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TV- und Kino-Schauspier
Jannik Schümann: Coming-out war "Teil meiner Verantwortung für die queere Community"
Der 28-Jährige erzählt, warum er sich letztes Jahr geoutet hat – und warum er zuvor nicht über seine sexuelle Orientierung gesprochen hatte.

Jannik Schümann im Coming-out-Film "Die Mitte der Welt" aus dem Jahr 2016 (Bild: Universum Film)
- 8. Juni 2021, 09:53h 2 Min.
Schauspieler und Synchronsprecher Jannik Schümann hat gegenüber "Bild" (Bezahlartikel) erläutert, warum er sich vor einem knappen halben Jahr als schwul geoutet hatte. "Lange dachte ich, dass es doch völlig egal ist, wen man liebt und warum", so der "Die Mitte der Welt"-Darsteller. "Das hat sich natürlich nicht geändert, dennoch entschied ich mich, meine Beziehung öffentlich zu machen, weil ich denke, dass das ein Teil meiner Verantwortung für die queere Community ist, Haltung zu zeigen." Zuvor habe er lange öffentlich nicht darüber gesprochen, weil er gedacht habe, "meine sexuelle Orientierung ist nicht mit meinem Beruf vereinbar".
Instagram / jannik.schuemann | Inzwischen zeigt sich Schümann offen mit seinem Freund
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Ein Anlass für sein Coming-out sei die Corona-Krise gewesen, in der er zum Nachdenken gekommen sei. Er habe überlegt, "was für mich das Wesentliche im Leben ist. Und das ist nun mal der Mensch, den ich liebe." Seine öffentliche Erklärung betrachte er persönlich nicht als Coming-out, sondern als "Liebesbekenntnis". Ferner erklärte Schümann: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, ich habe es der Öffentlichkeit nur nicht mitgeteilt, weil ich mein Privatleben schützen wollte." Wirklich geoutet habe er sich "vor zehn Jahren vor meinen Eltern".
In dem Interview berichtete Schümann auch über positive Reaktionen auf sein Coming-out: "Ich bekam sehr viele Nachrichten von Leuten, die sich daraufhin ihrer Familie gegenüber geoutet haben. Das ist für mich das allergrößte Geschenk."
Schümann hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag 2020 auf seinem Instagram-Profil ein Bild veröffentlicht, das ihn eng umschlungen mit seinem Partner, dem Berliner Yogalehrer Felix Kruck, zeigt (queer.de berichtete). Im März dieses Jahres erklärte der Schauspieler, dass er "total ein Beziehungsmensch" sei (queer.de berichtete).
Der Schauspieler ist bereits seit seiner Kindheit – seit fast zwei Jahrzehnten – im deutschen Fernsehen und Kino aktiv. Zuletzt spielte er im hochgelobten Spielfilm "Jugend ohne Gott", in der ARD-Serie "Charité" und im Netflix-Scifi-Sechsteiler "Tribes of Europa" mit. (dk)














