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Entwarnung

Apple stellt klar: Grindr wird nicht verboten

Der App Store wird weiter Grindr oder Scruff anbieten, betonte der US-Konzern. Zuvor hatten Änderungen der Richtlinie zu Spekulationen geführt, ob Apple queere Dating-Apps entfernen will.


Dieses Icon wird wohl weiter auf vielen iPhones zu sehen sein (Bild: Ivan Radic / flickr)

Das Technologieunternehmen Apple hat gegenüber dem Magazin "Apple Insider" betont, dass am Montag erlassene neue Richtlinien für den konzerneigenen App Store nicht dazu führen würden, dass queere Dating-Apps von der Plattform verschwinden. Zuvor hatte es in sozialen Netzwerken Befürchtungen gegeben, dass Apple gegen beliebte queere Dating-Apps wie Grindr oder Scruff vorgehen könne.

Grund für die Aufregung war eine neue Formulierung im Kapitel zu "anstößigen Inhalte". In Abschnitt 1.1.4. der neuen Richtlinien heißt es wörtlich, dass "offen sexuelles oder pornografisches Material" verboten sei. In dem Abschnitt zitiert Apple auch das Webster-Wörterbuch, das den Begriff wie folgt definiere: "Ausdrückliche Beschreibungen oder Darstellungen von Sexualorganen oder Aktivitäten, die darauf abzielen, eher erotische als ästhetische oder emotionale Gefühle hervorzurufen". Ferner heißt es: "Das schließt Abschlepp-Apps ein, die Pornografie beinhalten oder dazu genutzt werden, Prostitution zu ermöglichen."



Die Community zeigte sich daraufhin in sozialen Netzwerken alarmiert. Eine Nutzerin schrieb etwa am Dienstag bei Twitter, dass das Vorgehen Apples zeigte, "warum wir Konzerne vom CSD fernhalten wollen". Denn: "Profit wird immer der queeren Befreiung im Weg stehen."

Twitter / jbu3
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Gegenüber "Apple Insider" erklärte der Konzern, der seit Jahren vom offen schwulen Manager Tim Cook angeführt wird, dass mit den neuen Richtlinien lediglich Betrugs-Apps bekämpft werden sollten, "die nicht legitime Dating-Plattformen sind". Konkret gehe es um Apps, die Dating nur als Vorwand nutzen, um Pornografie zu verbreiten, Prostitutionsangebote zu verkaufen oder Menschenhandel betrieben. Auf Apps wie Grindr oder Scruff hätten die neuen Regeln keinerlei Auswirkungen.

Erst im Februar war der Google Play Store in die Kritik geraten, weil er die App des Satiremagazins "Titanic" sperrte – aufgrund einer Titelseite, in der es um Homosexualität und Kirche ging (queer.de berichtete). Nach Protesten schaltete Google die App wieder frei und entschuldigte sich (queer.de berichtete). (dk)



#1 NerdAnonym
  • 10.06.2021, 14:49h
  • Da müssten sie dann auch Twitter rausschmeißen.
    Ich seh bei Twitter weit mehr Pornoinhalte als bei den Blauen-Seiten etc.
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#2 TinoAnonym
  • 10.06.2021, 15:09h
  • Dann fliegt aber Planetromeo raus, passen die ihre App nicht an. Dort kann man definitiv Sex gegen Geld finden, dafür gibt es extra einen Abschnitt.
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#3 Grete WurmAnonym
  • 10.06.2021, 16:33h
  • Dont panic, guuuuuuurls!! Die Grindrella bleibt uns zum Glück erhalten. Fröhliches Sumsen allerseits, ihr Bienchen.
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#4 YomenAnonym
#5 Sukram712Anonym
  • 10.06.2021, 19:12h
  • Antwort auf #2 von Tino
  • Das ganze ist sowieso Heuchelei hoch drei. Ich bin sicher, die meisten Frauen heiraten reiche Männer allein aus reiner pure Liebe und Sex findet allein zur Zeugung von Nachwuchses statt. :)
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