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TV-Tipp

3sat räumt Primetime für queeren Doku-Abend frei

Am 9. Juni zeigt 3sat in zwei Dokumentationen, welche Hürden queere Menschen in der Gesellschaft überwinden müssen.


"Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender" läuft am 9. Juni in Erstausstrahlung (Bild: ZDF / 3sat / Frank Creutz)

Wie offen können Menschen heute ihr Leben, ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität leben? Diese Frage stellt sich das deutsch-österreichisch-schweizerische Gemeinschaftsprogramm 3sat am Mittwoch (9. Juni). Der Sender zeigt zur besten Sendezeit nach der "Tagesschau" zunächst die Dokumentation "Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender" in Erstausstrahlung und anschließend die schweizerische Doku "Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand" in deutscher Erstausstrahlung.

"Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender" läuft um 20.15 Uhr und steht ab Ausstrahlung ein Jahr lang in der 3sat-Mediathek zur Verfügung. Darin werden Mitglieder eines schwulen Fußballclubs in München, ein schwules Paar aus Frankfurt, ein lesbisches Paar aus Zürich, ein schwuler Polizist und Aktivist von "GayCopsAustria" aus Wien und die bayerische trans Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer unter anderem befragt, wie wichtig für sie das Coming-out war. Wo stoßen sie auf gesellschaftliche Grenzen? Was macht ihnen das Leben schwer?

"Ein Coming-out ist wie ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett. Jeder springt für sich allein", so wird auch QUEERKRAM-Podcaster Johannes Kram zitiert. Er fordert unter anderem weitere Coming-out-Aktion wie #Actout (queer.de berichtete).

Im Anschluss folgt die SRF-Doku "Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand" um 21.00 Uhr. Nach Ausstrahlung ist sie 30 Tage lang in der 3sat-Mediathek erhältlich, bereits jetzt kann sie auf Youtube angesehen werden (in der schweizerdeutschen Fassung).

In der Doku erzählen queere Menschen von offensichtlicher und subtiler Diskriminierung und von Gewalt, etwa die nonbinäre Person Lenny (21), die vor etwa vor zwei Jahren etwa einer alkoholisierten Gruppe über den Weg lief. Die jungen Männer drangsalierten ihr Opfer, einer der Täter schlug Lenny eine Bierflasche über den Kopf. Seitdem ist Lenny auf einem Ohr taub und musste den Traum von einer Karriere als Musiker*in aufgeben. Zudem leidet Lenny seit dem Angriff unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und ist in psychiatrischer Betreuung. Dass der Hass gegen Queers eine lange Geschichte hat, zeigt auch das Leben von Liva Tresch. Die 87-jährige Fotografin hat sich früh entschieden, ihre Liebe zu Frauen offen zu leben. Sie stellte sich dem Druck von außen. (cw)



#1 Felix-baerlinAnonym
  • 01.06.2021, 12:51h
  • Schön.
    Noch schöner wäre, wenn der TV-Abend mit einem Feelgood-Movie abschließt. Das würde einigen sicherlich helfen und gut tun.
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#2 NevermindAnonym
  • 01.06.2021, 13:30h
  • Antwort auf #1 von Felix-baerlin
  • Es fehlt doch irgendwie Timm, der schwule Fernsehsender, der vor vielen Jahren nach einigen Monaten des Sendens wieder verschwunden ist. Dort könnte man ein richtig tolles queeres Programm machen. Mittlerweile gibts ja auch vielmehr Material, das da reinpasst, von Heidi Klum bis Judith Butler.
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#3 SöderAnonym
#4 StaffelbergblickAnonym