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Berlin

Gedenktafeln für Homosexuellen-Bewegung beschädigt

Das Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer wurde zum wiederholten Mal Opfer von Vandalismus.


Die Gedenktafeln am Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung in Berlin (Bild: Shisma / wikipedia)

Unbekannte haben eine der beiden Gedenktafeln am Denkmal für die erste Homosexuelle Emanzipationsbewegung in Berlin-Moabit beschädigt. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Freitagvormittag.

Laut Polizeibericht wurden Beamt*innen am Donnerstag gegen 19.45 Uhr zum Magnus-Hirschfeld-Ufer alarmiert. Dort stellen sie fest, dass Porträtaufnahmen auf der Tafel durch Feuer beschädigt worden waren. Zu sehen sind dort die LGBTI-Aktivisten Anita Augspurg (1857-1943), Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) und Magnus Hirschfeld (1868-1935).

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Dieses Vorgehen ist bei Fällen von vermuteter Hass-Kriminalität in der Hauptstadt üblich.

Gedenktafeln wurden bereits mehrfach beschädigt

Das Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung wurde 2017 am Spreeufer zwischen Luther- und Moltkebrücke in Berlin eröffnet. Bereits seit 2011 stehen hier die beiden Gedenktafeln. Seit 2008 trägt der Uferabschnitt den Namen Magnus-Hirschfeld-Ufer. Magnus Hirschfeld startete die Bewegung vor 120 Jahren mit der Gründung seines Instituts in Sichtweite dieses Ortes, auf der gegenüberliegenden Seite der Spree.

Die Gedenktafeln waren bereits in den vergangenen Jahren mehrfach beschädigt oder verbogen worden, zuletzt im April 2021. Weitere Vandalismus-Fälle wurden von der Polizei im August 2019, im Oktober 2018 und im August 2017 gemeldet – damals kurz vor der Einweihung des Denkmals, das neben den Tafeln mit meterhohen künstlichen Calla-Lilien an die homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnert. (cw/pm)



#1 Ralph
  • 28.05.2021, 10:42h
  • Das ist "normal" im Thierse'schen Sinne. LSBTI geht es nicht anders als Juden. In der mir benachbarten Stadt gibt es ein jüdisches Gemeindezentrum, dessen Außenfront zur Straße hin mit leicht abwaschbaren Platten versehen ist, um die dort immer wieder draufgeschmierten Hakenkreuze und antisemitischen Parolen leichter entfernen zu können. Das ist Alltagsgeschäft. Im unteren Bereich sind die Platten vom vielen Abwaschen schon deutlich heller als weiter oben. Es ist zum Verzweifeln.
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#2 TheChrissAnonym
  • 28.05.2021, 11:28h
  • Berlin? Wundert mich nicht großartig. Wenn ich mir die Meldungen aus Berlin sonst so anschaue und das Statement von Kevin Kühnert vor einiger Zeit, dann scheint das dort leider Alltag zu sein.
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#3 LotiAnonym
#4 klar dochAnonym
  • 28.05.2021, 13:11h
  • Antwort auf #2 von TheChriss
  • wenn andere städte solche gedenkorte erst gar nicht einrichten und außerdem homophobe taten nicht als solche erfassen, dann scheint es natürlich so, als wäre es andernorts ruhiger. ist es aber nicht.
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#5 Sven100Anonym
  • 28.05.2021, 13:57h
  • Ich sage noch einmal, was ich hier schon oft geschrieben habe: Eine solche Gedenktafel gehört nicht in eine nachts wenig belebte Gegend, sondern mitten in die Stadt!
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#6 Lars3000Anonym
  • 28.05.2021, 14:50h
  • Antwort auf #5 von Sven100
  • Die Gedenktafeln stehen gegenüber von dem Ort, an dem Hirschfeld dein Institut hatte. Außerdem sehen es viele Tourist:innen auf dem Weg von Schloss Bellevue zum Kamnzerl:innenamt. Der Ort ist richtig. In einer belebten Gegen ist die Gedenktafel am Nollendorfplatz, und auch die wird beschmiert. Das Problem sind nicht die Orte, sondern diere gesellschacftlich verbreitete Schwulenhass. Aber queeere Menschen zu schützen, hat der Bundesrt ja gerade abgelehnt. Tierschutz steht als Staatsziel im Grundgesetz, LGBT*IQ-Schutz hingegen nicht. Das sagt alles über dieses Land, in dem die Volksvertreter:innen Schweine und Hunde besser schützen als Queers.
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#7 Lars 3000Anonym
#8 LeashAnonym
  • 28.05.2021, 15:01h
  • Kann man da nicht mal ne Kamera aufstellen? Ist vielleicht günstiger auf Dauer als immer Reinigung und Polizeiarbeit zu bezahlen... oder von mir aus nur ein Schild "dieses Objekt wird videoüberwacht" mit irgendwas was aussieht wie ne Kamera
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#9 LotiAnonym
#10 Sven100Anonym