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Queere Fernsehvielfalt

ZDF zeigt Deutschlands erste lesbische TV-Serie

Nach der schwulen ARD-Miniserie "All you need" sorgt die ZDF-Produktion "Loving Her" ab 1. Juli für lesbische Sichtbarkeit. Regie führte Leonie Krippendorf, in der Hauptrolle ist Banafshe Hourmazdi zu sehen.


Hanna (Banafshe Hourmazdi, re.) läuft vor ihrem Abschied aus Berlin ausgerechnet ihrer Jugendliebe Franzi (Lena Klenke) über den Weg (Bild: Marcus Glahn / ZDF)
  • 26. Mai 2021, 05:05h 10 3 Min.

Das deutsche Fernsehen wird vielfältiger: Ab dem 1. Juli ist die neue lesbische Instant-Dramaserie "Loving Her" in der ZDF-Mediathek abrufbar. Das gab der öffentlich-rechtliche Sender in dieser Woche bekannt. Am Samstag, den 3. Juli, erfolgt ab 21.40 Uhr zudem die Free-TV-Ausstrahlung bei ZDFneo. Der Spartensender zeigt hintereinander alle sechs Episoden, die jeweils rund 15 Minuten lang sind.

"Loving Her" erzählt die Geschichte von Hanna (Banafshe Hourmazdi, "Futur Drei", "Kokon") und ihren Beziehungen mit verschiedenen Frauen. Hanna ist Mitte Zwanzig, lebt in einer Berliner WG und hat gerade ihr Studium abgeschlossen. Weil sie in Coronazeiten keinen Job findet, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zurück zu ihren Eltern zu ziehen. Kurz bevor sie das Kapitel Berlin zuschlägt, läuft sie ihrer Jugendliebe Franzi (Lena Klenke, "How to Sell Drugs Online (Fast)") über den Weg – und die hat ausgerechnet ihre neue Freundin im Arm.

"Authentisch, facettenreich und manchmal auch absurd komisch"

Hanna beginnt, sich an ihre Zeit in Berlin zu erinnern, und lässt ihre vergangenen Beziehungen und Affären Revue passieren. Mit jeder ihrer Exfreundinnen verbindet Hanna etwas anderes, und jede Beziehung hat ihren Teil dazu beigetragen, dass Hanna die Frau wurde, die sie heute ist. In weiteren Rollen spielen unter anderen Karin Hanczewski, Emma Drogunova, Larissa Sirah Herden und Soma Pysall.

"Als ich mich selbst als Teenager das erste Mal in ein Mädchen verliebte, habe ich Serien, Geschichten und Erzählungen über queere Frauen und ihre Lebenswelt vermisst", erklärte Autorin Marlene Melchior laut DWDL.de zur Serie. Umso mehr habe sie sich gefreut, mit "Loving Her" über eine lesbische junge Frau erzählen zu können, deren Liebesleben "authentisch, facettenreich und manchmal auch absurd komisch" sei: "Wir erleben das Ende einer großen Liebe, das Erfahren von oberflächlichem Sex, die Fallstricke des Verknalltseins und den Reiz einer verbotenen Affäre. Wir erzählen auch von inneren Konflikten, zum Beispiel wenn man realisiert, dass eine Trennung unausweichlich ist."

Adaption der niederländischen Serie "Anne+"

Die erste lesbische TV-Produktion aus Deutschland ist eine Adaption der niederländischen Serie "Anne+". Regie führte Leonie Krippendorff ("Looping", "Kokon"). Die Dreharbeiten hatten erst Mitte März in Berlin begonnen (queer.de berichtete). Sogenannte Instant-Serien werden in einem beschleunigten Produktionsprozess realisiert, so dass sie, auch als fiktionale Programme, einen aktuellen Bezug herstellen können.

"Loving Her" folgt nur acht Wochen nach der ARD-Miniserie "All you need", die vom Leben von vier schwulen Männern in Berlin handelt (queer.de berichtete). "All you need" wurde innerhalb von zehn Tagen insgesamt 1,1 Millionen Mal in der ARD-Mediathek abgerufen (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 DramaQueen25Anonym
  • 26.05.2021, 08:35h
  • na, das hört sich doch schon viel besser an! Und das Drehbuch stammt von einer lesbischen Autorin. Da kann frau mehr erwarten, als den Blödsinn in "All you need"!
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#2 AtreusEhemaliges Profil
  • 26.05.2021, 09:34h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen25
  • Blödsinnig ist es, wenn man vorab und aufgrund einer Ankündigung, bereits das Prädikat wertvoll verhängt, obwohl man noch nicht eine Sekunde der Serie zu Gesicht bekam und obendrein durch einen Drehbuchvergleich den Eindruck erweckt, die hiesige hätte durch ihre lesbische Autorin einen wesentlichen Vorteil gegenüber All you need. Leztere wurde von Benjamin Gutsche geschrieben, der auch Regie führte und seines Zeichens ein schwuler Mann ist.
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#3 NickAnonym
  • 26.05.2021, 09:44h
  • 6x ca. 15 min?
    Also quasi ein 90 Minüter. Was neu ist, ist die Stückelung. :)
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