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Neuer Schlag im Sandwich-Krieg
Burger King macht sich über homophobe Fastfood-Kette lustig
Anlässlich des Pride-Monats stichelt das Schnellrestaurant Burger King gegen seinen weniger weltoffenen Konkurrenten.
- 8. Juni 2021, 11:19h 2 Min.
Burger King teilt aus: In einer wenig subtilen Twitter-Mitteilung trollt der Buletten-Konzern den Fastfood-Konkurrenten Chick-fil-A, der in den letzten Jahren immer wieder wegen Homosexuellenfeindlichkeit aufgefallen ist. "Der #ChKing [ein Hähnchen-Burger von Burger King] unterstützt LGBTQ-Rechte! Während des CSD-Monats können Sie ihr Verlangen nach belegten Sandwiches (sogar sonntags) stillen und Gutes tun. Wir geben HRC eine Spende für jeden ChKing, der verkauft wird." HRC steht für Human Rights Campaign, die größte LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten.
/ BurgerKingthe #ChKing says LGBTQ+ rights!
Burger King (@BurgerKing) June 4, 2021
during #pride month (even on Sundays ) your chicken sandwich craving can do good! we are making a donation* to @HRC for every Ch'King sold
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Hintergrund des Tweets ist, dass der christliche Konzern Chick-fil-A aus religiösen Gründen sonntags in den USA geschlossen bleibt – als einzige große Fastfood-Kette. Chick-fil-A bietet ausschließlich Hähnchenprodukte und nicht wie Burger King oder andere US-Schnellrestaurants Rindfleisch an. Derzeit findet in den USA ein harter Konkurrenzkampf um belegte Hähnchen-Brötchen statt, der von den Medien martialisch als "Chicken Sandwich Wars" bezeichnet wird.
Chick-fil-A ist fast ausschließlich in den USA aktiv und hat dort mehr als 2.500 Filialen. Burger King hat dagegen rund 9.000 Filialen in den Vereinigten Staaten und noch einmal so viele in 100 anderen Ländern der Welt.
Chick-fil-A wurde zum Lieblingsrestaurant von homophoben Aktivist*innen
Der Homophobie-Konflikt um das Schnellrestaurant war vor knapp zehn Jahren explodiert, als Firmenchef Dan Cathy offen erklärte, man spreche sich als christliches Unternehmen gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht aus. Daraufhin riefen homophobe Aktivist*innen einen "Tag der Wertschätzung" für die Fastfood-Kette aus und stürmten die Filialen (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten organisierten wiederum Kiss-ins vor dem Schnellrestaurant.
Danach entbrannte ein regelrechter Kulturkampf um Chick Fil-A. Homophobe Politiker*innen wie Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ließen sich freudestrahlend mit dem Chick-fil-A-Burgern ablichten, konservative Nachrichten-Moderator*innen aßen live im TV Brötchen und Fritten der Kette, um ihre Unterstützung deutlich zu machen.

Im Frühstücksfernsehen des Fox News Channel isst man schon mal Chick-fil-A-Burger, um seine Unterstützung zu verdeutlichen
2019 kam heraus, dass Chick-fil-A heimlich Millionenbeträge an homophobe Organisationen spendete (queer.de berichtete). Dazu zählten auch Vereine, die sich für die "Heilung" von Homosexuellen engagierten.
Allerdings versuchte sich das Unternehmen zuletzt weniger ideologisch nach außen hin zu geben: So wurde etwa angekündigt, die Spenden an Homo-Hasser*innen einzustellen (queer.de berichtete).
Grund für den – bislang nur halbherzig durchgeführten – Meinungswandel war offenbar, dass wegen des schlechten Image die geplante Europa-Expansion von Chick Fil-A scheiterte. In England muss etwa die erste Filiale nach Protesten von LGBTI-Aktivist*innen wieder schließen (queer.de berichtete). (dk)

















Die rechnen doch sowieso mit einem Boykott. Aber was würde passieren, wenn die Community dort in Massen die Läden stürmen und bestellen würde? Natürlich spült das Geld in ihren Kassen, aber würden die nicht befürchten, ein anderes Image zu erhalten, was besagte homophobe Aktivisten ärgern würde? Die könnten ja wohl kaum der Verkauf einstellen.