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US-Eiskunstläufer

Jason Brown outet sich als schwul

Der Weltklasseathlet Jason Brown spricht erstmals öffentlich über seine sexuelle Orientierung.


Jason Brown gewann 2014 mit seinem Team Bronze bei den Olympischen Winterspielen (Bild: Instagram / Jason Brown)

Der amerikanische Eiskunstlauf-Meister von 2015, der 26-jährige Jason Brown, hat sich in sozialen Netzwerken als schwul geoutet. Unter einem Foto, das ihn lachend vor einem Grafitti mit dem Spruch "love wins" zeigt, verbreitete er eine Erklärung an seine Fans.

Brown schrieb, er sei schon immer von LGBTQ+-Vorbildern umgeben gewesen, die ihm die ganze Vielfalt dieser Menschen gezeigt hätten. Er sei von "schönen, starken, kreativen, stolzen, erfolgreichen und hilfsbereiten" queeren Menschen umringt aufgewachsen, egal ob Familienmitglieder, andere Läufer*innen, Trainer*innen, Lehrer*innen oder Freund*innen. "Ich habe meine Sexualität nie in Frage gestellt oder viel darüber nachgedacht, weil das egal war", so Brown.

Er erkenne an, wie sehr sein eigenes Leben durch diese Menschen verbessert worden sei. Viele andere queere Menschen stünden vor einer ganz anderen Lebensrealität als er selbst und hätten oft hohe Hürden überwinden müssen. Auch der Kampf um Gleichheit und Akzeptanz gehe nach wie vor weiter, so Brown. Darum wolle er diesen Leuten "danke" sagen.

Brown preist Vielfalt der Menschen

"Ich habe es immer für unmöglich und, ehrlich gesagt, gefährlich gehalten, ein verallgemeinerndes Urteil über eine Gruppe abzugeben. Die Unterschiedlichkeit der Leute, die ich auf meiner Reise getroffen habe, hat mir gezeigt, dass jeder von ihnen einzigartig ist. Jede Erfahrung, jeder Mensch ist anders. Leute finden ihre eigene Identität, ihre eigene Stimme und sie besitzen ihre eigene Wahrheit", so Brown in einem Absatz zur Vielfalt der Menschen. Sein eigenes Leben entfalte sich nun: "Ich bin schwul und das ist eine Geschichte, die noch geschrieben wird."

Brown stellte sein Coming-out unter den Hashtag #PrideMonth und eine Regenbogenflagge. In den sozialen Netzwerken Instagram und Twitter beglückwünschten Fans und Kolleg*innen den Eiskunstläufer. Eine Frau schrieb jedoch, sie sei zwar "ok" mit der Nachricht, verwies aber auch auf ihre religiösen Überzeugungen. Das hindere sie jedoch nicht daran, ihn weiter zu unterstützen: "Das ändert nichts an dem, was ich über dich als Person denke", schloss sie ihre ambivalente Botschaft.

"Die Eiskunstlaufcommunity und die queere Community sind froh, dich zu haben!"

Eiskunstläuferin Karina Manta, die sich 2018 als erstes "Team USA"-Mitglied als bisexuell geoutet hatte, steht stellvertretend für die meisten anderen Reaktionen. Sie schrieb in einem Kommentar an Brown: "Du bist ein absolutes Talent! Die Eiskunstlaufcommunity und die queere Community sind unglaublich froh, dich zu haben!" Auf Twitter folgen dem Sportler etwas über 100.000 Menschen, auf Instagram sind es mehr als 155.000.

Bei den Olympischen Spielen 2014 im russischen Sotschi wurde Brown Neunter im Einzel. Im Teamwettbewerb gab es die Bronzemedaille. Als Mitglied des US-Teams gewann er außerdem 2015 die World Team Trophy. Sieben Mal gab es beim Grand Prix of Figure Skating eine Medaille, bei der Four Continents Figure Skating Championship errang er 2018 Bronze und 2020 Silber.



#1 PiakAnonym
  • 15.06.2021, 16:16h
  • Da ist er aber spät dran bei den US-Eiskunstläufern seiner Generation: Johnny Weir, Adam Rippon ...
    Trotzdem alles Gute!
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#2 EulenspiegelAnonym
  • 16.06.2021, 11:13h
  • Spät dran.

    Ein Eiskunstläufer outet sich als schwul.

    Ich bin in der Ballett/tanzscene involviert. Da ist es fast schon so das man sich als Hetero-Mann outen muß - ich kenne deutlich mehr schwule männliche Tanzprofis als Heteros.

    Manche Sachen sind wirklich wie im Klischee.
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