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USA

Trans-Verbot im Schulsport jetzt auch in Florida

Ausgerechnet am 1. Tag des Pride-Monats Juni unterzeichnete der republikanische Gouverneur Ron DeSantis in einer christlichen Schule ein transfeindliches Gesetz.


Gouverneur Ron DeSantis brachte zur Unterzeichnung seine älteste Tochter Madison mit

Der US-Bundesstaat Florida schließt trans Schülerinnen vom Mädchen-Schulsport aus. Der republikanische Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnete am Dienstag in einer christlichen Schule in Jacksonville ein Gesetz, wonach sich trans Mädchen künftig mit Jungen im Sport an öffentlichen Schulen messen müssen. "Wir glauben, dass es sehr wichtig ist, dass die Integrität der Wettbewerbe bewahrt wird", sagte DeSantis. "Wir halten uns an die Biologie und nicht an die Ideologie, wenn wir Sport machen."

Die Unterzeichnung in Florida erfolgte am ersten Tag des "LGBTQ Pride Month", der jedes Jahr im Juni vor allem in den USA gefeiert wird. "Schockierend", kommentierte der schwule Demokraten-Politiker Carlos Smith den Schritt auf Twitter. "Das schürt Transfeindlichkeit und gefährdet verletzliche Kinder ohne guten Grund."

Twitter / CarlosGSmith
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Transfeindliche Gesetze auch in anderen Bundestaaten

Zuvor hatten in den USA bereits andere republikanisch regierte Bundesstaaten ähnliche Maßnahmen beschlossen, zuletzt Mississippi, Alabama und Kansas, bzw. auf den Weg gebracht (queer.de berichtete). Vorbild ist ein im vergangenen Jahr in Idaho erlassenes Gesetz (queer.de berichtete). Dieses wird derzeit von Gerichten auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft.


Trans Aktivist*innen protetierten am Dienstag in Jacksonville gegen die Unterzeichnung des Gesetzes (Bild: Rep. Carlos G Smith / twitter)

Laut Beobachter*innen sind zunehmende entsprechende Initiativen nach der Wahlniederlage von Donald Trump im November und dem gescheiterten Putschversuch im Januar ein Mittel der Republikaner, um Wähler*innen zu halten bzw. zurückzugewinnen (queer.de berichtete). LGBTI-Akivist*innen fühlen sich dabei an Anti-"Gay Marriage"-Initiativen aus den frühen Nullerjahren erinnert, die vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush angetrieben worden waren (queer.de berichtete). Inzwischen sind Lesben und Schwule laut Umfragen in den Vereinigten Staaten aber weitgehend akzeptiert, während die US-Bevölkerung noch immer eine große Anzahl an Vorurteilen gegen trans Menschen hegt. (cw)



#1 FairnessAnonym
  • 02.06.2021, 08:15h
  • "Wir halten uns an die Biologie und nicht an die Ideologie, wenn wir Sport machen."

    Nö, Ihr Verständnis von Biologie IST Ideologie.
    Was mich auch interessieren würde: Geht es hier um eine Grundschule oder um eine Oberschule?
    Während meiner Grundschulzeit hatten alle Geschlechter zusammen Sportunterricht. Und in der Oberschule auch hin und wieder.
    Wo bleibt der Schrei nach Fairness bei Körpergröße, Gewicht und Beinlänge?
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#2 PschoAngelProfil
  • 02.06.2021, 09:21hWesterstede
  • Mit anderen Worten: Man lässt Trans* Frauen (möglicherweise schon auf Hormonen/Hormonblockern) im Wettkampf mit Cis Männern, bei denen man rein biologisch gar nicht mithalten kann... Das klingt nicht wirklich fair oder?

    1. Geht es hier NUR um Schulsport, heißt also NUR um eine Schulnote!!!
    2. Selbst in sportlichen Wettkämpfen gibt es mittlerweile genug Studien die aufzeigen, dass 2-3 Jahre auf Hormonen ausreichen, um das Level von Cis Frauen & Trans Frauen auszugleichen.
    3. Wenn man vor der Pubertät schon Hormonblocker bekommt gibt es diesen "Vorteil" überhaupt nicht!

    Trans* Männer dürfen doch bestimmt im Männerschulsport mitmachen oder? Die hätten mit deren Logik ja nur einen Nachteil und das ist ja Ok...
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#3 LegatProfil
  • 02.06.2021, 10:13hFrankfurt am Main
  • So sieht die grinsende Fratze des Hasses aus. Dieser Gouverneur ist ein bekennender Trumpist, der gezielt dafür gesorgt hat, dass BPoC Wähler*innen, die mehrheitlich demokratisch wählen, von der Wahl ausgeschlossen werden. Ein korrupter Machtpolitiker wie er im Buche steht, welcher der Welt etwas über "Moral" erklären will. Das arme Mädchen im Bild tut mir leid.
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#4 SebiAnonym
#5 Carsten ACAnonym
  • 02.06.2021, 10:26h
  • Mit welchem arroganten, selbstverliebten Grinsen der seine Unterschrift präsentiert...

    Und auch seine Tochter wird mit ins Bild gezerrt und für seine Zwecke instrumentalisiert, obwohl sie viel zu jung ist, um überhaupt zu verstehen, worum es da geht. Entsprechend verängstigt und eingeschüchtert guckt sie auch... Aber solche Leute schrecken vor nichts zurück. Nicht mal vor der Instrumentalisierung der eigenen Kinder.
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#6 Auch NichtAnonym
  • 02.06.2021, 11:17h
  • Antwort auf #2 von PschoAngel
  • Nee, trans Jungen werden auch in den Mädchensport gezwungen, und dann kommt die Welle der Empörung, dass das die armen cis Mädchen in Gefahr bringt. Siehe Mack Beggs, ich glaube das war der Name.
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#7 PetterAnonym
  • 02.06.2021, 11:53h
  • Der Gleichheitsgrundsatz ist ein Grundprinzip des demokratischen Rechtsstaats. Wo das nicht gilt, liegt keine Demokratie und keine Rechtsstaatlichkeit vor.
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#8 DramaQueen24Profil
  • 02.06.2021, 12:47hBerlin
  • Es geht nicht um transsexuelle Kinder im Schulsport. Die werden nur benutzt, um Wählerstimmen bei der weißen, homophoben und transphoben Landbevölkerung zu kriegen. Letztendlich geht es der GOP, wie viele Beispiele im Zusammenhang mit Pinocchio Trump zeigen, um den Machterhalt, und darum, ins WH zu kommen.
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#9 DramaQueen24Profil
  • 02.06.2021, 12:52hBerlin
  • Antwort auf #1 von Fairness
  • "Wir halten uns an die Biologie und nicht an die Ideologie, wenn wir Sport machen."

    Für die GOP und Fundichristen, ist Biologie Bestimmung, und nicht eine Wahl. Gerade bei ihnen werden die "traditionellen" Rollenbilder hochgehalten, und dabei vieles vertuscht. Nicht umsonst sind viele republikanische Abgeordnete (weit mehr als bei den Demokraten) in Sexskandale verwickelt.
    Und bei den Kirchen sieht es ähnlich aus!
    Apropos: Viele in der GOP glauben auch heute noch, auch, wenn sie es nie offen sagen würden, dass andere "Rassen" als die weiße Rasse, "minderwertiger" sind.
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#10 DramaQueen24Profil
  • 02.06.2021, 12:55hBerlin
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Geht leider nicht, denn Schulangelegenheiten sind Sache eines jeden Staates. Der Bund kann nur eingreifen, wenn jemand aufgrund von Rasse, Religion oder Geschlecht, diskriminiert wird. Vielleicht sollte man sexuelle Präferenz und Geschlechtsidentität zu der Liste zufügen? Aber die GOP wird sich dagegen wehren. Und leider haben wir nicht die absolute Mehrheit im Senat und Kongress.
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