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Queerer streamen

Disney+ feiert CSD-Saison mit "Love, Victor" und "Pride"

Zur CSD-Saison bringt der Streamingdienst zwei neue queere Staffeln an den Start.


Was treibt Victor (Michael Cimino) in Staffel zwei? (Bild: Hulu)
  • 28. Mai 2021, 12:39h, noch kein Kommentar

Im Rahmen des internationalen Pride Month nimmt das Streamingportal Disney+ im Juni zwei queere Serien ins Programm auf: Ab dem 18. Juni wird eine Woche nach der US-Premiere die zwei Staffel der schwulen Jugendserie "Love, Victor" gezeigt. Am 25. Juni folgt die sechsteilige Dokumentarserie "Pride", die vom Kampf der LGBTI-Bürgerrechte in den Vereinigten Staaten handelt. Die Serie war ursprünglich Mitte Mai im US-Kabelsender FX gezeigt worden und hatte sehr gute Kritiken erhalten.

"Love Victor" war erst vor wenigen Monaten bei Disney+ in Deutschland angelaufen (queer.de berichtete). Die zweite Staffel beginnt mit dem frisch geouteten Victor (Michael Cimino), der sein vorletztes Schuljahr an der Creekwood High beginnt. Sein Coming-Out bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich: Victor trifft auf eine Familie, die mit seiner Enthüllung kämpft. Außerdem gibt es Mia (Rachel Naomi Hilson), seine Ex-Freundin mit gebrochenem Herzen. Zudem wird der Elftklässler mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die es mit sich bringt, ein offen schwuler Star-Athlet zu sein – und das alles passiert, während er die Höhen und Tiefen seiner neuen Beziehung mit Benji (George Sear) erlebt. "Love, Victor" basiert auf dem Spielfilm "Love, Simon" aus dem Jahr 2018.

In "Pride" erkunden sechs renommierte Regisseur*innen der LGBTI-Community heldenhafte und herzzerreißende Geschichten, die Amerika als Nation definieren: Die Serie spannt einen Bogen von der FBI-Überwachung Homosexueller während des "Lavender Scare" in den Fünfzigerjahren bis zu den "Culture Wars" der Neunzigerjahre. Darüber hinaus wird das queere Erbe der Bürgerrechtsbewegung erforscht und der Kampf um die Gleichstellung der Ehe betrachtet, der 2015 gewonnen wurde (queer.de berichtete).

Neben wenig bekannten Persönlichkeiten wie Madeleine Tress oder dem Videofilmer Nelson Sullivan aus den Achtzigerjahren, der während der Aids-Epidemie New York City dokumentierte, zeigt die Serie auch internationale Persönlichkeiten wie den Bürgerrechtspionier Bayard Rustin, die Schriftstellerin Audre Lord und die Senator*innen Tammy Baldwin und Lester Hunt. Die Entwicklung von Trans-Rechten und -Identitäten über die Jahrzehnte wird durch Interviews und Archivmaterial von Pionieren wie Christine Jorgensen, Flawless Sabrina, Ceyenne Doroshow, Susan Stryker, Kate Bornstein, Dean Spade und Raquel Willis erörtert.

Disney+ kostet monatlich 8,99 Euro. Der Dienst hat eigenen Angaben zufolge weltweit 100 Millionen Abonnent*innen. (cw)