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Rheinland-Pfalz

David Profit ist neuer Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Rheinland-Pfalz war das erste Land, das eine LGBTI-Beauftragte ernannte. Jetzt hat Christiane Rohleder nach rund fünf Jahren den Posten abgegeben.


David Profit ist ein erfahrener Jurist (Bild: MFFKI)

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat den Staatssekretär im Familienministerium, David Profit, zum neuen Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität berufen. Der Grünen-Politiker ist damit Nachfolger der ausgeschiedenen Staatssekretärin Christiane Rohleder (ebenfalls Grüne), die das Amt Ende 2016 als erste LGBTI-Landesbeauftragte Deutschlands angetreten hatte (queer.de berichtete).

"Als Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität ist es meine Aufgabe, die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Rheinland-Pfälzer*innen (LGBTIQ*) zu fördern, gegen Diskriminierung und für rechtliche Gleichstellung einzutreten", erklärte Profit am Dienstag in Mainz. Die Vielfalt von Menschen in Rheinland-Pfalz sei eine positive Bereicherung für das Land. "Wir alle profitieren vom einem offenen Umgang mit der Vielfalt in unserem Land."

Profit hatte "Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen" auf den Weg gebracht

Der 44-jährige Jurist kenne die rheinland-pfälzische Politik zu LGBTIQ*-Themen von Anfang an, erklärte Familienministerin Katharina Binz (Grüne). Als Referent in der Staatskanzlei habe er den ersten Aktionsplan "Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen" mit auf den Weg gebracht. Auch habe er die rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative für ein Gesetz zur Öffnung der Ehe mitformuliert. Profit sei übrigens auch der erste amtierende rheinland-pfälzische Staatssekretär, der mit einem Mann verheiratet sei.

Die Akzeptanz habe in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren zwar insgesamt zugenommen. "Es gibt aber nach wie vor Abwertungen, stereotype Bewertungen und Diskriminierungen bis hin zur Gewalttätigkeit", teilte das Ministerium weiter mit. (dpa/cw)



#1 Vic von der ElbeAnonym
  • 08.06.2021, 15:41h
  • Off-topic: Der Artikel demonstriert ganz nebenbei, warum das generische Maskulinum Quatsch ist. Würde - wie oft behauptet - die männliche Form automatisch und selbstverständlich Frauen mitmeinen, dann würde der Satz, dass Profit der erste Staatssekretär sei, der mit einem Mann verheiratet sei nicht funktionieren, wril solch ein Amt auch heterosexuelle Frauen vekleiden, die dann mitunter mit einem Mann verheiratet sind.
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#2 DominikAnonym
  • 08.06.2021, 19:56h
  • Antwort auf #1 von Vic von der Elbe
  • Das versteh ich aber nicht. "Staatssekretär" wird doch hier gar nicht generisch angewandt, sondern ist ganz konkret auf den Herrn Profit bezogen. Die Damen vor ihm im Amt waren halt Staatssekretärinnen.

    Ich störe mich eher an der Bezeichnung "gleichgeschlechtliche Lebensweisen". Gleichstellungsbeauftragter für Lesben und Schwule (oder umfassender: für LSBT) hätte ich besser gefunden. Wenn zwei Brüder oder drei Freundinnen in einer WG zusammenleben, wären das ja auch irgendwie "gleichgeschlechtliche Lebensweisen". Na ja.
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#3 Ralph
  • 09.06.2021, 10:48h
  • Antwort auf #2 von Dominik
  • Ich glaube, dieser Ausdruck ist eine Münchner Erfindung, wo es lange die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gab. Vermutlich glaubte man, die Einrichtung einer solchen Organisationseinheit der Stadtverwaltung sei schon schwer genug zu schlucken für manche Leute, so dass man sie nicht auch noch mit den Begriffen schwul und lesbisch benennen wollte. Sie wurde inzwischen umgetauft in Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ*. Was mich mehr stört als der Name, ist der Umstand, dass man es wieder nicht geschafft hat, eine eigenständige und auch nicht unmittelbar mit der Landesregierung verbundene Stelle einzurichten, sondern wieder nur einem ohnehin vorhandenen und naturgemäß weisungsgebundenen Spitzenbeamten eine weitere Zuständigkeit gegeben hat. Nichts gegen den Mann - aber ich glaube nicht, dass er bisher unterbeschäftigt war, und in seiner neuen Tätigkeit wird er kaum die Möglichkeit haben, sich auch mal kritisch gegen die Regierung zu stellen.
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#4 Ja genauAnonym