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Neue Zahlen

NRW: Anteil gleichgeschlechtlicher Eheschließungen stark rückläufig

Im Corona-Jahr 2020 haben in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Menschen geheiratet als 2019. Noch stärker als der Anteil heterosexueller Ehen ging der Anteil gleichgeschlechtlicher Ja-Wörter zurück.


2020 wollten weit weniger gleichgeschlechtliche Paare heiraten als noch im Jahr zuvor

Der Anteil gleichgeschlechtlicher Eheschließungen im bevölkerungsreichsten Bundesland lag 2020 nach Angaben des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen vom Mittwoch bei 2,8 Prozent. Im Vorjahr hatte der Anteil noch 3,6 Prozent betragen (queer.de berichtete). 2018 waren sogar 8,5 Prozent der Eheschließungen gleichgeschlechtlich (queer.de berichtete). Damals hatten allerdings kurz nach der Ehe-Öffnung besonders viele verpartnerte Paare ihren Familienstand in "verheiratet" geändert.

Den Zahlen zufolge gaben sich 2020 in NRW insgesamt 79.325 Paare das Ja-Wort. Das waren elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Es wurden 77.067 Ehen zwischen Männern und Frauen (minus neun Prozent) und 2.258 Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partnern (minus 18 Prozent) geschlossen.

Die Zahl der Sterbefälle stieg um 3,8 Prozent auf 214.313. 2019 waren es 206.479 gewesen. Die Zahl der Geburten blieb auf Vorjahresniveau: 2020 wurden in NRW 170.038 Kinder geboren. Dies entspricht in etwa dem Niveau von 2019 (170.391).

Bereits im April hatte das Statistische Bundesamt seine bundesweiten Zahlen für Eheschließungen 2020 bekanntgegeben. Nach disen Zahlen brach die Zahl der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen sogar um 29 Prozent ein, während die der heterosexuellen Eheschließungen um zehn Prozent abnahm (queer.de berichtete). (dpa/cw)