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Event-Blog

Alle drei Kanzlerkandidat*innen ignorierten den IDAHOBIT

Von Politiker*innen aller demokratischen Parteien gab es solidarische Worte zum IDAHOBIT 2021 – nur drei Personen haben wir am Montag schmerzlich vermisst. Wir beenden unser Event-Blog.


Das Aufsteigenlassen von Regenbogenballons zum IDAHOBIT ist beliebt, aber aus Umweltschutzgründen keine wirklich gute Idee (Bild: Metro AG)

Er ist inzwischen der kleine Bruder des CSD, wird weltweit wegen seiner Niedrigschwelligkeit und Offenheit der Aktionsformen geschätzt und wird inzwischen auch in Deutschland in mehr Städten begangen als der Pride. Auch in Coronazeiten finden rund um den 17. Mai zahlreiche Aktionen statt.

Der jährliche Aktionstag war 2005 vom französischen Aktivisten Louis-Georges Tin ins Leben gerufen worden – er erinnert nicht an den Paragrafen 175, mit dem in Deutschland schwule Männer strafrechtlich verfolgt wurden, sondern an jenen Mai-Tag im Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen hat.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus dem IDAHO als Tag gegen Homophobie ein Tag, der, in den meisten Städten unter dem Kürzel IDAHOBIT, auch Bi-, Trans- und Interphobie umfasst. Inzwischen ist auch manchmal ein A dabei, um Asexuelle nicht auszuschließen, oder auch ein Gender-Sternchen.

In diesem Live-Blog sammeln wir Tipps und Stimmen zum IDAHOBIT 2021 und veröffentlichen Fotos und Videos von den Aktionen.


Live-Ticker (abgeschlossen, chronologisch)

18.05., 17:14h

Alle drei Kanzlerkandidat*innen ignorierten den IDAHOBIT


Von Politiker*innen aller demokratischen Parteien gab es solidarische Worte zum IDAHOBIT 2021 – nur drei Personen haben wir am Montag schmerzlich vermisst. Ausgerechnet die drei Kanzlerkandidat*innen hielten es nicht für notwendig, am wichtigsten queeren Aktionstag ein Zeichen gegen Homo- und Transfeindlichkeit zu setzen. Es gab weder Pressemitteilungen noch Statements auf Facebook, Twitter oder Instagram.

Nach Angela Merkels großem Dauer-Desinteresse an LGBTI-Themen wäre es höchste Zeit, dass die nachfolgende Person im Bundeskanzleramt endlich offensiv für eine vielfältige Gesellschaft und gegen jede Diskriminierung kämpft. Doch Annalena Baerbock (Grüne) bewarb am 17. Mai auf ihrer Facebookseite nur einen Polittalk in eigener Sache. Olaf Scholz (SPD) fand es am Montag lediglich wichtig, Udo Lindenberg zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Und Armin Laschet (CDU)? Der verurteilte zwar antisemitische Hetze und warb für Klimaneutralität (was zweifellos sehr wichtig ist), zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten verlor er jedoch ebenfalls kein Wort.

Die Ignoranz der drei Kanzlerkandidat*innen ist ein Schlag ins Gesicht der queeren Wähler*innen. Wenn sie nicht einmal warme Worte für uns zum IDAHOBIT finden, wie sollen wir ihnen dann zutrauen, Deutschlands queerpolitische Versäumnisse endlich anzugehen?!

16:23h

"LSBTIQ* Willkommen"


Eine herausragende Aktion zum IDAHOBIT organisierte in diesem Jahr das Queere Netzwerk NRW. Über vierzig Organisationen, Gruppen und Kommunen beteiligten sich an einer Fotoaktion, mit der sie ein Zeichen für queer-inklusive Orte setzen.

"LSBTIQ* Willkommen" lautet die Aufschrift eines Banners und passender Aufkleber, mit deren Hilfe die Botschaft an unterschiedlichsten Orten in ganz Nordrhein-Westfalen platziert wurde. Auch Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, beteiligte sich an der Aktion.

Sämtliche Fotos kann man sich auf der Facebookseite des Queeren Netzwerks NRW anschauen.

16:06h

Fahrraddemo in Berlin


(Bild: Maja Mascara)

Der IDAHOBIT 2021 fand nicht nur virtuell statt – in mehreren deutschen Städten, darunter Düsseldorf und Köln, kam es auch zu kleinen Demonstrationen und Kundgebungen. In Berlin organisierten Mitglieder der Gruppe Queeronaut-* der AHA-Berlin e.V. eine Fahrraddemo unter dem Motto "IDAHOBIT* für eine gemeinsame Runde Vielfalt – Showing diversity by bike". Das Wetter spielte offensichtlich mit...

08:50h

Der Landtag leuchtet


(Bild: Falk Koop)

Was für ein schönes Foto: Zum IDAHOBIT 2021 erstrahlte am Montagabend das Schweriner Schloss – der Sitz Landtags von Mecklenburg-Vorpommern – erstmals in Regenbogenfarben. Die vom LSVD-Landesverband initiierte Aktion wurde von Landtagspräsidentin Birgt Hesse (SPD) unterstützt.

07:57h

Über 120 queere VW-Mitarbeiter*innen outen sich


Mehr als 120 LGBTI-Mitarbeitende des Volkswagen-Konzerns und seiner Marken haben sich zum IDAHOBIT 2021 geoutet. Mit einer Kampagne, die den Titel #OutAtWorkVWgroup trägt, möchten sie ein positives und starkes Signal für Diversität setzen und aufzeigen, wie bunt und vielfältig die Belegschaft des Konzerns bereits heute zusammengesetzt ist. Die Kampagnen-Teilnehmenden arbeiten in verschiedenen Konzernmarken und -gesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Österreich, Polen, Spanien, USA, Kanada, Brasilien und Argentinien.

07:29h

All Out Photo Award gestartet



All Out und MTV haben zum IDAHOBIT 2021 einen queeren internationalen Fotowettbewerb ausgerufen: den All Out Photo Award!

"Das Motto des diesjährigen IDAHOBIT ist 'Together: Resisting, Supporting, Healing!' (Gemeinsam: Standhalten, Unterstützen, Heilen!)", teilte All Out zur Aktion mit. "Wir suchen Fotos die von diesem Motto inspiriert sind und festhalten, wie sich LGBT*-Menschen und ihre Allys auf der ganzen Welt gegen Angriffe und Diskriminierung wehren und sich in diesen schweren Zeiten unterstützen und gemeinsam Strapazen überwinden."

Teilnehmen können sowohl Profi-Fotograf*innen, die in Krisengebieten die Probleme der globalen LGBTI-Community dokumentieren, als auch Hobby-Fotograf*innen, die Momente der Hoffnung und Solidarität in örtlichen queeren Communitys einfangen.

Eine internationale Jury von queeren Fotograf*innen wählt die Gewinnerfotos aus. "Mit einem eingereichten Foto kannst du einen Geldpreis im Wert von 1.000 US-Dollar gewinnen", erklärte All Out. "Du hast auch die Chance, weltweit gesehen zu werden, wie z. B. durch die Ausstellung deines Fotos auf einem der großen Bildschirme am New York Times Square und beim WorldPride Copenhagen 2021."

05:54h

#TeachOut zeigt Stimme

Die Kampagne #TeachOut postete zum IDAHOBIT 2021 Forderungen von queeren Lehrer*innen, Erzieher*innen, Dozent*innen und anderen Pädagog*innen. Das Motto: "Bildung sichtbar queer gestalten".

Weniger sichtbar, mehr hörbar ist die folgende Audio-Video-Datei, die verschiedene queere Stimmen zu Wort kommen lässt: "Fühlst du dich unsichtbar?", "Fühlst du dich in der Schule repräsentiert?" und "Warum ist Sichtbarkeit von queeren Erzieher*innen und Lehrkräften wichtig?"

05:50h

Die CDU zeigte Flagge

Vor dem Berliner Konrad-Adenauer-Haus, der Bundesgeschäftsstelle der CDU, wehte am Montag die Regenbogenfahne. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak postete selbst ein Foto auf Twitter. "Immernoch gelten Begriffe wie 'Schwule Sau' als weitverbreitete Beleidigung", schrieb er dazu. "Dieser Diskriminierung stellen wir uns entschlossen entgegen."

Twitter / PaulZiemiak
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05:45h

So viele Aktionen zum IDAHOBIT gab es noch nie!

Der IDAHOBIT 2021 ist vorbei, und am Tag danach können wir sagen, er ist nicht nur "der kleine Bruder des CSD", wie es in unserer Einleitung hieß, sondern er steht mindestens gleichberechtigt neben den weltweiten Pride-Demonstrationen. So viele Aktionen wie in diesem Jahr gab es rund um den 17. Mai noch nie! Nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt.

Aus diesem Grund können wir in unserem Event-Blog auch nicht jede gehisste Regenbogenfahne, jeden Flashmob, jedes beleuchtete Gebäude, jedes Statement einer queeren Initiative, jeden Kommentar aus der Politik und jedes solidarische Unternehmen erwähnen. Wir beschränken uns auf besonders herausragenden Aktionen und werden in den kommenden Stunden noch einige nachtragen.

Wenn Ihr selbst tolle Fotos oder Videos vom IDAHOBIT 2021 gemacht habt und diese im Event-Blog sehen wollt, schickt sie uns gerne bis 14 Uhr an info@queer.de. Viele Dank im Voraus – und bis nächstes Jahr!

17.05., 20:39h

"Manifest für Sichtbarkeit und Teilhabe von LSBTIQ*"



Das Projekt "Lesbisch*.Sichtbar.Berlin" hat zum IDAHOBIT ein "Manifest für Sichtbarkeit und Teilhabe von LSBTIQ*" veröffentlicht. 20 Organisationen haben es bereits als Erstunterzeichnende unterstützt.

In einer Pressemitteilung zur Veröffentlichung heißt es:

Die Vielfalt der Berliner LSBTIQ*-Community ist einzigartig in Deutschland. Sie in den eigenen Strukturen abzubilden, ist eine Herausforderung, der sich alle Vereine, Organisationen und Initiativen stellen müssen. Die Unterzeichnenden von "Inklusion fördern, Solidarität leben! Das Manifest für Sichtbarkeit und Teilhabe von LSBTIQ*" engagieren sich für ein solidarisches Miteinander und wollen ein intersektionales Verständnis von Sichtbarkeit fördern. Ein weiteres Ziel dieses Manifestes ist es, die bereits bestehenden Solidaritäten sichtbarer zu machen und mehr Raum für Zugewandtheit und Austausch zu schaffen.

Dieses Manifest soll kein einmaliges Bekenntnispapier sein, sondern versteht sich als Dialogangebot und -grundlage. Denn um Verbindungen zu schaffen, braucht es Vertrauen, Ressourcen und die Anerkennung der unterschiedlichen Vulnerabilitäten aller Menschen im LSBTIQ*-Spektrum. Wir ermutigen alle Unterzeichnenden miteinander in Kontakt zu treten, Wissen und Ressourcen zu bündeln, sich auszutauschen, Gemeinsames zu initiieren und in Bewegung sein.



#1 Julian SAnonym
  • 16.05.2021, 15:05h
  • Der Kritik kann ich mich nur anschließen: die schwarz-rote Bundesregierung ist bzgl. GLBTI-Themen ein Totalausfall!

    Vor der letzten Wahl hatte die SPD noch versprochen "100% Gleichstellung nur mit uns."

    Was wir stattdessen bekommen haben ist weitere staatliche Diskriminierung, Wegsehen bei Mobbing und Gewalt gegen GLBTI, Hofieren von Homohassern, etc.

    Es wurden nur die Sachen umgesetzt, zu denen die Regierung (z.B. von Gerichten) gezwungen wurde. Das ist kein Verdienst, sondern eher eine Peinlichkeit, dass Gerichte die Aufgabe der Regierung übernehmen müssen.

    Ja, man muss in Koalitionen Kompromisse eingehen. Aber die SPD ist keine Kompromisse eingegangen, sondern hat schon zu Beginn der Koalitionsverhandlungen alle GLBTI-Themen komplett aufgegeben. Und das bisschen, was sie umsetzten wollten, haben sie bis heute nicht umgesetzt, z.B. im Abstammungsrecht, bei der rechtlichen Lage Trans- und Intersexueller, etc.
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#2 Julian SAnonym
  • 16.05.2021, 15:11h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • PS:
    Und auch im aktuellen Wahlkampf erinnert die SPD sich plötzlich wieder an die GLBTI und erzählt uns was vom angeblich "queersten Wahlprogramm aller Zeiten".

    Mal ganz abgesehen davon, dass es das nicht ist. Aber Papier ist geduldig und was bei der SPD von Wahlversprechen übrig bleibt, haben wir jetzt lange genug gesehen.
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#3 AlexAnonym
  • 16.05.2021, 15:31h
  • Dass die SPD wieder mal auf ganzer Linie versagt hat und Pöstchen über Grundrechte gestellt hat, ist schon schlimm genug.

    Aber jetzt, wo die Bundestagswahl langsam näher rückt, versucht die SPD auch noch, uns weis zu machen, sie würden sich für uns einsetzen. Halten die uns wirklich für so dumm? Das ist unverschämt.

    Egal, was die SPD jetzt alles versprechen mag: die waren die letzten 8 Jahre Teil der Regierung. Das wäre mehr als genug Zeit gewesen. Und in den letzten 23 Jahren waren sie 19 Jahre Teil der Regierung.

    Was sie bisher nicht geschafft haben, werden sie auch die nächsten 4 Jahre nicht schaffen.
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#4 AlexAnonym
  • 16.05.2021, 15:34h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • "Und das bisschen, was sie umsetzten wollten, haben sie bis heute nicht umgesetzt, z.B. im Abstammungsrecht, bei der rechtlichen Lage Trans- und Intersexueller, etc."

    Ist vielleicht auch besser so.

    Denn was die SPD zum Beispiel beim Transrecht vorgelegt hatte, wurde zu Recht von den Betroffenen und von Experten in der Luft zerrissen. Das wäre trotz der schlechten Ausgangslage sogar noch ein Rückschritt gewesen.
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#5 AtreusProfil
  • 16.05.2021, 15:53hSÜW
  • Ernsthaft: Wer die Grünen braucht, um zu verstehen, dass man mit Schwarz, Blau, Gelb, Rot und Rot gegen seine eigenen Grundrechte votiert und die Fortschreibung staatlicher Diskriminierung zementiert, ist entweder politische Jungfrau, vollkommen desinteressiert oder verwehrt sich seit Jahren die Aufnahme sämtlicher Nachrichten zu diesem Thema. Vermutlich lassen sich einige wenige im September auch durch internalisierte Homophobie und Selbsthass leiten.
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#6 BilanzAnonym
  • 16.05.2021, 16:40h
  • Schauen wir uns mal die Bilanz nach 8 Jahren Groko an:

    - nach wie vor fehlen in Art. 3 GG die Merkmale "sexuelle Identität" und "geschlechtliche Identität"

    - nach wie vor gilt das Verbot von angeblichen Konversionstherapien (die laut Meinung aller unabhängigen Experten extrem gefährlich sind und bis zum Selbstmord führen können) nur für Minderjährige. Das führt nicht nur dazu, dass andere Gruppen diesen Scharlatanen schutzlos ausgeliefert sind (obwohl Experten auch deren Schutz fordern), sondern es führt auch dazu, dass der Druck auf Minderjährige noch größer wird, damit diese nur ja "freiwillig" in die Fänge dieser Leute rennen, sobald sie volljährig sind. Die SPD wollte eigentlich ein generelles Verbot, ist aber vor der Union eingeknickt. Nicht mal bei Menschenleben kann die SPD mal eine rote Linie ziehen.

    - das Abstammungsrecht ist nach wie vor nicht angepasst worden

    - es gibt nach wie vor kein Verbot von medizinisch nicht indizierten Zwangs-OPs bei intersexuellen Kindern

    - das Transsexuellenrecht wurde immer noch nicht angepasst, so dass nach wie vor Gutachterzwang herrscht, etc.

    - nach wie vor gibt es nicht die vom BVerfG seit über 10 Jahren geforderte Abschaffung von Zwangssterilisationen von Transsexuellen

    - das AGG erlaubt immer noch Ausnahmen bei der Diskriminierung von LGBTI

    - es gibt nach wie vor kein generelles Asylrecht für LGBTI, die aus Staaten kommen, die für andere vielleicht "sichere Herkunftsländer" sein mögen, für LGBTI aber eben nicht. Im Gegenteil: Schwarz-Rot schiebt LGBTI aktiv in diese Staaten ab

    - nach wie vor sind viele Opfer des §175 nicht rehabilitiert, weil Union und SPD Bedingungen definiert haben, die sich von denen für Heteros unterscheiden (z.B. beim Schutzalter), was wieder eine neue Diskriminierung ist

    - es gibt immer noch keinen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie

    - Union und SPD weigern sich immer noch, homo- und transphobe Straftaten statistisch zu erfassen, damit man überhaupt mal weiß, wie groß das Problem ist, ob es besser oder schlechter wird, ob es regionale Häufungen gibt, wie Täterstrukturen sind, etc. Aber die Wahrheit soll man wohl gar nicht erfahren...

    Übrigens:
    teilweise werden diese Punkte sogar vom BVerfG seit Jahren angemahnt.

    Wenn die SPD von diesen Punkten nur schon die Hälfte oder wenigstens ein Drittel umgesetzt hätte, würde ich nichts sagen. (Obwohl man durchaus streiten kann, ob man in Menschenrechtsfragen überhaupt Kompromisse eingehen sollte.)

    Aber die SPD ist in ALLEN diesen Punkten komplett vor der Union eingeknickt.
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#7 Ralph
  • 16.05.2021, 17:00h
  • Schauen wir dorthin, wo SPD, Grüne und FDP zusammen regieren: nach RLP. Im Koalitionsvertrag haben die drei Parteien weder eine Ergänzung der Landesverfassung um das Merkmal der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität als Ziel festgeschrieben noch vereinbart, dass sich das Land auf Bundesebene für eine entsprechende Ergänzung des Grundgesetzes stark macht. Bei der Sensibilisierung für die Belange von LSBTI in verschiedenen Ausbildungen lassen sie die besonders wichtige Juristenausbildung und die öffentliche Verwaltung außen vor.
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#8 SebiAnonym
  • 16.05.2021, 17:27h
  • Antwort auf #6 von Bilanz
  • Nicht nur die LGBTI-Bilanz von Union und SPD ist verheerend. Auch in anderen Bereichen haben die komplett versagt.

    Ein paar Beispiele:

    - die Mieten und auch die Nebenkosten explodieren weiterhin.

    - die Infrastruktur (Straßen, Autobahnen, Brücken, Tunnel, Schienenwege) bröckelt immer weiter vor sich hin.

    - die Spaltung der Gesellschaft nimmt immer weiter zu.

    - obwohl Deutschland eines der reichsten Länder der Welt ist, haben wir immer noch Rekorde bei Kinderarmut und auch bei Altersarmut. Da sind Rentner, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben und jetzt zur Tafel müssen und Pfandflaschen sammeln. Und Kinder, die zu Geburtstag und Weihnachten keine Geschenke bekommen, die nicht auf Klassenfahrten mitfahren können und die ohne Schulspeisung nicht mal eine warme Mahlzeit hätten. Das ist doch wohl ein Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland.

    - die Digitalisierung kommt weiterhin nicht voran. Egal ob 5G, Glasfaser, etc. Deutschland liegt in allen Bereichen ganz hinten in Europa. Selbst Bulgarien und Rumänien sind weiter.

    - das Steuerrecht ist nach wie vor undurchschaubar und unfair. Das müsste radikal vereinfacht werden.

    - es gibt nach wie vor zu wenig Kita-Plätze, in Schulen und an Unis bröckelt der Putz von der Decke oder es ist Schimmel in den Räumen, etc.

    - etc. etc. etc.

    Union und SPD haben abgewirtschaftet.

    Es wird höchste Zeit, dass andere mal eine Chance kriegen. Schlimmer als Groko kann es eh kaum noch werden.
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#9 Kölner JungAnonym
  • 16.05.2021, 18:32h
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • Vier weitere Jahre Groko wären eine Katastrophe für Deutschland. Und insbesondere auch eine Katastrophe für uns.

    Wir können nur dann vollkommen sicherstellen, dass es zu keiner erneuten Groko kommt, wenn es schon rein rechnerisch gar nicht möglich ist. Dafür müssen sowohl Union als auch SPD so schwach wie möglich werden.

    Denn als die SPD den Groko-Verfechter, Groko-Minister und Groko-Vizekanzler Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gemacht hat, ist die Gefahr einer erneuten Groko realistisch.
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#10 TimonAnonym
  • 16.05.2021, 21:15h
  • Ich hoffe, dass es bald einen Regierungswechsel gibt und dass das der letzte IDAHOT ohne eine Erweiterung von Art. 3 GG ist.
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