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Polizeibericht

Queerfeindliche Attacke: Frau in Berlin mit Steinen beworfen

In Berlin-Kreuzberg wurde eine 28-Jährige am Mittwochabend von einer Gruppe Jugendlicher beleidigt und attackiert. Zuvor war sie nach ihrem Geschlecht befragt worden.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßlich LGBTI-feindlich motivierte Gewalt gezielt öffentlich (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Am Mittwochabend kam es in Berlin-Kreuzberg zu einem queerfeindlichen Angriff auf eine 28-Jährige. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstag,

Nach bisherigen Ermittlungen lief die Frau gegen 19.25 Uhr auf dem Gehweg der Graefestraße von der Hasenheide kommend in Richtung Urbanstraße, als sie von einer Gruppe Jugendlicher nach ihrem Geschlecht befragt wurde. Nachdem sie die Beantwortung der Frage ablehnte, sollen die Jugendlichen Steine aufgehoben und nach ihr geworfen haben. Getroffen wurde sie nicht.

Die Angreifer konnten unerkannt fliehen

Bei dem Versuch in Richtung Urbanstraße zu fliehen, seinen ihr die Jugendlichen gefolgt und hätten sie weiter beleidigt, heißt es weiter im Polizeibericht. Erst als die von der Attackierten per Mobiltelefon gerufenen Einsatzkräfte eintrafen, ergriffen die Jugendlichen die Flucht. Die Suche nach ihnen verlief negativ.

Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden im Polizeibericht nicht gemacht. Die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung führt nun das Fachkommissariat für Jugendgruppengewalt der Polizeidirektion 5 (City).

Dritter Vorfall innerhalb von nur einer Woche

Die Steinattacke ist der dritte queerfeindliche Vorfall in Berlin innerhalb von einer Woche. So wurden am vergangenen Samstag in Neukölln zwei junge Schwule aus einer Jugendgruppe heraus erst beleidigt und dann körperlich attackiert (queer.de berichtete). Einen Tag zovor wurde eine junge Frau in Steglitz von einem Unbekannten erst lesbenfeindlich beleidigt und dann geschlagen worden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 StrategischAnonym
  • 03.06.2021, 12:50h
  • Wenn mehr über den Hintergrund der TäterInnen bekannt wäre, könnten gezielt Aufklärungsmaßnahmen lanciert werden, um solche Taten auf mittlere Sicht zu reduzieren. Aber solange die TäterInnengruppen nebulös bleiben, ist dies unmöglich. Im Übrigen wird dadurch den üblichen Spekulationen Vorschub geleistet. Mehr Transparenz von Anfang an ist vonnöten.
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#2 StatistikAnonym
#3 WadimAnonym
#4 MikeAnonym