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Jannik Schümann: Coming-out war "Teil meiner Verantwortung für die queere Community"

Der 28-Jährige erzählt, warum er sich letztes Jahr geoutet hat – und warum er zuvor nicht über seine sexuelle Orientierung gesprochen hatte.


Jannik Schümann im Coming-out-Film "Die Mitte der Welt" aus dem Jahr 2016 (Bild: Universum Film)

Schauspieler und Synchronsprecher Jannik Schümann hat gegenüber "Bild" (Bezahlartikel) erläutert, warum er sich vor einem knappen halben Jahr als schwul geoutet hatte. "Lange dachte ich, dass es doch völlig egal ist, wen man liebt und warum", so der "Die Mitte der Welt"-Darsteller. "Das hat sich natürlich nicht geändert, dennoch entschied ich mich, meine Beziehung öffentlich zu machen, weil ich denke, dass das ein Teil meiner Verantwortung für die queere Community ist, Haltung zu zeigen." Zuvor habe er lange öffentlich nicht darüber gesprochen, weil er gedacht habe, "meine sexuelle Orientierung ist nicht mit meinem Beruf vereinbar".

Ein Anlass für sein Coming-out sei die Corona-Krise gewesen, in der er zum Nachdenken gekommen sei. Er habe überlegt, "was für mich das Wesentliche im Leben ist. Und das ist nun mal der Mensch, den ich liebe." Seine öffentliche Erklärung betrachte er persönlich nicht als Coming-out, sondern als "Liebesbekenntnis". Ferner erklärte Schümann: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, ich habe es der Öffentlichkeit nur nicht mitgeteilt, weil ich mein Privatleben schützen wollte." Wirklich geoutet habe er sich "vor zehn Jahren vor meinen Eltern".

In dem Interview berichtete Schümann auch über positive Reaktionen auf sein Coming-out: "Ich bekam sehr viele Nachrichten von Leuten, die sich daraufhin ihrer Familie gegenüber geoutet haben. Das ist für mich das allergrößte Geschenk."

Schümann hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag 2020 auf seinem Instagram-Profil ein Bild veröffentlicht, das ihn eng umschlungen mit seinem Partner, dem Berliner Yogalehrer Felix Kruck, zeigt (queer.de berichtete). Im März diesen Jahres erklärte der Schauspieler, dass er "total ein Beziehungsmensch" sei (queer.de berichtete).

Der Schauspieler ist bereits seit seiner Kindheit – seit fast zwei Jahrzehnten – im deutschen Fernsehen und Kino aktiv. Zuletzt spielte er im hochgelobten Spielfilm "Jugend ohne Gott", in der ARD-Serie "Charité" und im Netflix-Scifi-Sechsteiler "Tribes of Europa" mit. (dk)



#1 AtreusProfil
  • 08.06.2021, 12:35hSÜW
  • Er will Verantwortung für die Community übernehmen und gibt der BILD Reichweite, die Hetze gegen den sogenannten Gendergaga betreibt, immer noch von Schwulenmilieus schreibt, Bilder von erhängten Jugendlichen auf das Cover druckt und das iranische Narrativ von Vergewaltigern übernimmt und die aktiv die Gesellschaft spaltet. Das kannst du dir nicht ausdenken. Schade. Inhaltlich bin ich bei ihm.
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#2 Girlygirl
  • 08.06.2021, 13:20h
  • Jede*r sollte zwar selbst entscheiden, ob man sich outet, aber niemals würde ich sagen, dass ein Coming Out "nicht mehr notwendig" sei. Und ich finde auch nicht, dass man sein Coming Out an seine (gleichgeschlechtliche) Partnerschaft knüpfen muss. Aber wer sich lieber durch den Partner outen möchte und nicht so Sachen wie schwul/lesbisch sagen will, der kann das machen, denn auch das ist sehr mutig! Ein "klassisches" Coming Out mit "Ich bin lesbisch, schwul, bi etc." finde ich aber genauso gut und auch immer noch zeitgemäß. Ich hatte noch keine ernsthafte Beziehung, die ich meinen Eltern vorstellen wollte, deswegen habe ich ihnen einfach gesagt, dass ich lesbisch bin, damit sie mich nicht mehr nach meinem Freund fragen. Auf jeden Fall finde ich Schümanns Coming Out sehr gut, als jüngeres Mädchen waren queere Promis für mich sehr wichtig, denn ich kannte nur Heterosexuelle in meinem Umfeld.
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#3 Ja genauAnonym
  • 09.06.2021, 10:35h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Und indem er sich in einem reichweitenstarken Medium geäußert und somit auch Menschen erreicht hat die Homosexualität negativ gegenüberstehen ist er seiner sich selbst auferlegten Verantwortung doch gerecht geworden. Niemand interessiert sich für ein Outing wenn man mit Homosexualität kein Problem hat!
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