben übrig und hättest so vielen weiteren Menschen ein Lächeln geben sollen. Ich werde deinen dummen Humor, sogar deinen miserablen britischen Akzent, vermissen", schrieb sein Pornokollege Calvin Banks.



Pornodarsteller Trevor Harris ergänzte: "Danke für die unvergesslichen Erinnerungen, Alex. Ich hab dich so lieb und erwarte, dass du bei unserem nächsten Treffen einen Margarita für mich bereit hältst."



Auch Austin Wilde trauert um seinen Kollegen: "Das ist ein trauriger Tag. Du hast immer gelächelt und positive Energie verbreitet, die den Raum erfüllt hat."



Riley ist seit 2019 exklusiv an Helix Studio gebunden, zuvor hatte er für andere amerikanische Studios wie Men.com, FraternityX, RealityDudes und NextDoor gearbeitet. 2020 gewann er bei den "Gay VN Awards", den Oscars der US-Pornoindustrie, den Preis als bester Newcomer. Diesen Preis hatten zuvor bereits Kultstars wie Matthew Rush (2002) oder Blake Riley (2008) geholt. (cw)



#1 queergayProfil
  • 14.05.2021, 22:29hNürnberg
  • Habe mir bei Helix mehrere Videos angeschaut und muß sagen, dass die (Porno-)Filme dort sehr gut und hochwertig gemacht sind. Die Todesursache bei Alex Riley würde mich schon interessieren. Vielleicht treffen wir ihn ja wieder jenseits des Regenbogens...eines ferneren Tages...und jenseits von Raum und Zeit.
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#2 Uuo118Anonym
  • 14.05.2021, 23:39h
  • Die Nachricht vom Tod eines jungen Menschen trifft mich immer ins Herz, weil es mir ins Gedächtnis ruft, wie unglaublich zerbrechlich und vergänglich auch mein eigenes Leben ist.
    Das hinterlässt ein Gefühl der Hilflosigkeit, aber auch große Dankbarkeit für meine Gesundheit und mein Leben.
    Woran er letztenendes gestorben ist, ist für mich erst einmal nebensächlich.
    Ich hoffe, dass er in Frieden ruht und die ihm nahestehenden Menschen Trost finden werden.
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#3 NoPornAnonym
  • 15.05.2021, 01:27h
  • Es ist ja wohl mehr als auffällig, wie viele junge Pornodarsteller sterben. Vielleicht wäre es mal sinnvoll zu hinterfragen, ob man als Konsument solcher Filme nicht auch ein Stück zu diesen Schicksalen beiträgt!
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#4 TuckDavisProfil
  • 15.05.2021, 05:56hBad Kreuznach
  • Antwort auf #3 von NoPorn
  • Korrelation muss nicht auf Kausalität hindeuten.
    Es ist aber interessant wie schnell Du bereit bist den Tod dieser Person zur Untermauerung deiner moralischen Ansicht zu nutzen ohne darin einen Widerspruch zu sehen.

    Ohne irgendwelche Fakten zu haben hast Du dem Toten gerade unterstellt auch selbst mitverantwortlich zu sein, denn indem er als Pornodarsteller gearbeitet hat war das dann schließlich eine absehbare Folge gemäß deiner Argumentation.
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#5 RantAnonym
  • 15.05.2021, 08:16h
  • Antwort auf #3 von NoPorn
  • Natürlich trägt man als Konsument eine Mitverantwortung. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft - das bedeutet, dass man auch Verantwortung trägt und sich darum kümmern sollte, wer was für einen produziert und unter welchen Bedingungen.
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#6 NiallMtGProfil
  • 15.05.2021, 11:21hNeumonster
  • Er sah für mich aus wie dieser deutsche Schauspieler Jonas Nay.
    Ich kannte ihn nun nicht, bei Twitter wirkte er natürlich als fröhlicher Typ, hatte mich am Mittwoch schon erschüttert als ich las was los war. Tragisch

    Zur Debatte Porno und Selbstmord: Die Industrie wandelt sich gerade ziemlich, die Zeit der Studios ist vorbei, Onlyfand, Justforfans und Co übernehmen und dann sitzt niemand mehr dazwischen und die Jungs und Mädels der Industrie können mehr selbst bestimmen was sie wann machen.
    Wenn man nun nicht gerade irgendwelche Russenpornos guckt gerade in diesem Fall, da kommt der junge Mann aus der westlichen Welt, ist volljährig, wieviel Selbstbestimmung hat man da? Wenn er diesen Weg mit dem schnellen Geld gehen will ist das okay? Unterstützt man etwas böses wenn man diese Clips schaut? Letztlich hat er den Weg selbst gewählt und es ist sehr tragisch, aber er hätte sich Hilfe suchen sollen. Wenn es ein Selbstmord war, aktuell weiß man ja nicht was passiert ist außer dass er am 9.5. tot von einem Freund gefunden wurde.
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#7 NickAnonym
  • 15.05.2021, 21:20h
  • Antwort auf #3 von NoPorn
  • Ein wirklich widerlicher, menschenverachtender Kommentar. Statt Anteil an den Tod eines jungen Menschen zu nehmen wird hier versucht den Tod für verqueere moralisierende Ansichten zu Missbrauchen.

    Die Todesursache könnte ggf. auf genau solche moralisierende Ansichten zurückzuführen sein.

    Warum kümmern sich solche Menschen nicht um Ihr eigenes Leben anstatt sich in das von anderen einzumischen?
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#8 RuntAnonym
  • 16.05.2021, 00:28h
  • Antwort auf #7 von Nick
  • Sich Gedanken über die Arbeitsbedingungen von Menschen in einer Branche Gedanken zu machen, soll menschenverachtend sein? Darauf muss jemand auch erst mal kommen.

    Wenn an einer Strassenkreuzung auffällig viele Menschen sterben, kann man zwar trauern, aber derjenige, der nüchtern und unbeteiligt nach Gefahrenquellen forscht, rettet zukünftige Leben.
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#9 AEMR1948Anonym
  • 16.05.2021, 12:10h
  • Antwort auf #3 von NoPorn
  • Das betrifft doch viele Bereiche, seien es Nahrungsmittel bspw. der Tönnies Skandal, Kleidung, Kosmetik usw. Zu Todesfällen durch schlechte Arbeitsbedingungen kommt es bei den nicht menschenrechtskonformen Lieferketten oftmals! Wer als Konsument hier vorbildlich sein will, muss zumindest bio und fairtrade kaufen. Kann sich nicht jeder leisten. Und ein veganer Lebenstil sollte dann auch vorhanden sein. Die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen sind schlecht, insbesondere wenn die Lieferketten beachtet werden. Das Gesetz wurde von der CDU verwässert, weil Menschenrechte vom CDU Wirtschaftsflügel als linksideologisch eingestuft wurden:
    www.globalpolicy.org/de/news/2021-04-21/wirtschaftslobby-wil
    l-lieferkettengesetz-im-bundestag-stoppen


    Ergo: Tödliche Missstände gibt es in vielen Arbeitsbereichen, welche hier konkret im vorliegenden Fall vorhandenn waren, ist nicht bekannt. Die Frage sollte doch daher sein, welche Missstände gibt es und wie lassen sich Arbeitsbedingungen verbessern?

    Leider gibt es dazu im vorliegenden Fall gar keine Informationen! Wie sich die Arbeitsbedingungen im Bereich der Prostitution und Pornografie verbessern lassen, gibt es bereits sinnvolle Verbesserungsvorschläge u.a. von Amnesty International und der Aidshilfe. Ein Verbot von Pornografie und Prostitution bedeutet dies übrigens nicht, denn das würde nur zu einer Krimnalisierung führen und die Arbeitsbedingungen wären dann noch schlechter!
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#10 NiallMtGProfil
  • 16.05.2021, 15:36hNeumonster
  • Antwort auf #8 von Runt
  • Ich denke dass es anders gemeint war und ich denke dass du das auch weißt. Es geht darum dass Kritik an der Branche des Sexarbeiters geäußert wurde. Damit baut man ein Stigmata auf, welches auf junge Darsteller Druck ausüben könnte, welches ebenfalls zu einem Suizid führen kann.
    Ein Kollege hatte in einem Tweet von Selbstmord gesprochen, diesen Tweet aber wieder gelöscht. Andere machen nur Andeutungen in die Richtung, was genau passiert ist, wieviel Schuld Helix Studios tragen, wie viel die Branche Wissen wir aktuell nicht und werden es vermutlich auch nicht erfahren.
    Bei Alex hatte ich nun nicht das Gefühl dass er mega unglücklich war, aber was weiß man schon, Social Media ist halt nicht der reale Mensch. in seinem vorletzten Tweet meinte er jedenfalls dass er alles für seinen Bruder machen würde und nur seine Mutter mehr liebt als ihn. Wirkt auf mich nicht so als seien da Probleme, trotz seiner Arbeit. Er hatte einen festen Freund und es wurden nun so viele Bilder von ihm und anderen Darstellern gepostet wo sie lachen und Spaß haben. Das sagt nichts aus über das Arbeitsklima am Set, aber ja doch dass es unter den Sexarbeitern eine Art Community gibt und man sich auch mal privat sieht und mag.
    Ich finde man sollte vielleicht mal genauer hinsehen was es für Probleme es gibt in der Branche, aber im aktuellen Fall könnte man auch einfach erstmal Fans und Betrachter ihre Trauer über seinen tot gestatten, ehe man ihnen Vorwürfe macht dass sie Pornos schauen.
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