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RTLzwei

Nach lesbenfeindlichen Beschimpfungen geht "Frauentausch" offline

Der Kölner Privatsender strahlte ausgerechnet am Tag gegen LGBTI-Feindlichkeit eine "Frauentausch"-Folge mit einer Homo-Hasserin aus.


Sevgi (re.) lässt ihrem Hass gegen die lesbische Tina bei RTLzwei freien Lauf (Bild: RTLzwei)

Weil üble Beschimpfungen gegen eine lesbische Reality-Darstellerin zu sehen waren, nimmt der Privatsender RTLzwei erst einmal alle Episoden der Reihe "Frauentausch" aus der Streamingplattform TVNOW. "Im nächsten Schritt werden wir unser Archivmaterial sukzessive durchprüfen", sagte ein Sendersprecher am Donnerstag. "Dafür werden bis auf weiteres keine Inhalte von 'Frauentausch' mehr auf TVNOW verfügbar sein. Die Inhalte auf weiteren Plattformen prüfen wir ebenfalls genau."

In der Nacht zu Dienstag hatte RTLzwei eine 2012 produzierte "Frauentausch"-Episode ausgestrahlt (Episode 356 aus Staffel 16). Dort äußert sich Kandidatin Sevgi, die ihren Familienalltag tauscht, lesbenfeindlich über die mit ihrer Lebenspartnerin zusammenwohnende Tina aus der Sendung. Pikant: Die TV-Konserve lief ausgerechnet in der Nacht nach dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie.

"Dass den Äußerungen in der besagten Folge ohne Einordnung eine Fläche gegeben wurde, ist ein bedauerlicher Fehler und darf nicht passieren", sagte der Sendersprecher. "Dafür bitten wir um Entschuldigung. Wir haben die Folge für jegliche Verwendung gesperrt. Sie wird weder in Gänze noch in Ausschnitten weiter gezeigt und wurde kurz nach der TV-Ausstrahlung auch auf TVNOW offline genommen." Lediglich "Promi-Frauentausch" (unter anderem mit Katy Karrenbauer und Ross Antony) ist derzeit auf TVNOW-Premium erhältlich.

In sozialen Netzwerken hatte die erneute Ausstrahlung der Folge zu scharfer Kritik geführt.

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Die Dokusoap "Frauentausch" ist bereits seit 2003 bei RTLzwei zu sehen und gehört zu den erfolgreichsten Sendungen des Kölner Privatsenders. Darin geht es jeweils meist um zwei Frauen (gelegentlich auch Männer), die für zehn Tage den Haushalt tauschen und bei einer anderen Familie leben. Auch Dragqueen Nina Queer hatte mehrmals bei dem Format teilgenommen (queer.de berichtete). (dpa/cw)



#1 DestroyaAnonym
  • 20.05.2021, 19:53h
  • Ich finde nicht gut, dass das runter genommen wird. Die Leute sollen sehen, wie manche Menschen bis heute drauf sind. Viele Leute glauben heute gar nicht mehr, dass es Homophobie noch gibt. Es kommt mir vor, als würde man die homophobe Frau dadurch eher versuchen zu beschützen/ihre Aussagen ungeschehen machen.

    Doch bei RTL2 stellt sich noch eine ganz andere Frage: Warum werden geistig behinderte Menschen und gerade solche die Harz4 bekommen, so übelst als Gesellschaftsschädlinge und Abschaum dargestellt? Die Aussagen kommen dann nicht von den Personen in der Doku, sondern stets vom Sender selbst!
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