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Körperpflege

Hört, hört – so geht richtige Ohrenpflege!

Müssen Sie Ohrenschmalz entfernen und wie funktioniert ein schonendes Reinigen der Ohren? Alles Wichtige rund um die Ohrenpflege lesen Sie hier!


Ohrenpflege gehört zur täglichen Körperpflege dazu – allerdings schonend und ohne Wattestäbchen (Bild: flaviajessica / unsplash)
  • 25. Mai 2021, 10:47h, noch kein Kommentar

Die Ohren verfügen über einen raffinierten Selbstreinigungsmechanismus – in der Regel müssen Sie Ohrenschmalz (Cerumen) deshalb nicht händisch entfernen. Bei der richtigen Ohrenpflege ist deshalb Vorsicht angesagt: Zu viel oder die falsche Pflege kann den Hörorganen schaden. Wie Sie Ihre Ohren richtig putzen, lesen Sie hier.

Ohren richtig putzen – so geht's

Wenn es um die tägliche Körperpflege geht, spielen unsere Ohren bei den meisten Menschen eine eher untergeordnete Rolle – meist so lang, bis sie Probleme oder gar Schmerzen bereiten. Doch mit der richtigen Ohrenpflege lassen sich diese häufig vermeiden.

Welche Produkte für die Ohrenpflege sind sinnvoll?

Über die Bewegung feiner Flimmerhärchen im Gehörgang transportiert der Körper überschüssiges Ohrenschmalz sowie Staub- und sonstige Schmutzpartikel selbst nach außen. Bei manchen Menschen kann sich das Cerumen jedoch verhärten. Dann eignen sich spezielle Produkte wie das Ohrenöl von Bene Ohrenpflege, um dieses sanft anzulösen – zum Beispiel auch zur Vorbereitung auf eine Ohrenspülung beim Arzt.

Ohrenschmalz entfernen mit Wattestäbchen?

Leider ist es noch immer gang und gäbe, Ohren mit Wattestäbchen zu reinigen. Das begünstigt jedoch die Entstehung hartnäckiger Ohrenschmalzpfropfen im Innenohr und kann außerdem zu ernsthaften Verletzungen führen

Grund dafür ist, dass der Einsatz von Wattestäbchen Verunreinigungen und Ohrenschmalz nur weiter in das Innere des Ohres in Richtung Trommelfell schiebt, anstatt diese nach außen zu befördern. So entsteht womöglich ein Pfropf, den ein Facharzt entfernen muss.

Das harte Innenteil der Stäbchen (aus Plastik oder Pappe) kann zudem Verletzungen an der empfindlichen Ohrenhaut verursachen. Das Wattestäbchen sollten Sie deshalb unbedingt aus Ihrer Ohrenpflege verbannen.

Ohren nur vorsichtig reinigen

Wie funktioniert schonende Ohrenpflege also richtig? Generell reicht es aus, wenn Sie bei der täglichen Körperpflege die Ohrmuschel mit einem weichen Tuch und lauwarmem Wasser auswischen, denn die Selbstreinigung des Gehörgangs ist ein ausgeklügelter Prozess, der in der Regel nur geringe Unterstützung benötigt. Beschränken Sie sich beim richtigen Putzen der Ohren unbedingt nur auf das Außenohr. Es gilt die Regel: Nicht weiter als bis zur Öffnung des Gehörgangs.

Ohrenpflege bei Babys und Kindern

Babys, Kleinkinder und auch größere Kinder benötigen eine besonders behutsame Ohrenpflege. Die Ohrenhaut und Gehörgänge sind bei ihnen noch so empfindlich, dass diese nur mit größter Vorsicht gereinigt werden sollten. Ebenso wie bei Erwachsenen reicht eine schonende Reinigung der Ohrmuschel mit warmem Wasser aus.

Ohrenpflege im Sommer

Gerade im Sommer halten sich Menschen oft und gern im Wasser auf. Ganz gleich, ob am Badesee oder im Pool – der ständige Kontakt mit Wasser weicht mit der Zeit die Haut auf und macht die natürliche Schutzbarriere durchlässiger – auch im Ohr. Wichtig ist es daher, den Ohren immer mal wieder eine Pause zu gönnen, sie richtig zu trocknen und gegebenenfalls zur Pflege ein Ohrenöl zu verwenden.

Wie viel Ohrenschmalz ist normal?

Üblicherweise verfügt unser Körper über genau die richtige Menge an Ohrenschmalz, die gebraucht wird. In der Regel müssen Sie dieses deshalb nicht regelmäßig selbst entfernen. Es gibt jedoch einige äußere Faktoren, welche die Produktion von Cerumen beeinflussen können.

Erbliche Faktoren, das Tragen eines Hörgerätes, häufiges Verwenden von In-Ear-Kopfhörern und der nächtliche Einsatz von Ohrenstöpseln können die Produktion von Ohrenschmalz anregen. Eine gründliche Ohrenpflege mit speziellen Pflegeprodukten ist dann zusätzlich zur Reinigung mit lauwarmem Wasser in regelmäßigen Abständen anzuraten.

Gerade wer erblich bedingt zu einer gesteigerten Ohrenschmalz-Produktion neigt oder beruflich stärkere Verschmutzungen zu befürchten hat, sollte regelmäßig einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, um die Ohren untersuchen und gegebenenfalls spülen zu lassen. Auch die frühzeitige Entfernung von sich bildenden Ohrenschmalzpfropfen kann so gewährleistet werden.

Fazit

Ohrenpflege gehört zur täglichen Körperpflege dazu – allerdings schonend und ohne Wattestäbchen. Reinigen Sie das äußeren Ohr am besten direkt beim Duschen oder Baden mit lauwarmem Wasser und trocknen Sie die Ohrmuschel im Anschluss mit einem weichen Handtuch gründlich ab.

Gröbere Verschmutzungen können Sie mit speziellen Ohrenpflege-Produkten, wie etwa Ohrensprays oder Ohrenölen, durchführen. Bei unklaren Beschwerden oder festsitzenden Ohrenschmalzpfropfen sollten Sie jedoch in jedem Fall einen Facharzt konsultieren. (ak)