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Neuer Schlag im Sandwich-Krieg

Burger King macht sich über homophobe Fastfood-Kette lustig

Anlässlich des Pride-Monats stichelt das Schnellrestaurant Burger King gegen seinen weniger weltoffenen Konkurrenten.


Burger King ist vor allem für seine Rindfleisch-Sandwiches bekannt (Bild: Instagram / burgerkingde)

Burger King teilt aus: In einer wenig subtilen Twitter-Mitteilung trollt der Buletten-Konzern den Fastfood-Konkurrenten Chick-fil-A, der in den letzten Jahren immer wieder wegen Homosexuellenfeindlichkeit aufgefallen ist. "Der #ChKing [ein Hähnchen-Burger von Burger King] unterstützt LGBTQ-Rechte! Während des CSD-Monats können Sie ihr Verlangen nach belegten Sandwiches (sogar sonntags) stillen und Gutes tun. Wir geben HRC eine Spende für jeden ChKing, der verkauft wird." HRC steht für Human Rights Campaign, die größte LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten.

Twitter / BurgerKing
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Hintergrund des Tweets ist, dass der christliche Konzern Chick-fil-A aus religiösen Gründen sonntags in den USA geschlossen bleibt – als einzige große Fastfood-Kette. Chick-fil-A bietet ausschließlich Hähnchenprodukte und nicht wie Burger King oder andere US-Schnellrestaurants Rindfleisch an. Derzeit findet in den USA ein harter Konkurrenzkampf um belegte Hähnchen-Brötchen statt, der von den Medien martialisch als "Chicken Sandwich Wars" bezeichnet wird.

Chick-fil-A ist fast ausschließlich in den USA aktiv und hat dort mehr als 2.500 Filialen. Burger King hat dagegen rund 9.000 Filialen in den Vereinigten Staaten und noch einmal so viele in 100 anderen Ländern der Welt.

Chick-fil-A wurde zum Lieblingsrestaurant von homophoben Aktivist*innen

Der Homophobie-Konflikt um das Schnellrestaurant war vor knapp zehn Jahren explodiert, als Firmenchef Dan Cathy offen erklärte, man spreche sich als christliches Unternehmen gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht aus. Daraufhin riefen homophobe Aktivist*innen einen "Tag der Wertschätzung" für die Fastfood-Kette aus und stürmten die Filialen (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten organisierten wiederum Kiss-ins vor dem Schnellrestaurant.

Danach entbrannte ein regelrechter Kulturkampf um Chick Fil-A. Homophobe Politiker*innen wie Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ließen sich freudestrahlend mit dem Chick-fil-A-Burgern ablichten, konservative Nachrichten-Moderator*innen aßen live im TV Brötchen und Fritten der Kette, um ihre Unterstützung deutlich zu machen.


Im Frühstücksfernsehen des Fox News Channel isst man schon mal Chick-fil-A-Burger, um seine Unterstützung zu verdeutlichen

2019 kam heraus, dass Chick-fil-A heimlich Millionenbeträge an homophobe Organisationen spendete (queer.de berichtete). Dazu zählten auch Vereine, die sich für die "Heilung" von Homosexuellen engagierten.

Allerdings versuchte sich das Unternehmen zuletzt weniger ideologisch nach außen hin zu geben: So wurde etwa angekündigt, die Spenden an Homo-Hasser*innen einzustellen (queer.de berichtete).


Protest gegen Chick-fil-A im US-Bundesstaat Maryland (Bild: Elvert Barnes / flickr)

Grund für den – bislang nur halbherzig durchgeführten – Meinungswandel war offenbar, dass wegen des schlechten Image die geplante Europa-Expansion von Chick Fil-A scheiterte. In England muss etwa die erste Filiale nach Protesten von LGBTI-Aktivist*innen wieder schließen (queer.de berichtete). (dk)



#1 Korinhen KKAnonym
  • 08.06.2021, 14:23h
  • "Der Homophobie-Konflikt um das Schnellrestaurant war vor knapp zehn Jahren explodiert, als Firmenchef Dan Cathy offen erklärte, man spreche sich als christliches Unternehmen gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht aus. Daraufhin riefen homophobe Aktivist*innen einen "Tag der Wertschätzung" für die Fastfood-Kette aus und stürmten die Filialen (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten organisierten wiederum Kiss-ins vor dem Schnellrestaurant."

    Die rechnen doch sowieso mit einem Boykott. Aber was würde passieren, wenn die Community dort in Massen die Läden stürmen und bestellen würde? Natürlich spült das Geld in ihren Kassen, aber würden die nicht befürchten, ein anderes Image zu erhalten, was besagte homophobe Aktivisten ärgern würde? Die könnten ja wohl kaum der Verkauf einstellen.
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#2 Sven100Anonym
  • 08.06.2021, 16:11h
  • "Christliche" Burgerrestaurants sind eher homophob.

    So spendete die Witwe des verstorbenen Firmengründers von McDonald s vor einigen Jahren einen Betrag von 1 Milliarde Dollar an die homophobe Heilsarmee - die größte Summe, die jemals von einer Einzelperson gespendet wurde.
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#3 DramaQueen24Profil
  • 08.06.2021, 23:45hBerlin
  • Kenn die Kette. Die Burger schmecken dort genauso mies wie bei der Konkurrenz. Das Organisationen, die sich als "christlich" und "konservativ" erdreisten, die Homophobie des Inhabers zu unterstützen, sagt mehr über die aus, als über die Qualität der Burger.
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#4 DramaQueen24Profil
  • 08.06.2021, 23:49hBerlin
  • Antwort auf #1 von Korinhen KK
  • Au ja! Händchenhaltende, sich küssende schwule und lesbische Paare stürmen die Kette, und bestellen etwas, natürlich, wenn die Presse dabei ist. Der Geschäftsmann wird sagen: "Fag money is still money!" Aber nach außen entrüstet tun! Die Heuchelei und Doppelmoral dieser Leute geht mir so auf meinen Senkel, dass ich nicht soviel vom dem miesen Fraß essen könnte, als ich kotzen möchte.
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