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Medien

Die FAZ im Krieg der Sterne

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" immer häufiger und heftiger Stimmung gegen die geschlechtergerechte Sprache und gegen trans Menschen macht.


Eine Wortwolke, bestehend aus allen öffentlich zugänglichen Nicht-Füllworten der letzten 37 Artikel auf faz.net übers "Gendern". Die der Auswertung zugrunde liegenden Daten lassen sich hier öffentlich einsehen

Die Überschrift dieses Textes ist nicht sonderlich originell. Im Gegenteil: Sie ist ziemlich nichtssagend und dient nur dazu, die Aufmerksamkeit der lesenden Person auf sich zu ziehen. Möglicherweise ist diese Person sogar ein Fan des Film-Franchise "Star Wars" und schwelgt irgendwo zwischen der Nostalgie der alten Filme und dem Groll im Bezug auf die neueren Filme. Nostalgie, weil früher bekanntlich alles besser war. Groll, weil es irgendwann wenig sinnvoll ist, auf dem sprichwörtlichen toten Pferd bis in die Ewigkeit weiterzureiten und das Weiterschauen der neueren Streifen oft nur noch aus Gruppen- oder Selbstzwang passiert.

Beides sind Reflexe, die unter anderem auch von der Überschrift des FAZ-Artikels "Krieg der Stern*innen: Müssen wir bald alle gendern?" ausgelöst werden. Der symbolische Krieg gegen das Alte, Nostalgische, Selbstverständliche, und eine Frage, die eine Urangst erwecken soll: Werden wir bald alle zu etwas gezwungen? Die Antwort lautet natürlich nein. Oder?

Aufgrund von der Frequenz, mit der Angst und Hass gegen die geschlechtergerechte Sprache geschürt werden, kommen doch schnell Zweifel auf. Das darf nicht davon ablenken, dass betrachtet werden sollte, woher, weshalb und wie oft diese Einflüsse kommen. Eine Suche unter allen auf faz.net veröffentlichten Artikeln innerhalb der letzten zwölf Monate zeigt: In ganzen 37 Artikeln dreht es sich mehr oder weniger um das Konzept des "Genderns", wobei die absolute Mehrheit der Artikel eine vernichtende Stellung dazu bezieht. Aber was ist "Gendern" eigentlich?

Dem Wort wird die Geschlechtlichkeit entzogen

Knapp zusammengefasst ist das Ziel der geschlechtergerechten Sprache, dass alle Geschlechter gleichermaßen von einem Text angesprochen werden. Bedeutet: das generische Maskulinum, welches sich ausschließlich auf die männliche Form eines Wortes bezieht ("Leser", "Bauarbeiter", "Student"), wird weggelassen. Dem Wort wird die Geschlechtlichkeit entzogen, damit sich nicht nur ebenfalls Frauen, sondern auch jene mit einem anderen als dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angesprochen fühlen. Wir sprechen von Lesenden, Bauarbeitenden oder Studierenden. Oder auch Leser*innen, Leser_innen oder Leser:innen. Frauen und weitere Menschen sind nicht mehr "mitgemeint", sondern faktisch mit genannt. Fakt ist außerdem, wie in diesem quarks.de-Artikel ausführlich erläutert, dass dadurch unter anderem andere Geschlechter sichtbarer werden, Menschen offener über Geschlechterrollen nachdenken und sich Kinder gar mehr Berufe dadurch zutrauen.

Denn generische Maskulinum hat die große Tücke, dass im Standardfall tatsächlich wirklich nur Männer angesprochen werden. Welche Auswirkungen das hat, ließ sich in unserem Nachbarland Schweiz sehen: Mit der Begründung, es seien "ausschließlich Schweizer" wahlberechtigt, durften dort beispielsweise Frauen bis 1971 nicht wählen. In einem Artikel der "Psychologischen Rundschau" betont die Juristin Grabrucker im historischen Kontext gar: "Als Bürger, Erben usw. kamen über weite Strecken der Geschichte nur Männer in Frage." Zeit, Texte geschlechtsneutral zu formulieren und zu ent-gendern?

Das Wettern gegen Geschlechtergerechtigkeit ist überwiegend männlich

Die 37 Artikel der FAZ lassen anderes vermuten. Werden die Überschriften mit dem jeweiligen Veröffentlichungsdatum betrachtet, ist schnell zu erkennen: Sie haben in Häufigkeit und Heftigkeit zugenommen.


Artikel übers "Gendern" in der FAZ

Mit ganzen acht Artikeln im vorherigen Monat bedeutet das, dass im Schnitt zwei Mal pro Woche über das Nutzen der diskriminierungsfreien Sprache berichtet worden ist. Dabei sind es in den Überschriften steile Thesen wie "Zu dumm für gutes Deutsch" (17.05.), "Deutschlernen schwergemacht" (20.05.) oder "Gendern grenzt aus" (25.05.). Packen wir alle Überschriften in eine Wortwolke, sehen wir die wertenden Begriffe wie "grauenhaft" oder "Hindernislauf".


Wortwolke der FAZ-Überschriften

Lesende, die es bis hierhin geschafft haben, dürften sehen, dass entgenderte Texte nicht sonderlich viel schwerer zu lesen sind. Das sehen die Schreibenden der Artikel bei der FAZ anders. Wobei es zugegebenermaßen an dieser Stelle tatsächlich übertrieben sein könnte, die geschlechtsneutrale Form zu verwenden. Immerhin lässt sich bei der Auswertung der Namen der Verfassenden der Texte, die nicht von Agenturen übernommen wurden, sehen: 76 Prozent der Texte wurden von einer Person verfasst, die am Rande des Artikels oder wo anders als männlich vorgestellt wird. Bei jenen, die im Feuilleton veröffentlicht wurden, liegt diese Quote sogar bei 81 Prozent. Das Wettern gegen die Geschlechtergerechtigkeit ist also überwiegend männlich.


Die Autor*innen der FAZ-Gendertexte

Unfaire und schwer erträgliche Formulierungen

Die Mittel und Formulierungen, die bei der Berichterstattung aufgefahren werden, wirken unfair und sind schwer erträglich, wenn die ethischen journalistischen Standards des Pressekodex im Hinterkopf behalten werden. Die Artikel "Gender-Verweigerern drohen schlechtere Noten" und "Wenn die Genderdebatte Punkte kostet" vom April sind zwar hinter der Bezahlschranke, lassen aber in ihren öffentlich zugänglichen Abschnitten das Schlimmste vermuten. Es wird sich dort auf die Erfahrungen von Lukas Honemann an der Universität Kassel gestützt, dem in einer Hausarbeit aufgrund der Verwendung des generischen Maskulinums ein Punkt abgezogen worden sei. Die hessenschau sieht die Sache deutlich neutraler und weist in einem Artikel darauf hin, dass dazu keine schriftlichen Nachweise vorliegen und die Professorin die Situation "auch ganz anders" erklärt. Das jedoch geht aus den öffentlich verfügbaren Informationen aus den FAZ-Artikeln nicht hervor.

Erwähnt wird jedoch im FAZ-Artikel vom 20. April, dass Honemann Mitglied der Jungen Union sei – oder auch, wie es die Website des CDU Kreisverbandes Kassel-Land erwähnt, Fraktionsgeschäftsführer und beratendes Mitglied des Vorstandes. Interessant ist das insofern, dass die Thematik von der CDU seit längerer Zeit als Blendgranate gezückt wird, die prima davon ablenkt, dass sie auch drei Monate vor der Bundestagswahl noch nicht inhaltlich mit einem Wahlprogramm oder mindestens mit einem Entwurf eines Wahlprogramms auf einer Sachebene mitdiskutieren kann. Ebenfalls unterstreicht das der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU!) in einem Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag": "Das ist eine Scheindebatte." Als Reaktion auf den Hamburger CDU-Vorsitzenden Christoph Ploß, der gar geschlechtergerechte Formulierungen in der Amtssprache tatsächlich verbieten möchte, meint er zurecht: "Wir haben sehr viel wichtigere Probleme, als uns darüber zu unterhalten, ob jemand gendergerechte Sprache verwenden darf."

Sprachliche Enthemmung und Verrohung

An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass der künstlich hoch beschworene Kampf gegen die geschlechtergerechte Sprache nicht nur Frauenfeindlichkeit enthält, sondern auch feindlich gegenüber jenen Menschen ist, die sich nicht als männlich oder weiblich bezeichnen lassen. Als Teil der queeren Community ist das nicht nur bei trans und inter Menschen der Fall. Der RCDS, der sich als CDU-naher politischer Studierendenverband auch gerne gegen die diskriminierungsfreie Sprache äußert, verkündet tatsächlich auf der Seite rcds-frankfurt.de stolz: Der Vorsitzende bezieht ebenfalls im oben genannten FAZ-Artikel Stellung zu der "aktuellen Situation in der Genderdebatte". Jener Ableger in Südhessen, der RCDS Darmstadt, geht öffentlich auf Facebook noch einen Schritt weiter und spricht ungehemmt vom "ominösen 3. Geschlecht", welches ein trauriger sprachlicher Angriff auf viele queere Menschen ist und die Lebensrealität von diesen leugnend abwertet.

Es ist jene sprachliche Enthemmung und Verrohung, die auch bei der Berichterstattung der FAZ leider vermehrt auftaucht. Statt trans Menschen zu unterstützen heißt es stattdessen, "Das Kind wird zur ideologischen Knetmasse", "Das Thema Gender-Identität überfordert Kinder", Risiken und Nebenwirkungen bei der "Überwindung des Fleisches", der Kampf gegen Transfeindlichkeit wird dem "linksidentitäres Fahrwasser" verortet. Es ist eine Pathologisierung, Objektifizierung und wird mit einem scheinbaren politischen Feindbild angestrichen. Es ist eine Aberkennung und letztendlich Ausblendung von Identitäten, eine Auflösung der langen erkämpften Vielfalt.

Auch "Bild" schürt Frauen- und Queerfeindlichkeit

Dabei ist die FAZ nicht alleine auf diesem Spielfeld – seit einigen Wochen hat die "Bild" ebenfalls das Thema diskriminierungsfreie Sprache für sich erkannt und lässt mit der Wortwahl erstaunen. Am 2. März 2021 wurde bereits mit "Wut-Posts im Netz nach Gender-Gaga bei Audi" das Bestreben des Auto-Konzerns beschrieben, Mitarbeitende nicht pauschal als Mitarbeiter, sondern als Mitarbeitende zu bezeichnen. Oder auch Audianer als Audianer_innen. Im "Diskursatlas Antifeminismus" wird zurecht darauf hingewiesen, dass der Begriff "Gendergaga" als antifeministisches Narrativ von rechten bis neonazistischen Kreisen geprägt wurde. Das Niveau wird weiter bedenklich nach unten gedrückt durch unangebrachte Vergleiche wie "Gendern bei Audi erinnert an DDR-Unrechtssystem" (07.05.2021) oder einfach Beleidigungen wie "'Idiotensprache!'" (10.05.2021).

Der entlarvende Feuilleton-Beitrag aus der FAZ vom 16. März 2021, "Einfalt statt Vielfalt", verharmlost die Transfeindlichkeit von Menschen wie Birgit Kelle und Joanne K. Rowling als Kritik. Zur Erinnerung: Die rechte Publizistin Birgit Kelle propagierte die medizinische Unterstützung von trans Jugendlichen als Körperverletzung, spricht von einer angeblichen Trans-Lobby und einer "Pippi-Langstrumpf-Ideologie"(queer.de berichtete). Die Autorin J. K. Rowling stellte sich mehrfach hinter Aussagen, die darauf abzielen, trans Menschen ihr Geschlecht abzuerkennen (queer.de berichtete).

Pädo-Vergleich im "Darmstädter Echo"

Transfeindlichkeit in Medien ist nicht sonderlich neu. Selbst auf regionalen Ebene wie im "Darmstädter Echo" am 6. Februar 2021 geschehen – da hatte es Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ziemlich leicht, unhinterfragt über die diskriminierungsfreie Sprache einen Text veröffentlichen zu lassen. Rödder, laut tagesschau.de ebenfalls CDU-Mitglied, schreibt darin über die Unterstützung von jungen trans Menschen bei ihrer Transition: "Das erinnert mich an die sorglose Verharmlosung von Sex mit Minderjährigen in den achtziger Jahren."

Neu an dieser medialen Art der Frauen- und Transfeindlichkeit ist: Sie wird lauter und rücksichtsloser. Sie grenzt diejenigen aus, die es tatsächlich betrifft. Sie wird politisiert und lässt Nicht-Männer zu Opfern eines bereits sehr rauen Wahlkampfs werden. Sie ist in diesem Sinne nicht sonderlich originell.



#1 KaiJAnonym
  • 06.06.2021, 12:40h
  • Die Ablehnung gendergerechter Sprache ist "eine Aberkennung und letztendlich Ausblendung von Identitäten, eine Auflösung der lang erkämpften Vielfalt".
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#2 SvenAnonym
  • 06.06.2021, 13:11h
  • Antwort auf #1 von KaiJ
  • Quatsch. Man kann auch alles dramatisieren. Alle die gendern wollen, sollen es bitte tun und alle andere eben nicht. Es ergibt keinen Sinn wenn gegenseitig ein Feldzug veranstaltet wird. Ich blende niemanden aus und verwehre mich dagegen eine erkämpfte Vielfalt aufzulösen nur weil ich kein Bock darauf habe.
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#3 AtreusProfil
  • 06.06.2021, 13:43hSÜW
  • Antwort auf #1 von KaiJ
  • Harter Tobak. Selbstbestimmung ist auch, verbales oder schriftliches Gendern abzulehnen. Nicht jeder dieser Menschen tut das, weil er Ressentiments gegen nichtbinäres oder anderes Leben pflegt. Die gibt es freilich auch, Pauschalisierungen aber, sollten aufs Reisen beschränkt und niemals auf Menschen angewandt werden. Auch wurde Vielfalt nicht erkämpft: sie extistiert einfach. Und tat es immer. Soll doch bitte jeder machen wie er*sie lustig ist.
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#4 audeasAnonym
  • 06.06.2021, 14:10h
  • Trans Menschen erleben gerade die Ablehungswelle, die Homosexuellen in den 80er Jahren widerfahren ist. Es ist das letze klägliche Aufbegehren der Reaktionären und LGBTQ+ Feind*innen, dem wir alle aus der Community uns entgegen stellen müssen, auch wenn wir nicht persönlich betroffen sind.
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#5 audeasAnonym
#6 Alexander_FAnonym
  • 06.06.2021, 14:18h
  • Wenn sich Menschen etwas schwer mit gerechter Sprache tun, so kann dafür Verständnis haben und muss das nicht gleich als Antifeminismus und Feindschaft gegenüber dem Ziel der Gleichberechtigung sehen.
    Bei einer feindseligen Ablehnung gerechter Sprache, gar der Forderung nach ihrem Verbot, liegt der Fall aber klar auf der Hand. Die FAZ hat jedenfalls nunmehr hinreichend bewiesen, auf welcher Seite sie steht, und sie ist das Paradebeispiel für die Verblaublödung und Demagogisierung dessen, was einst Mitte-Rechts war.
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#7 Felix-baerlinAnonym
  • 06.06.2021, 14:25h
  • Antwort auf #2 von Sven
  • Der Wahlkampf ist eröffnet und da positionieren sich die Zeitungen, die sowieso mit Auflagen zu kämpfen haben, sozusagen als mediale Volkstribune. Dass sie sich der Mehrheit sicher sein können, wissen sie. Dass du deine persönliche Meinung hier gegen solidarisches Handeln für andere und deren Anliegen stellst, spricht gegen dich. Oder weißt du nicht, worum es beim Genderanliegen geht?

    Es ist außerdem nicht nur die FAZ. Die Springerblätter, besonders die BILD hetzen fast täglich gegen Gender.
    Seit Alice Schwarzer in der BLÖD als Autorin geschrieben hat, ist diese Flanke des Feminismus sehr weit geöffnet. Die TERFs lassen grüßen.

    Die konservativen Blätter, FAZ, Springer und Fokus wettern gegen Gender, genauso wie seit neuestem die BILD auch gegen Antirassismus, die critical whiteness ins Visier nimmt. Leider liest offenbar ja kein vernünftiger Mensch hier die BILD (und eben nicht nur BILD-online), sonst wüßtet ihr, was da auf den 4 dünnen Seitchen täglich abgeht. Der journalistische Codex wird täglich über Bord geworfen, in dem z.B. gegen Personen (und Institutionen wie die BpolB) aus der Antirassismusarbeit gehetzt wird. Es wird, nicht um Stellungnahme gebeten. Stattdessen werden nur Politiker*innen zitiert, die die Auffassung der Gleichstellungsgegner*innen unterstützen. Wie gesagt: es ist Wahlkampf. Und da stellen sich diese Blätter sehr nah an die AfD. Das lässt einiges befürchten, wohin noch die Reise geht. Gruselig. Da sie sich so klar gegen Diversität stellen, hilft offenbar nur der Schulterschluss zwischen den diskriminierten Minderheiten. Denn es kommt dicke.
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#8 GodzillaAnonym
  • 06.06.2021, 15:25h
  • Antwort auf #5 von audeas
  • Mal ganz pragmatisch:
    Wenn jemand kein Sternchen, Unterstrich oder Doppelpunkt nutzt aber sich im Alltag respektvoll verhält sollte man doch diese Nebenschauplätze beiseite lassen.
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#9 Girlygirl
  • 06.06.2021, 15:51h
  • Antwort auf #6 von Alexander_F
  • "Demagogisierung dessen, was einst Mitte-Rechts war"

    Das ist so eine typische blödsinnige Aussage, wie sie Konservative und Rechte immer benutzen und hat einen miesen Beigeschmack. In den 30ern galt man als Mann fortschrittlich, wenn man seine Frau nicht geschlagen hat, in den 50ern galt man als tolerant, wenn man Homosexuelle als normale Menschen angesehen hat, die Liste lässt sich beliebig weiter führen. Warum möchten Menschen nicht verstehen, dass die Einordnungen im politischen Spektrum IMMER von den gesell. Rahmenbedingungen abhängen? Und seien wir ehrlich, bei der Gender Debatte geht es doch nicht um Sprache, sondern es geht um die Angst vor Veränderung. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass sich gesellschaftliche Veränderungen nicht stoppen lassen. Vor fünf Jahren wurde noch gegen die Homo Ehe gekämpft, jetzt juckt das auch die CSU nicht mehr großartig. Jetzt sind wir Schwulen und Lesben nicht mehr die Feinde, sondern die Trans Personen. Gleichberechtigung für diese Menschen und n paar Sternchen in Briefen beeinträchtigt unser Leben zwar nicht, aber so what, wachsende Ungleichheit, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und eine verpestete Umwelt sind nun wirklich unwichtige Probleme.
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#10 SybilleAnonym
  • 06.06.2021, 15:56h
  • Was wollte ich von der FAZ anderes erwarten. Das ist eine erzkonservative bis reaktionäre Postille für alte weiße cis-hetero Männer. Die wollen lesen, was sie denken und wie sie die Welt sehen.
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