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Glücksspiel

Online Casinos: Was ändert sich mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag?

Ab 1. Juli 2021 gelten strengere Regeln für die Betreiber von Casinos im Internet. Diese wurden jedoch primär im Interesse der Spieler beschlossen.


Viele Casinos sind während der Corona-Pandemie geschlossen – doch online gibt es Alternativen (Bild: kaysha / unsplash)
  • 3. Juni 2021, 06:01h, noch kein Kommentar

Der neue Glücksspielstaatsvertrag für Online Casinos tritt im Juli 2021 in Kraft. Bei diesem Vertrag handelt es sich um eine Novellierung des aktuellen Glücksspielstaatsvertrags, der seit 2012 gültig ist und zum 30. Juni 2021 ausläuft.

Der Glücksspielstaatsvertrag für Online Spielbanken ist ein bundesweit gültiges Regelwerk rund um das Thema Glücksspiel. Der Vertrag wird für jedes Bundesland individuell erstellt. Die Inhalte des Glücksspielstaatsvertrages sind sowohl für die Betreiber von Online Casinos als auch für Spieler von zentraler Bedeutung.

Die Inhalte

Inhaltlich ändert sich zum 01. Juli 2021 einiges für die Betreiber von Online Casinos sowie für spielbegeisterte Nutzer der Angebote. Die folgenden Punkte sind die wichtigsten Aspekte, zu denen es ab dem Sommer 2021 wichtige Änderungen gibt.

1. Die Regulierung

Das Online Glücksspiel wird reguliert. Online Casinos bewegen sich folglich nicht mehr in der Grauzone, sondern sind legal agierende Unternehmen. Gleichzeitig bedeutet die Regulierung auch, dass nur Online Casinos, die eine deutsche Lizenz haben, legal ihre Angebote bereitstellen dürfen. Einige Anbieter haben ihr Spieleangebot bereits an die neuen Regulierungen angepasst. Ein Beispiel hierfür sind etwa die Casino Spiele bei Casimba, den diese wurden bereits an die Vorgaben der neuen Regulierung angepasst.

2. Lizenzierung

Ab dem Sommer wird Deutschland eigene Lizenzen für Casinos und Buchmacher vergeben. Die Lizenzen sind deutschlandweit gültig. Das Durcheinander, das durch die Vergabe einer Lizenz durch das Bundesland Schleswig-Holstein entstanden ist, kann so beendet werden. Die Lizenzierungen werden einheitlicher und transparenter.

3. Die Kontrollinstanz

Ab dem Sommer wird eine bundesdeutsche Glücksspielbehörde die Lizenzierung von Online Spielbanken und Online Buchmachern überwachen.

4. Spielerschutz / Einsatzlimits

Online Casinos werden immer populärer. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der Digitalisierung und Technisierung jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit sein Smartphone oder Tablet dabei hat.

Da die Spielangebote jederzeit bereitstehen und auch auf kleinen Displays gespielt werden können, sind Online Casino Spiele für immer mehr Menschen ein netter Zeitvertreib. Obwohl die Spiele viel Spaß machen und eine interessante Abwechslung vom Alltag darstellen, kann das Spielen in einem Online Casino schnell zu einem ernsthaften Problem werden. Dies, wenn das Spielen nicht mehr nur ein angenehmer Zeitvertreib ist, sondern zu einer Sucht wird. Um eine effektive Suchtprävention zu gewährleisten, wird eine bundeseinheitliche Sperrliste eingeführt. Spieler können sich mithilfe dieser Liste dauerhaft von allen zugelassenen Casinos abmelden.

Auch werden die Einsatzlimits strenger reguliert. Ab Juli dürfen Spieler pro Monat maximal 1.000 Euro setzen. Gewinne werden wahrscheinlich nicht unter das Limit fallen. Gegebenenfalls wird das Limit über einen Master Account kontrolliert. Details hierzu werden in Kürze bekanntgegeben.

5. Live Wetten

Das Angebot an Live Wetten soll limitiert werden. Dies deshalb, weil von dieser Art Wetten wohl eine besonders große Suchtgefahr ausgeht. Aktuell wird diskutiert, ob Live Wetten sogar ganz verboten werden sollten. Hierzu wird in den nächsten Wochen mit weiteren Informationen gerechnet.

6. Werbung

Anbietern von Online Glücksspiel soll es schwerer gemacht werden, Werbung zu platzieren. Wie genau dieses Ziel erreicht werden kann, wird aktuell noch ausgearbeitet.

Fazit

Kritiker der neuen Verordnungen befürchten, dass sich trotz des neuen Glücksspielstaatsvertrags wenig ändern wird. Anbieter von Online Glücksspielen, die bisher illegal auf dem Markt aktiv sind, können ihr Angebot durch ein paar Anpassungen ihre Leistungen ab dem Sommer legal zur Verfügung stellen.

Zudem gelten die neuen Verordnungen nicht für Online Anbieter, die über eine ausländische Lizenz (beispielsweise aus Malta oder Curacao) zugelassen sind. Das heißt, dass diese Casinos die neuen Regelungen nicht beachten müssen.

Trotz einiger Kritikpunkte an den neuen Verordnungen muss festgehalten werden, dass die neuen Regelungen primär im Interesse der Spieler beschlossen wurden. Zwar fühlen sich vermutlich einige Casinos Fans von den neuen und strengeren Regeln bevormundet, dennoch können diese sicherlich effektiv vor Spielsucht schützen. (ak)