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Berlinale

Der erste Teddy Award 2021 geht an ... Jenni Olson

Am Mittwoch beginnt das "Summer Special" der 71. Berlinale mit Filmvorführungen in Freiluftkinos. Die queeren Teddy Awards werden am 18. Juni bei einem reinen Online-Livestream verliehen.


Die Filmkurator*in, Archivar*in, Filmemacher*in, Autor*in und LGBTI-Filmhistoriker*in Jenni Olson aus San Francisco wird in diesem Jahr mit dem Special Teddy Award geehrt (Bild: JenniOlson / wikipedia)
  • 7. Juni 2021, 11:12h, noch kein Kommentar

Wie nahezu alle Veranstaltungen in Corona-Zeiten muss auch der 35. Teddy Award in veränderter Form stattfinden. Nach der ersten Stufe – dem "Industry Event" vom 1. bis 5. März mit täglichen Live-Studio-Talks, Diskussionen, Panels und Interviews zu aktuellen Filmen und Entwicklungen der queeren Medienbranche – wird der Teddy Award auch im Rahmen des "Summer Specials" der 71. Berlinale vom 9. bis 20. Juni mit Berichterstattung und Interviews zu den queeren Filmen des Festivals präsent sein.

Alle für den 35. Teddy Award nominierten Filme (Liste im Kasten unten) sind im Rahmen der Open-Air-Filmvorführungen der Berlinale in den Freiluftkinos der Stadt zu sehen. Als Höhepunkt findet am Freitag, den 18. Juni um 19 Uhr die Preisverleihung als reine Online-Veranstaltung statt – live gestreamt aus dem Teddy-TV-Studio.

"Jenni Olson verkörpert, lebt und schafft queere Film-Kultur"

Eine Preisträger*in wurde bereits bekannt gegeben: Die Filmkurator*in, Archivar*in, Filmemacher*in, Autor*in und LGBTI-Filmhistoriker*in Jenni Olson aus San Francisco erhält den Special Teddy Award für "ihre jahrzehntelange brückenbauende Arbeit, mit der sie queere Filmgeschichte sicht- und greifbar macht".

Olsons Begeisterung für das Medium Film manifestiere sich auf unzähligen Ebenen, so die Teddy Foundation in ihrer Begründung. "Sie kämpft um die Erhaltung und Verbreitung von filmischen Nachlässen und verwaisten Filmkopien, fördert aufstrebende Talente und schafft ihr eigenes filmisches Oeuvre. Sie greift dabei auf ein queeres Filmnetzwerk zurück, welches sie selbst über die Jahrzehnte durch ihre Kollaborationen und Einfluss gestärkt und erweitert hat. Jenni Olson verkörpert, lebt und schafft queere Film-Kultur."

Frühere Preisträger*innen des Special Teddy Award sind u.a. Tilda Swinton, Werner Schroeter, Ulrike Ottinger, Monika Treut, John Hurt, Udo Kier, Christine Vachon, Joe Dallesandro, Evita Bezuidenhout, Rosa von Praunheim und Elfi Mikesch.

Drei queere Filmexpert*innen in der Jury

Die Teddy Awards werden in diesem Jahr nicht in allen Kategorien vergeben. Ausgezeichnet werden der beste Lang- und der beste Kurzfilm, außerdem gibt's den Teddy Jury Award. Entscheiden über die Preise werden drei renommierte Film- und Festivalschaffende: Esma Akyel, die das Pink Life QueerFest in der Türkei leitet, der Kurator, Filmemacher und Mitbegründer von "Black Queers Sweden" Samuel Girma sowie die Schweizer Regisseurin und Produzentin Sylvie Cachin. (cw/pm)

Die nominierten Filme

Spielfilm
"Glück" (Bliss), Deutschland, von Henrika Kull
"Guzen to sozo" (Wheel of Fortune and Fantasy), Japan, von Ryusuke Hamaguchi
"Das Mädchen und die Spinne" (The Girl and the Spider), Schweiz, von Ramon Zürcher, Silvan Zürcher
"Moon, 66 Questions", Griechenland, Frankreich, von Jacqueline Lentzou
"The Scary of Sixty-First", USA, von Dasha Nekrasova

Dokumentarische Form
"Esquí" (Ski), Argentinien, Brasilien, von Manque La Banca
"Genderation", Deutschland, von Monika Treut
"Miguel's War", Libanon, Deutschland, Spanien, von Eliane Raheb
"Instructions for Survival", Deutschland, von Yana Ugrekhelidze
"North By Current", USA, von Angelo Madsen Minax

Kurzfilm
"Blastogenese X" (Blastogenesis X), Deutschland, Conrad Veit, Charlotte Maria Kätzl
"International Dawn Chorus Day", Kanada, von John Greyson
"Les Attendants" (The Men Who Wait), Frankreich, Singapur, von Truong Minh Quý
"Luz de Presença" (A Present Light), Portugal, von Diogo Costa Amarante
"More Happiness", USA, von Livia Huang