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Moscheeverband verbreitet weiter Hass

Zu homophob: Rheinland-Pfalz überprüft Kooperation mit Ditib

Der rheinland-pfälzische Landesverband von Ditib verbreitet krude Verschwörungsmythen über Homosexuelle. Daher überlegt Rheinland-Pfalz, nicht mehr mit dem Moscheeverband zusammenzuarbeiten.


Der von der rheinland-pfälzischen Ditib hofierte Historiker Ahmet Simsirgil fällt immer wieder durch antisemitische und homophobe Tiraden auf (Bild: Sayın14 / wikipedia)

Die rheinland-pfälzische Landesregierung überprüft laut "Tagesschau" nach Homophobie-Vorwürfen die Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib. Damit steht auf der Kippe, ob der von der türkischen Regierung kontrollierte Verein im Bundesland Religionsunterricht anbieten darf. Anlass ist, dass die Ditib weiterhin Bücher mit extrem homosexuellenfeindlichen Inhalten anbietet.

Rheinland-Pfalz hatte im April 2020 eine Vereinbarung mit der Ditib geschlossen, in der der Verband als Religionsgemeinschaft staatlich anerkannt wurde. In dieser Vereinbarung heißt es zwar: "Gemeinsam treten [Landesregierung und Ditib] jeglicher Form von Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Ethnie und Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität entgegen. Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und religiösen Extremismus werden beide Seiten gemeinsam entschieden bekämpfen." Allerdings gab es immer wieder Homophobie- und Antisemitismusvorwürfe gegen die Ditib.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Ditib-Landesverband den Historiker Ahmet Simsirgil eingeladen, der wegen seiner homophoben Haltung berüchtigt ist. Simsirgil warf etwa westlichen Ländern vor, die Türkei mit Homosexualität "infizieren" zu wollen. Nach Protesten wurde der Homo-Hasser wieder ausgeladen und der Ditib-Landesvorsitzende Yilmaz Yildiz erklärte seinen Rücktritt (queer.de berichtete). Laut "Tagesschau" bewirbt die Ditib aber weiter die Bücher des Historikers.

"Wie kann man sich so an der Nase herumführen lassen?"

Der frühere Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) wirft der Ampelkoalition in Mainz Blauäugigkeit vor: "Wie kann man sich so an der Nase herumführen lassen?", erklärte der 60-Jährige gegenüber der Redaktion des rbb-Magazins "Kontraste". Das Verhalten des Ex-Landeschefs Yildiz bezeichnete er als "Proforma-Rücktritt". Laut "Kontraste" hatte Yildiz nämlich bei seiner internen Rücktrittserklärung die antisemitischen und homophoben Aussagen von Simsirgil nicht kritisiert, sondern lediglich erklärt, dass dies der einzige Weg sei, um die Zielvereinbarung mit Rheinland-Pfalz aufrecht zu erhalten. Aus seiner Facebook-Seite sei außerdem hervorgegangen, dass er an einer Auslandsreise einer Ditib-Delegation nach Haiti teilgenommen habe.

Die Ditib untersteht de facto der staatlich-türkischen Religionsbehörde Diyanet, die sich unter Präsident Recep Tayyip Erdogan radikalisiert hat. Diyanet-Präsident Ali Erbas sorgte letztes Jahr mit einer homophoben Tirade für Entsetzen. Er hatte unter anderem gesagt, dass der Islam Homosexualität verurteile und diese sexuelle Orientierung Generationen "verrotte" (queer.de berichtete). (cw)



#1 RealistischAnonym
  • 11.06.2021, 14:45h
  • Sehr gute Maßnahme.

    Jetzt bitte genauso gut und entschlossen gegen christliche Hetzer:innen vorgehen.
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#2 AtreusProfil
#3 Ach jaAnonym
#4 dellbronx51069Anonym
  • 11.06.2021, 17:43h
  • Mit Homosexualität infiziert? Soso ....was macht der Islamist denn dann in einem Infektionsgebiet ? Heim ins Reich zum Erdolf mit ihm !!
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#5 MarcAnonym
  • 11.06.2021, 18:23h
  • Wetten, dass das Mainzer Dreigestirn unter der ach so kumpelhaften Malu keinerlei Konsequenzen aus dieser Pro-forma-Prüfung ziehen wird? Das hatten wir doch alles schon, am Ende macht man eben mit den Islamisten weiter.
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#6 audeasAnonym
#7 Ralph
#8 Julian SAnonym
  • 12.06.2021, 15:02h
  • In Nordrhein-Westfalen paktieren der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und seine FDP-Bildungsministerin weiterhin ungeniert mit Ditib.

    Alle Kritiker werden überhört oder mundtot gemacht.
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