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Queerfeindlicher Gesetzentwurf

Ungarn will "Werbung" für LGBTI bei Minderjährigen verbieten

Aufklärungsbücher und Bildungsprogramme sind von dem neuen Gesetzentwurf der Regierungspartei von Ministerpräsident Viktor Orbán ebenso betroffen wie Pride-Kampagnen von Unternehmen.


Unter Viktor Orbán entfernt sich Ungarn zunehmend von Europa, Menschenrechten und Demokratie (Bild: European People's Party / flickr)
  • 11. Juni 2021, 03:06h 34 1 Min.

Die Regierungspartei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán will "Werbung" für Homosexualität und Transitionen bei Minderjährigen verbieten. Mehrere Nichtregierungsorganisationen verurteilten umgehend den am Donnerstag ins Parlament eingebrachten Gesetzesvorschlag der Fidesz-Partei. Bildungsprogramme zu dem Thema oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit LGBTI solidarisch erklären, sollen demnach künftig verboten sein, ebenso wie Aufklärungsbücher zu dem Thema.

Sollte der Vorschlag vom Parlament verabschiedet werden, würden die Meinungsfreiheit und die Kinderrechte massiv beschnitten, kritisierte ein Bündnis aus fünf NGOs, darunter Amnesty International. Die Fidesz-Partei kopiere damit "diktatorische Modelle, die gegen europäische Werte verstoßen". "Die Regierung wendet sich gegen ihre eigenen Bürger, indem sie dem Beispiel Russlands oder Chinas folgt", warnten die Verbände. Sie erinnerten etwa an das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda".

A szólásszabadságot és a gyermekjogokat is súlyosan korlátozná a Fidesz egy új, az orosz propagandatörvényre hasonlító...

Posted by Háttér Társaság on Thursday, June 10, 2021
Facebook / Háttér Társaság | Die queere Organisation Háttér Társaság wandte sich mit anderen NGOs gegen den Gesetzentwurf
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Ungarn war bereits Ende vergangenen Jahres mit einem Gesetzespaket gegen LGBTI vorgegangen, das international auf Kritik stieß. Es verbietet homosexuellen Paaren u.a. die Adoption und betont in der Verfassung das "Geschlecht zur Geburt", das im Personenstandseintrag alleine maßgeblich und nicht mehr änderbar ist (queer.de berichtete). (cw/AFP)

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-w-

#1 AutumnRiver
  • 11.06.2021, 07:06hKöln
  • Der Faschismus schreitet immer weiter voran.
    Irgendwann sicher auch hier..
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#2 stephan
  • 11.06.2021, 08:58h
  • Europa muss dringend handelt und sich von abdriftenden Staaten trennen. Es sage keiner, das ginge aufgrund der EU-Verträge nicht, denn sonst z.B. bei der Finanzierung der Pandemie-Kosten werden auch stets Kniffe gefunden, die eigentlich von den Verträgen nicht vorgesehen sind!
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#3 CasselanAnonym
  • 11.06.2021, 09:55h
  • Es wird endlich Zeit, dass man Faschisten wie Orban den Geldhahn zudreht. Ohne Fördergelder der EU kann der sich keine drei Tage an der Macht halten. Es wäre schon vor Jahren an der Zeit gewesen, als die Schikane gegen ethnische Minderheiten, Queers und Obdachlose begann und nicht diskutierbare Freiheitsrechte eingeschränkt wurden. Orban und seine Spießgesellen sind eine Schande für jeden anständigen Menschen.
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