Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39105

CSD-Saison

Keine Regenbogenfahne in Russland: BMW rechtfertigt sich

BMW unterstützt queere Menschen – allerdings nur, wenn "marktspezifische gesetzliche Regelungen und landesspezifische kulturelle Aspekte" dies zuließen.


Die Facebook-Auftritte von BMW in Deutschland und Russland

Der Münchner Autobauer BMW feiert wie viele andere Firmen derzeit in sozialen Medien den Pride-Monat mit Regenbogenmotiven – allerdings nicht überall. So wurde in sozialen Medien kritisiert, dass der Konzern in Deutschland und anderen liberalen Ländern das eigene Logo in Regenbogenfarben taucht, in homophoben Ländern wie Saudi-Arabien oder Russland aber darauf verzichtet. Dem Konzern wird dabei "Pinkwashing" vorgeworfen – also, dass er die LGBTI-Community nur unterstützt, wenn er sich dabei positive wirtschaftliche Effekte erhofft, sich aber in anderen Ländern auf die homophobere Umgebung einstellt.

Gegenüber dem Kölner "Express" erklärt BMW nun, warum man sich engagiert: "Die Schaffung eines Bewusstseins für Respekt, Gleichheit und für die Bedeutung von Vielfalt gehört zu unseren Grundwerten. Im Hinblick auf den 'Pride Month' hat die BMW Group beschlossen, eine klare Haltung zu zeigen und das Logo ihrer internationalen Kommunikations- und Marketingkanäle (im Namen aller Märkte und Marken der BMW Group) bis Ende Juni zu ändern", erklärte eine Sprecherin des Konzerns.

Dann kommt jedoch die Einschränkung: "Wie bei solchen Kommunikations- und Marketingaktivitäten auch üblich, liegt es jedoch im Ermessen unserer Vertriebsgesellschaften und freien Importeure selbst zu entscheiden, ob sie sich zentral initiierten Kommunikations- und Marketingkampagnen anschließen oder nicht." Dies sei "eine Abwägung und geübte Praxis bei der BMW Group, bei der auch marktspezifische gesetzliche Regelungen und landesspezifische kulturelle Aspekte eine Rolle spielen".

BMW ist freilich nicht die einzige Firma, die auf diese Art verfährt – die Konkurrenten Mercedes-Benz und Volkswagen haben ebenfalls in LGBTI-freundlichen Ländern ihre Logos in Regenbogenfarben getaucht. In homophoben Staaten wie Russland prangt dagegen das alteingesessene Logo. (cw)

Twitter / NiklasKorber | Auch der deutsche Mischkonzern Siemens sieht die Welt manchmal bunt – und manchmal nicht
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe



#1 Ralph
  • 11.06.2021, 13:32h
  • In liberalen Demokratien kann jeder Rückgrat haben. Die wahre Gesinnung erweist sich erst in der Diktatur.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LarsAnonym
  • 11.06.2021, 13:37h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Ich finde, dass man es dann direkt sein lassen sollte. Hier in Westeuropa ist es vollkommen egal, in anderen Ländern würde es etwas bringen. Ich denke da zB noch an Coca Cola in Ungarn. Pinkwashing wie es Mercedes oder BMW betreiben ist schäbig.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AltoAnonym
  • 11.06.2021, 13:47h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Hier in Deutschland sich mit Regenbogenfahne zu zeigen, hat für Firmen keine Konsequenzen. Im Gegenteil, man kriegt kostenlose Werbung und erreicht neue Konsumenten. Das erfordert nur, wie Enzensberger sagen würde, Gratismut. Und wenn auch hier der Wind umschlägt, würden Siemens, BMW und Co. auch sofort drauf springen und ihre "Werte" sofort anpassen.
    Wahrer Mut würde sich zeigen, wenn sie das auch in Saudi Arabien, Iran und Co machen würden, wo es reale Konsequenzen geben würde.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LaroxProfil
  • 11.06.2021, 15:28hFrankfurt
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Ich würde in einer Diktatur ganz sicher auch keine Regenbogefahne schwenken weil ich Angst um mein Leben fürchten müsste. Auch in Deutschland wäge ich ab, ob ich meinem Partner draussen auf der Straße die Hand halte oder um meine Sicherheit fürchten muss.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Girlygirl
  • 11.06.2021, 15:47h
  • Ich finde die Kritik an BMW extrem dämlich. Unternehmen sind da, um Gewinne zu erzielen, willkommen im Kapitalismus. Das weiß doch jedes Baby. Doch manche aus der LGBTQ Community sind leider etwas ignorant was Themen anbelangt, welche sie nicht betreffen. Für sie ist es schlimmer, dass H&M seine Pride Kollektion nicht in Russland verkauft, als die Tatsache, dass sie von Kindern aus Bangladesch angefertigt wurde. Für sie ist es schlimmer, dass die saudische BMW Niederlassung kein Pride Logo hat, als die Tatsache, dass dort erst seit Kurzem Frauen überhaupt BMW fahren dürfen und de facto eine Geschlechter Apartheid herrscht. Man muss als Homosexueller das System, in dem wir leben nicht hinterfragen, lebt sich auch so gut. Aber dann darf man sich auch nicht über solche Sachen beschweren, zumal es auch sinnlos ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KaiJAnonym
#7 dellbronx51069Anonym
  • 11.06.2021, 18:03h
  • Warum soll sich BMW anders verhalten als die Politik die uns ständig in den Rücken fällt. ?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KaiJAnonym
#9 Ralph
#10 Ralph
  • 11.06.2021, 18:34h
  • Antwort auf #5 von Girlygirl
  • Die Behauptung, dass wer die halbherzige Unterstützung von LSBTI-Themen durch multinationale Konzerne kritisiert, Kinderarbeit und Frauenunterdrückung toleriere, ist niederträchtig und falsch.
  • Antworten » | Direktlink »