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#ReleaseThe44

Uganda lässt 44 queere Personen festnehmen

Die Schikanen gegen die queere Community in Uganda halten an. LGBTI-Aktivist*innen fordern: #ReleaseThe44.


Erneut nimmt die ugandische Polizei Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung fest (Bild: luctheo / pixabay)

Die ugandische Polizei hat nach Angaben der LGBTI-Organisation Sexual Minorities Uganda (SMUG) am Montag 44 Mitglieder der LGBTI-Community in einer Notunterkunft für queere Menschen nahe der Hauptstadt Kampala festgenommen. Den festgesetzten Personen würden Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen vorgeworfen.

SMUG sieht die Begründung als vorgeschoben an. Die Regierung nutze die Pandemie als Vorwand, queere Menschen hinter Gitter zu bringen: "Leider ist dies nicht das erste Mal, dass die ugandische Polizei Covid-Einschränkungen nutzt, um ugandische LGBTIQ zu belästigen." Dabei verweist die Organisation auf einen Fall aus dem vergangenen Jahr (queer.de berichtete). Laut dem SMUG-Aktivisten Dr. Frank Mugisha würden die Personen derzeit auf einer Polizeistation festgehalten.

Twitter / SMUG2004
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In sozialen Medien wird den Festgenommenen vorgeworfen, einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung beigewohnt zu haben – eine beliebte Taktik von Homo-Hasser*innen. Außerdem werden ungepixelte Fotos und Videos der Festnahme gezeigt.

Die Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera, die für ihr Engagement 2015 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden war, bezeichnete die Festnahmen als Teil einer "Hexenjagd" gegen Homosexuelle.

Twitter / KashaJacqueline
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Uganda, ein 44 Millionen Einwohner*innen zählender Binnenstaat in Ostafrika, zählt zu den homophobsten Ländern des Kontinents. Derzeit können sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit lebenslanger Haft bestraft werden, es wird aber seit Jahren immer wieder über die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität diskutiert (queer.de berichtete). Zuletzt beschloss das Land ein Sexualstrafrecht, das an der Verfolgung Homosexueller festhält (queer.de berichtete). Umfragen zufolge steht eine große Mehrheit der Bevölkerung hinter der Kriminalisierung und Verfolgung sexueller Minderheiten. (cw)



#1 sven100Anonym
#2 AtreusProfil
  • 01.06.2021, 21:31hSÜW
  • Uganda hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stabilisierenden politischen Kraft in Ostafrika entwickelt und setzt sich aktiv für Frieden, Sicherheit und regionale Kooperation ein. Die Politik der ugandischen Regierung ist entwicklungsorientiert. Ugandas Regierung verfolgt eine sehr großzügige Flüchtlingspolitik, die weltweit als beispielhaft anerkannt wird. Deutschland zählt zu den wichtigsten Gebern des ostafrikanischen Landes.

    Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

    D.h. in Zahlen aisgedrückt: mehr als 250 Millionen deutsche Euro, seit 2004, "trotz (Achtung Pointe) großer Herausforderungen wie der weit verbreiteten Korruption..."!

    Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda seit der Kolonialzeit strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich. Seit Unabhängigkeit Ugandas ist keine gerichtliche Verurteilung auf der Grundlage dieser Strafvorschriften mehr erfolgt. Eine aktive Verfolgung Homosexueller durch Staatsorgane im privaten Bereich findet nicht statt, jedoch gelegentlich im öffentlichen Raum. Homosexualität ist quer durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch stark tabuisiert.

    Quelle: Auswärtiges Amt

    Fazit: Wir unterstützen (wiedermal) direkt staatlichen Terror und deren Vollstrecker, weil sie uns Flüchtlinge vom Hals halten und obwohl wir wissen, dass das Geld niemals in die vorgesehenen Projekte fließt. Armes Deutschland, arme queere Ugander*innen.
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#3 LorenProfil
  • 02.06.2021, 00:51hGreifswald
  • Antwort auf #2 von Atreus
  • Für die "Festung Europa" lässt man halt manche über die Klinge springen und sonnt sich dann in Sonntagsreden über die eigene "humanitäre" Politik. Leider werden auch meine Steuergelder dafür in Anspruch genommen.
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