Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=38951
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Kevin Spacey steht wieder vor der Kamera


#31 LegatProfil
  • 25.05.2021, 16:50hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #30 von Godzilla
  • "Ich würde es auf bisherige Erfahrungen bezüglich des Themas zurückführen und das nach den Vorwürfen ggü. Spacey es ihm schwerer fallen dürfte Opfer zu finden und er die Vorwürfe teilweise eingeräumt hat. Natürlich kann ich mich damit auf ziemliches Glatteis begeben aber das wird künftiges Verhalten von Spacey zeigen.
    Gehst du denn davon aus, dass er sich erneut was in der Richtung zu Schulden kommen lässt?"

    Da er weder Reue noch den Willen etwas zu ändern gezeigt hat - beispielsweise könnte er sich ja freiwillig in eine Therapie begeben - finde ich die Gefahr zu hoch. Ich würde nicht abwarten wollen, bis es wieder ein neues Opfer gibt. Jede*r hat eine Change auf Rehabilitation, muss dafür aber eben auch etwas konkreten tun.

    "Ich fühlte mich keine Sekunde angegriffen."

    Das freut mich, das war auch nicht meine Absicht.

    "Aufgrund diverser Lektüre und Interesse an so einigen Themenbereichen fließt in einige meiner Ansichten automatisch das Rechtliche bzw. Staatliche mit ein. Dennoch übe ich hier und da Kritik, da mir einiges zu weit und einiges nicht weit genug geht aber inwiefern du da eine Gefahr erkennen willst erschließt sich mir nicht."

    Ich sehe die Gefahr in einer allzu raschen Hinnahme von Richtersprüchen. Weder sind Richter Heilige noch sind unsere Gesetze perfekt. Wir sollten stets kritisch hinterfragen und das scheint mir bei dir hinsichtlich unserer Gerichtsbarkeit nicht allzu stark ausgeprägt zu sein. Darin sehe ich eine Gefahr.

    "'ich möchte dich darauf hinweisen, dass Ratschläge in die Richtung, die Opfer mögen doch bitte sogleich ihren Missbrauch anzeigen, zwar sicher nett gemeint ist, aber in vielen Fällen leider völlig unrealistisch, weil die Opfer dazu einfach nicht in der Lage sind.'

    Darüber bin ich mir absolut im Klaren aber nur mit schnellem Handeln kommst du den Tätern bei und kannst dich dann um deine Genesung, so weit diese möglich ist, kümmern.
    Besteht ein Abhängigkeitsverhältnis ist es viel schwerer sich zu wehren, das weiß ich, es hilft dir aber auch nicht in der Situation zu verharren. Leider leisten Täter da ziemlich "gute Arbeit" in Sachen Manipulation."

    Was die Sache sehr gut erklärt, aber leider immer noch keine Lösung ist. Wie gesagt, der Aufruf an die Opfer, sich doch bitte sofort um eine Anzeige zu kümmern, reicht nicht.

    Was wir hier bräuchten, wäre ein viel größerer gesellschaftlicher Fokus auf die Opfer und deren Wohlergehen. Es muss gesellschaftlich positiv bewertet werden, wenn Menschen sich hilfesuchend an andere wenden. Sowohl im Privaten wie auch im Öffentlichen. So ist unsere Kultur aber nicht, sondern Opfer sein wird immer noch als Schwäche ausgelegt. Das muss sich kulturell ändern, wenn wir hier Fortschritte machen wollen.

    "Selbst ohne diesen Bezug ist diese Art Einleitung einer Diskussion nicht zuträglich, da der Gegenüber es als unterschwelligen Angriff wahrnehmen könnte a'la "Du hast keine Ahnung" und davon bist du sogar ausgegangen, fälschlicherweise.
    Wie dem auch sei, ich denke damit sind alle Unklarheiten beseitigt, wobei es streng genommen wohl keine gab."

    Gut, das freut mich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 GodzillaAnonym
  • 25.05.2021, 18:45h
  • Antwort auf #31 von Legat
  • -"Da er weder Reue noch den Willen etwas zu ändern gezeigt hat - beispielsweise könnte er sich ja freiwillig in eine Therapie begeben - finde ich die Gefahr zu hoch. Ich würde nicht abwarten wollen, bis es wieder ein neues Opfer gibt."-

    Hat er sich nicht freiwillig in eine Therapie begeben? Mir war so, als ob dies jemand in den Kommentaren erwähnt hat, wobei auch eine Therapie kein Garant aber zumindest ein Anfang wäre.

    -"Ich sehe die Gefahr in einer allzu raschen Hinnahme von Richtersprüchen. Weder sind Richter Heilige noch sind unsere Gesetze perfekt. Wir sollten stets kritisch hinterfragen und das scheint mir bei dir hinsichtlich unserer Gerichtsbarkeit nicht allzu stark ausgeprägt zu sein. Darin sehe ich eine Gefahr."-

    Korrekt, Richter sind auch nur Menschen und die Reportagen über Justizirrtümer lassen mir zum Teil die Haare zu Berge stehen, ich halte sie daher definitiv nicht für unfehlbar. Ich kenne Täter, welche frei herumlaufen und unschuldig Verurteilte. Ich mache mir meine Gedanken zu den verschiedensten Fällen und ziehe daraus meine Schlüsse, eine Gefahr der "Hörigkeit" ist weit entfernt.
    Wie geschrieben, vieles kritisiere ich aus den unterschiedlichsten Gründen, dennoch weiß ich, dass Urteile nicht willkürlich fallen, zur Not gibt es das Mittel der Revision.

    -"Was wir hier bräuchten, wäre ein viel größerer gesellschaftlicher Fokus auf die Opfer und deren Wohlergehen. "-

    Dem stimme ich zu.
    Ganz allgemein sehe ich das Problem darin, dass Menschen es im Umfeld, wo diese Taten fast ausschließlich geschehen, nicht wahrhaben wollen oder es tatsächlich nicht bemerkt haben. Genau da müsste angesetzt werden, wenn ein Mensch nämlich weiß, dass er den bedingungslosen Rückhalt bekommt, setzt dieser sich eher zur Wehr. Auch die Behörden müssen ihre bisherige Praxis überdenken, ich muss da zwangsläufig an die Beweissicherung denken, welche wirklich unfassbar ist.
    Beim Thema sexuelle Übergriffe besteht wirklich viel Handlungsbedarf.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 LegatProfil
  • 25.05.2021, 20:37hFrankfurt am Main
  • Antwort auf #32 von Godzilla
  • "Hat er sich nicht freiwillig in eine Therapie begeben? Mir war so, als ob dies jemand in den Kommentaren erwähnt hat, wobei auch eine Therapie kein Garant aber zumindest ein Anfang wäre."

    Er hat es angekündigt und wurde dann medienwirksam wenig später von einem Paparazzi in der Nähe jener Klinik geknipst, in der sich auch Harvey Weinstein hat behandeln lassen. Mehr ist nicht bekannt, noch hat er sich jemals wieder dazu geäußert. Mir kam die ganze öffentliche Darstellung von Spacey in dieser Angelegenheit äußerst dubios vor. Vertrauenswürdiger hat ihn das für mich jedenfalls nicht gemacht. Stattdessen wirkte es eher so, als wolle er ausschließlich Schaden von sich abwenden. Wie dann leider immer folgte in den Medien ein völliger Fokus auf den Täter. Wie zuvor bei Weinstein. Hier haben wir ein massives kulturelles Problem.

    Deinen weiteren Ausführungen schließe ich mich gerne an und wünsche dir noch einen schönen Abend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 LotiAnonym

» zurück zum Artikel