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- 23. November 2005 1 Min.
Berlin Nach dem Verbot einer Menschenrechtsdemo und den Verhaftungen der Teilnehmer am Wochenende im polnischen Posen hagelt es weiter Kritik aus dem In- und Ausland. Zusätzlich zum Berliner Homo-Telefon Maneo hat nun auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) zu einer Demonstration vor der polnischen Botschaft in Berlin am Samstag gegen 10 Uhr aufgerufen. Auch im Ausland regt sich Protest. So werden am Donnerstag einige Homogruppen in London beim ersten Auslandsbesuch des polnischen Regierungschef demonstrieren. Die ILGA Europe versandte vor einem EU-Gipfel, an dem Kazimierz Marcinkiewicz ebenfalls teilnimmt, einen ausführlichen Bericht über die Lage von Schwulen und Lesben an EU-Beamte. Die Kampagne gegen Homophobie aus Warschau erbat in einer eMail Hilfe aus anderen EU-Staaten. In Belgien und England sollten Demos stattfinden, zudem sollten Schwule und Lesben eMails oder Briefe an den britischen Premier Tony Blair und EU-Kommissionspräsident Jose Barroso schreiben, die beide Marcinkiewicz treffen. Im Dezember macht Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Antrittsbesuch in Warschau. Die lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Grünen in NRW, Andrea Asch, fordete am Mittwoch "die EU-Kommission, die neue Bundesregierung und die Landesregierung von NRW auf, gegen die anhaltende Diskriminierung von Minderheiten in Polen zu protestieren" - was ihr nicht viel Mühe machte: der gesamte Wortlaut der Pressemitteilung ist der gleiche wie der ihres Berliner Kollegen Thomas Birk vom Montag. (nb)
Links zum Thema:
» LSVD/Maneo-Demo-Aufruf
» ILGA Europe















Rolf Gindorf
www.sexologie.org/rolfgindorf.htm