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"LGBTIQ+ Campus Index"

Kölner Uni am LGBTI-freundlichsten

Beim ersten queeren Index der deutschsprachigen Hochschulen konnten zwei Kölner Universitäten in die Top 3 einziehen.


Die Kölner Uni steht im ersten LGBTQ-Index auf dem ersten Platz (Bild: AStA Uni Köln / flickr)

Die Universität zu Köln führt den ersten "LGBTIQ+ Campus Index" an, der am Montag von der Uhlala Group und der queeren Business-App Proudr veröffentlicht worden ist.

Für den Index waren mehr als 550 Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschrieben worden, um per Selbstauskunft in fünf Bereichen ihr Engagement für LGBTI zu zeigen. So wurden etwa Details zum Diskriminierungsschutz oder Diversity Management abgefragt. Beteiligt an dem Index haben sich allerdings lediglich 62 Universitäten – also etwas mehr als jede Zehnte. Nur zwei der Einrichtungen, die Hochschule für angewandte Wissenschaften Biberach sowie die Technische Universität Bergakademie Freiberg (Sachsen), ließen ihre Antworten darüber hinaus durch die Uhlala Group verifizieren.

Das Ergebnis: Auf dem ersten Platz befindet sich die Universität Köln, die 88 Prozent erreichen konnte. In der Kategorie "Kommunikation und Bekenntnis zu LGBTIQ+" erreichte die 1388 gegründete Hochschule mit derzeit mehr als 50.000 Studierenden sogar 96 Prozent.

An zweiter Stelle folgt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit 86 Prozent vor der Kölner Wirtschaftshochschule CBS (Cologne Business School), die als beste private Universität im Index abgeschnitten hat. Ganz unten auf der Liste befinden sich die Hochschule für Musik Saar (21 Prozent), die Hochschule Esslingen und die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften (je 20 Prozent).


In Deutschland nahmen Hochschulen aus 13 Bundesländern an dem Audit teil (Bild: Uhlala GmbH )

In Österreich und der Schweiz nahmen nur vier bzw. zehn Hochschulen teil. In Österreich ganz vorne liegt die Katholische Privat-Universität Linz mit 61 Prozent, in der Schweiz schaffte es die Université de Lausanne mit 71 Prozent auf den ersten Platz. Die Schweiz hat auch die Hochschule mit der niedrigsten Punktzahl: Das an mehreren Orten ansässige Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) erreichte lediglich 9,8 Prozent. In der Kategorie "Initiativen, Engagement und weitere Angebote" lag die Wertung sogar bei null Prozent.

Höhere Zahlen für große Unis

Große Einrichtungen mit mehr als 1.500 Studierenden erreichten durchschnittlich weit mehr Punkte (49 Prozent) als kleinere Universitäten, Hochschulen und Akademien mit weniger Studierenden (38 Prozent). Allerdings weigerten sich viele große Hochschulen, etwa die Freie Universität Berlin oder die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, an der Befragung teilzunehmen.

"Egal, ob die Bildungseinrichtungen 80 Prozent oder zehn Prozent der Audit-Punkte erreicht haben: Sie alle haben mit ihrer Teilnahme bewiesen, dass sie sich im Bereich LGBTIQ+ messen und verbessern wollen", so das Fazit von Uhlala-Chef Stuart Bruce Cameron. Die teilnehmenden Universitäten hätten deutlich gemacht, "dass sie sich für ihre LGBTIQ+-Studierenden einsetzen wollen und zeigen damit Verantwortung".

Die teilnehmenden Universitäten begrüßten, dass ihnen der Campus Index Verbesserungspotenzial aufzeige: "Der Campus Audit hat uns die Möglichkeit gegeben, einmal innezuhalten, uns selbst auf den Prüfstand zu stellen und wo nötig nachzubessern", erklärte etwa Professorin Elisabeth Fröhlich, die Präsidentin der drittplatzierten CBS-Hochschule. Fröhlich zeigte sich stolz, dass ihre Uni bereits viel auf dem Weg für ein besseres Morgen erreicht habe.

Die detailliertem Ergebnisse des Index werden auf der digitalen "Sticks & Stones", Europas größter queerer Job- und Karrieremesse, am 19. Juni vorgestellt. (dk)



#1 JPT_blnAnonym
  • 01.06.2021, 20:13h
  • Was genau bedeutet es, dass sich Universitäten "geweigert" haben? Haben sie nur einfach keine Angaben gemacht, oder haben sie auf die Anfrage tatsächlich ablehnend geantwortet (womöglich mit Begründung)? Das macht ja einen kleinen Unterschied.
    Dass und warum die allermeisten großen Hochschulen nicht teilgenommen haben, scheint mir eigentlich die wichtigere Nachricht zu sein, der man nachgehen sollte. Denn mit diesem Feld teilnehmender Hochschulen ist es kaum aussagekräftig, wie die Rangfolge aussieht.
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#2 OhjeAnonym
  • 01.06.2021, 21:17h
  • Mich würde ja mal interessieren, wie sich die Selbstauskünfte verifizieren lassen. Bei EON flog der Bluff damals ja auch erst auf, weil ausgerechnet Katharina "Heten-Keimzelle" Reiche im Vorsitz ist...
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