Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38999

Polizeibericht

Schwulenfeindliche Gewalt: Erst Penis gezeigt, dann zugeschlagen

In Berlin-Neukölln wurden zwei junge Schwule am Samstagabend aus einer Jugendgruppe heraus erst beleidigt und dann körperlich attackiert. Ein 17-Jähriger soll sich dabei entblößt haben.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich queerfeindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: TechLine / pixabay)

In Berlin-Neukölln kam es am späten Samstagabend zu einem homophoben Vorfall. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntagmittag,

Laut Polizeibericht waren zwei schwule Männer gegen 23.25 Uhr in der Sonnenallee unterwegs und trafen auf eine Jugendgruppe, mit welcher sie zunächst in ein Streitgespräch gerieten. Nachdem die beiden 24- und 26-Jährigen homophob beleidigt worden waren, entblößte einer aus der Gruppe seinen Genitalbereich. Anschließend wurden beide Männer mit Schlägen gegen den Kopf attackiert und dabei verletzt.

Der mutmaßliche "Entblößer" wurde seinem Vater übergeben

Alarmierte Einsatzkräfte konnten wenig später in der Umgebung einen flüchtigen Verdächtigen festnehmen. Bei dem 17-Jährigen soll es sich um den "Entblößer" handeln. Er kam zur einer erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Polizeidienststelle. Von dieser konnte der Vater seinen Zögling anschließend abholen.

Die Ermittlungen zu den weiteren Tatbeteiligten wegen Körperverletzung und Beleidigung hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zur Jugendgruppe wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Homofeindlicher Vorfall auch in Steglitz

Erst am Freitagabend war eine junge Frau in Berlin-Steglitz von einem Unbekannten erst lesbenfeindlich beleidigt und dann geschlagen worden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 LotiAnonym
  • 30.05.2021, 13:46h
  • Feiges Pack. Immer in Gruppen auftretend. Aber für diese Gegend in Berlin überrascht mich das nicht. Alleine hätte der Jugendliche sowas nie und nimmer getan.
    Bin damals 2001 genau wegen solch Idioten aus Neukölln weggezogen. Benehmen sich, als gehöre ihnen die Sonnenallee und andere Ecken. Um welche Gruppierungen es sich handelt, muß ich wohl hier nicht extra erwähnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FelixAnonym
  • 30.05.2021, 14:06h
  • Ich finde es sehr bedenklich, dass es in Berlin immer wieder zu verbalen und physischen Attacken gegen LGBTIQ und Jüd*innen kommt.
    Hier wünsche ich mir mehr law and order. Warum kann man bei solchen Hassverbrechen die Täter nicht 5 Jahre einbuchten?
    Meistens kommen die doch mit Geldstrafe oder Bewährung davon.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
  • 30.05.2021, 14:40h
  • Antwort auf #2 von Felix
  • Ich kann Deine Wut sehr gut nachvollziehen. Stehe im selben Wiederspruch wie Du. Einerseits wünsche ich mir solch Täter möglichst für einen Zeitraum hinter Gittern. Andererseits handelt es sich wie im besagten Fall noch um einen Jugendlichen. Mit solch einer Vorstrafe wäre ihm die weitere Zukunft versperrt. Und ob dies der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FelixAnonym
#5 WadimAnonym
  • 30.05.2021, 16:55h
  • Antwort auf #4 von Felix
  • "ein Versagen der Eltern, wenn sich deren 17-jähriger Sohn so benimmt. "- denkst du, dass sie ihn nicht
    homophob erziehen wollten? Ich denke, er ist genauso, wie die Eltern ihn haben wollen.
    Ausgenommen das Peniszeigen, das ist bei ihnen haram. Und dafür kriegt der Arme ordenlich Prügel.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TeufelskreisAnonym
  • 30.05.2021, 17:29h
  • Antwort auf #5 von Wadim
  • Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen. Alles bis auf das Entbößen ist vermutlich Produkt der häuslichen und religiösen (V)Erziehung.

    Wie aus Untersuchungen bekannt ist, werden Geschlagene sehr häufig später selbst zu Schlägern. Und alles geht von vorne los.

    @Felix #2 Fünf Jahre Haft für Schlägerei ist vermutlch unangemessen, auch wenn sie hassgetrieben ist. Aber vielleicht drei Jahre Verwahrung mit der Auflage, eine Ausbildung abzuschließen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FelixAnonym
#8 LotiAnonym
#9 LalaAnonym
  • 30.05.2021, 23:52h
  • Schade, dass immer Rassismus eine Rolle spielt, wenn man seine Wut über Hassverbrechen entlädt. Die Ironie dahinter spricht für sich. Jeder könnte Opfer von Hassverbrechen, Rassismus und Diskriminierung sein. Nicht nur LGBTQ* und JüdInnen. Ich zum Beispiel wurde öfters rassistisch von Deutschen angegangen (es nimmt leider nie ein Ende und wird von Jahr zu Jahr schlimmer) und habe homophobie Sprüche erfahren. Man kann die Dinge aber natürlich nur aus dem eigenen Blickwinkel betrachten. Das ist einfacher.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KaiserAnonym
  • 31.05.2021, 08:47h
  • Es wird mit keiner Silbe erwähnt das die Gruppe Ausländer waren.
    Warum wird jetzt auf einmal sofort darauf eschlossen?
  • Antworten » | Direktlink »