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Polizeibericht

Brutale lesbenfeindliche Attacke in Berlin-Kreuzberg

Eine 14- und eine 17-Jährige wurden in der Nacht zum Sonntag in Park am Gleisdreick von drei Unbekannten homophob beschimpft, mit Fäusten geschlagen und getreten. Beide erlitten ernsthafte Verletzungen.


Die Tat ereignete sich im Park am Gleisdreieck (Bild: DryHundredFear / flickr)

Zwei jugendliche Frauen wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Berlin-Kreuzberg zunächst homophob beleidigt und anschließend brutal geschlagen. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.

Laut Polizeibericht hielten sich eine 14-Jährige und ihre 17-jährige Begleiterin im Park am Gleisdreieck auf, als drei Unbekannte auf sie zukamen, mit Fäusten auf sie einschlugen und nach ihnen traten. Hierbei erlitt die 14-Jährige Verletzungen an den Rippen und am Rücken, ihre Begleiterin im Gesicht und am Hinterkopf. Beide wurden während der Tat von den zwei heranwachsenden Männern und ihrer Komplizin homophob beleidigt.

Portemonnaie geklaut und Handy zerstört

Bevor die Schläger*innen sich vom Tatort entfernten, entrissen sie der 14-Jährigen die Handtasche mit Portemonnaie und Handy, wobei letzteres mutwillig beschädigt wurde. Die beiden verletzten Jugendlichen erstatteten auf einem Polizeiabschnitt Anzeige und wollen sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

Der Polizeiliche Staatsschutz führt, wie bei Hasskriminalität üblich, die Ermittlungen wegen des homophoben Übergriffs. Nähere Angaben zu den drei Angreifer*innen wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 GodzillaAnonym
  • 13.06.2021, 15:51h
  • Vlt ist das nur mein Empfinden aber es wird immer öfter und schlimmer. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre jemanden wegen seiner sexuellen Identität anzugreifen, so ist hier erneut ein Tiefpunkt erreicht, wenn man bedenkt, dass eines der Opfer gerade Mal 14 Jahre alt ist.
    Mich erschreckt es ebenso, dass eine Täterin dabei war aber Homohass kennt bekanntlich kein Geschlecht.

    BtW:
    In der Nacht wurde dort eine Party aufgelöst, evtl sind sie sich dort schon begegnet und die Täter und die Täterin haben nur darauf gewartet die beiden Jugendlichen allein anzutreffen.
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#2 WunderbarAnonym
  • 13.06.2021, 18:27h
  • Lesben sind oft gleich doppelt diskriminiert, als Homosexuelle und als Frauen.
    Hier muss endlich mehr Sichtbarkeit und auch eine entsprechende Verurteilung jeder lesbenfeindlichen Gewalt her! Immer nur mit gemeint zu sein reicht nicht. Wo bleibt hier der Aufschrei? Mir scheint diese erschreckende Eskalation mehr die Spitze des Eisbergs zu sein. Offenbar scheint es Orte und Szenen zu geben, die frauenliebende Frauen besser meiden, nicht nur aufgrund Unwohlseins, sondern ganz realer Bedrohung, und es dafür wohl reicht, bloß (ob nun angeblich oder tatsächlich) für lesbisch gehalten zu werden, also als unabhängiger Frauentyp nicht ins patriarchale Weltbild mancher Zeitgenossen passen zu wollen.
    Auch mit dem Hintergrund der Täter muss sich mehr auseinandergesetzt werden, anstelle dies immer auszublenden.
    Da es sich bei den beiden brutal attackierten Lesben um Jugendliche handelt, muss das auch entsprechend aufgefangen werden (an den Schulen usw.).
    Das ist nicht das Privatproblem der beiden Mädels! Die ich hier einmal solidarisch grüße.
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#3 ParkAnonym
  • 13.06.2021, 23:07h
  • Antwort auf #2 von Wunderbar
  • Das ist nicht der erste homophobe Übergriff im Park am Gleisdreieck die Frage ist wann die Politik an der Park ist schon lange aus dem Ruder gelaufen Überfälle an der Tagesordnung nachts entwickelt sich der Park zu einem absoluten Partypark am nächsten Morgen ist alles voller Müll Dreck Drogen werden offen gehandelt die Familien ziehen sich Abends zurück aus dem Park und überlassen den Vollidioten diesen Park
    Die Politik muss handeln und handelt nicht kein Wunder unter dieser Bezirksbürgermeisterin
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#4 LotiAnonym
  • 14.06.2021, 07:05h
  • Antwort auf #3 von Park
  • Die Gewalt ist nicht bloß im Gleisdreieck Park beheimatet, so wie Du es beschreibst. Gewalttätige Übergriffe auf Schwule, Lesben u.Transpersonen finden leider immer häufiger in Berlin statt. Das umfasst nicht nur diese eine Stelle.
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#5 Aufklärung schnellAnonym