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Niedersachsen

Evangelische Gemeinde feuert queerfeindlichen Pastor

Marcus Piehl, Pastor der St.-Johannis-Gemeinde in Nordstemmen, bezeichnete queere Menschen als "Angriff auf Gottes Ordnung". Der Kirchenvorstand sucht nun einen Nachfolger.


Marcus Piehl war seit 2016 Pfarrer der evangelisch-lutherischen St.-Johannis-Gemeinde in Nordstemmen

Nach queerfeindlichen Äußerungen will die evangelische Kirchengemeinde St. Johannis im niedersächsischen Nordstemmen ihren Pastor Marcus Piehl loswerden. Der Kirchenvorstand habe sich für einen personellen Neuanfang im Pfarramt ausgesprochen und befürworte einen Wechsel Piehls auf eine andere Stelle, teilte der Kirchensprengel Hildesheim-Göttingen am Freitag mit.

Marcus Piehl hatte Anfang des Monats in einem Gemeindebrief u.a. gegen intergeschlechtliche und nichtbinäre Menschen sowie gegen die Ehe für alle gewettert und dabei die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als "Angriff auf Gottes Ordnung" bezeichnet. Kinder in Regenbogenfamilien liefen darüber hinaus Gefahr, psychisch krank zu werden. Seine Attacke untermauerte Piehl mit der Drohung: "Gott ist durchaus auch einer, mit dem nicht zu spaßen ist" (queer.de berichtete).

Piehl rang sich zu einer späten Entschuldigung durch

Die Landeskirche Hannover, die beiden Superintendenten im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld und der Gemeindevorstand hatten sich umgehend von dem Pfarrer distanziert. Mehrere Gemeindemitglieder drohten zudem mit Kirchenaustritt, sollte der Pastor weiter in Nordstemmen predigen. Auch sollen Eltern ihre Kinder aus der Jugendarbeit der Gemeinde genommen haben. Piehl selbst reagierte mit einer späten Entschuldigung. "Ich bedauere aufrichtig die Verletzungen und Irritationen, die dieser Artikel ausgelöst hat", teilte er in einer persönlichen Erklärung mit (queer.de berichtete).

"Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher hoffen, dass ein Neuanfang im Pfarramt dazu beiträgt, die Polarisierung, die in der Gemeinde in Folge des Artikels entstanden ist, zu überwinden", erklärte Superintendent Christian Castel zur Entscheidung der Kirchenvorstands. "Künftig soll wieder die vielfältige Gemeindearbeit im Vordergrund stehen." Über Piehls künftige Aufgaben sei die Landeskirche Hannover mit dem Pastor im Gespräch. (cw)



#1 Julian SAnonym
  • 29.05.2021, 10:28h
  • Das ist die einzige richtige Reaktion.

    Wer gegen andere Menschen hetzt, kann nicht als Pastor vor einer Gemeinde predigen. Das schließt sich aus.

    Aber solange die Evangelische Kirche nicht in allen Fällen so vorgeht (Stichtwort: Latzel und "todeswürdig") bleiben das Einzelfälle und kein generelles Umdenken der Kirche.
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#2 AtreusProfil
  • 29.05.2021, 14:39hSÜW
  • Hier wird dasselbe schmutzige Prinzip wie beim Kindesmissbrauch angewandt. Herr Piel hat seine grundgesetzfeindliche Gesinnung öffentlich gemacht und wird, statt entfernt zu werden, auf einen Posten mit minimierter Schallmauer versetzt. Die Gesinnung jedoch, hat sich nicht verändert und kann mit biblischer Verklärung andersorts ausgelebt und auf andere Menschen übertragen werden.

    Die Vermutung liegt nahe, dass wenn Herr Piel auf eine ähnlich breite, hasserfüllte Herde wie Herr Latzel zugreifen hätte können, es überhaupt keine Sanktionen gegeben hätte und die evangelischen Chefideologen "buisness as usual" ausgerufen hätten.
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#3 KoppsiProfil
  • 30.05.2021, 08:10hGarmisch-Partenkirchen
  • Warum wird über künftige Aufgaben diskutiert?
    Er hat keine Aufgaben mehr zu haben!!!
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#4 RebeccaProfil
  • 30.05.2021, 09:24hBerlin
  • Antwort auf #2 von Atreus
  • Richtig !

    Was nützt es, den Pastor aus dieser Gemeinde zu entfernen und woanders, wo er sein Gift weiter verbreiten kann, dann einzusetzen ?

    Soll er in Gegenden, wo es keine sexuelle Minderheit gibt ?

    Die kann man in Deutschland kaum finden. Und im Ausland haben die Leute schon genügend Idioten, die queerfeindliche Reden halten.

    Am Besten, der Pastor schult um, z.B als Philosoph, dann kann er schreiben, was er will, was aber vermutlich niemand lesen wird.
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#5 genau lesenAnonym
  • 30.05.2021, 19:45h
  • "Ich bedauere aufrichtig die Verletzungen und Irritationen, die dieser Artikel ausgelöst hat"

    er bedauert also nicht, was er gesagt hat!

    über weitere aufgaben sollte nicht diskutiert werden. maximal sollte dieser mann in der kirchenverwaltung ohne entscheidungsspielraum weiterbeschäftigt werden, aber mit menschen, gescheige jungen menschen, darf er beruflich nichts mehr zu tun haben.

    mal sehen, ob die evangelen so aufrichtig und konsequent sind, ihren warmen wohlfeilen worten auch harte taten folgen zu lassen. noch zweifele ich.
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#6 LeashAnonym
  • 31.05.2021, 11:33h
  • "Mehrere Gemeindemitglieder drohten zudem mit Kirchenaustritt, sollte der Pastor weiter in Nordstemmen predigen." Dafür mal danke
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