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Kommentare zu:
"Sahra Wagenknecht ist postfaktisch und skrupellos"


#1 GodzillaAnonym
#2 SchwabenstreichAnonym
  • 16.06.2021, 10:02h
  • Von allen politischen Befürworter:innen wie Gegner:innen wird Sahra Wagenknecht eine besondere Intelligenz bescheinigt. Wieso eigentlich? Liegt ein amtlich zertifizierter IQ-Test vor? Oder eine von Psycholog:innen bestätigte bipolare Genius-Wahnsinn-Veranlagung? Da Frau Wagenknecht sich bis zum heutigen Tage weigert, den Begriff "Skurrile Minderheiten" zu operationalisieren, schlage ich folgende Definition vor: Skurrile Minderheiten = Kommunist:innen mit falsch transkribiertem Vornamen.
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#3 Taemin
  • 16.06.2021, 10:05h
  • Zwei Anmerkungen möchte ich machen:

    1. Keine im Bundestag vertretene Partei gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie die Linke.

    2. Identitätspolitik wurde uns von rechts aufgezwungen. Jahrzehntelang wurden wir in der Bundesrepublik belehrt, dass unsere Identität nicht die richtige ist und dass dies rechtfertigt, uns schlechter zu behandeln als alle anderen Menschen. Identitätspolitik ist daher eigentlich gar kein queeres, sondern ein originär rechtes Thema. Sie ist Politik gegen uns, nicht für uns. Wenn die AfD die Devis gewählt hat "Deutschland. Aber normal", dann ist das Identitätspolitik. Wenn in der Linken von LSBTI als immer skurriler werdenden Minderheiten geredet wird, dann ist das Identitätspolitik. Wenn in der SPD Leute Massenzulauf finden, die exakt wie die AfD "Normalität" propagieren, dann ist das Identitätspolitik. Wenn der Bundesrat en bloc Gesetzentwürfe ablehnt, die uns der Gleichbehandlung näher gebracht hätten, dann ist das Identitätspolitik. Es geht um die Durchsetzung dessen, was die Rechten unter richtiger, unter normaler Identität verstehen. Vater-Mutter-Kind- verschiedengeschlechtliche-Paare- eindeutiges-Geschlecht- nach-anatomischem-Eindruck. Was gerade in Ungarn geschieht, ist Identitätspolitik. Der Staat bestimmt, welche Identität Menschen haben dürfen, und was mit denen geschieht, die dahinein nicht passen. Vier Beine gut, zwei Beine schlecht. Früher nannte man das eine totalitäte Gesellschaft. Heute soll eine solche Gesellschaft normal heißen.
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#4 Taemin
#5 KaiJAnonym
  • 16.06.2021, 10:48h
  • Angst ist eine schlechte Ratgeberin. Auch dem positiven Inhalt des Begriffs Identitätspolitik stellt mensch sich. Vor der ldeoligisierung des Begriffs wegzulaufen, ist auch ein Rückzug auf Raten.
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#6 KorrekturAnonym
  • 16.06.2021, 10:52h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • "Keine im Bundestag vertretene Partei gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie die Linke."

    Fakten:
    Linke im aktuellen Bundestag: 69
    AfD im aktuellen Bundestag: 88

    Willst Du ernsthaft behaupten, es gebe mehr rechtsextreme Linke als rechtsextreme AfDler im Bundestag? Oder empfindest Du gar die AfD als gar nicht so rechtsextrem wie die Linke? Oder hast Du die AfD in Deiner Aussage einfach nur "versehentlich" ausgeblendet? Wenn ja, lässt auch das tief blicken.

    Tatsache ist, dass leider nach wie vor die AfD dem Rechtsextremismus am meisten Raum im Bundestag gibt. Tatsache ist aber auch, dass Frau Wagenknecht in der Linken nicht mehr viel zu suchen haben sollte.

    P.S. Danke, Johannes, für dieses immer noch sehr wichtige Buch und auch für dieses wichtige Update.
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#7 Girlygirl
  • 16.06.2021, 10:54h
  • Antwort auf #4 von Taemin
  • Sie ist wirtschaftlich links, aber gesellschaftlich autoritär und keine große Verfechtern der Gleichberechtigung. Und das machte sie so charmant auch für Leute, die heute ihr Kreuz bei der AfD machen. Viele Politikerinnen, selbst manche von der CDU, redeten in Talkshows von Mann-Frau Gleichberechtigung, aber Sahra schwieg zu diesen Themen. Sie war zwar für die Ehe für alle und ist auch gegen Abtreibungsparagraph 218, aber das hängt sie bewusst nicht an die große Glocke. Ehe für alle ja, aber LGBT mögen sich bitte zurückhalten! Gleichberechtigung von Frauen ja, aber wenn die Businnes Woman sexuell belästigt wird, soll sie sich nicht "bei #MeToo ausheulen!"
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#8 Alexander_FAnonym
  • 16.06.2021, 11:46h
  • Antwort auf #6 von Korrektur
  • Es ist und bleibt natürlich so, dass die AfD offensichtlich dem Rechtsextremismus am meisten Raum verschafft. In dieser Partei ist er aber auch als solcher erkennbar, und die AfD erfüllt insofern lediglich ihre Aufgabe: die nämlich, die rückschrittlichsten Elemente der Gesellschaft zu vertreten und rückständige Haltungen sichtbar zu machen.

    Wenn in der Linken nun ähnliche Positionen vertreten werden, ist die Wirkung wesentlich verheerender, weil rückschrittliche Haltungen nicht als solche erkannt werden, à la "Die Linken sagen das doch auch!". Das wiederum bestärkt die Bevölkerung in ihren Ressentiments und leistet ihnen Vorschub.
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#9 Dont_talk_aboutProfil
  • 16.06.2021, 11:56hFrankfurt
  • Sehr gute Analyse. Ich hoffe nur, die Community zieht Konsequenzen und erklärt die Linkspartei bei dieser Spitzenkandidatin für unwählbar.

    Nicht dass man wieder so einen Wahlcheck macht, wo dann alle Positionen der Linkspartei für gut geheißen werden und es eine Wahlempfehlung gibt
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#10 KorrekturAnonym
#11 Alexander_FAnonym
#12 Taemin
#13 Taemin
#14 KorrekturAnonym
#15 Taemin
#16 KorrekturAnonym
  • 16.06.2021, 17:13h
  • Antwort auf #15 von Taemin
  • "Gut - die Linke ist eine urdemokratische Partei und Sahra Wagenknecht ist eine vorbildliche Kämpferin gegen Rechtsextremismus und für LSBTI-Rechte. Zufrieden? Träum weiter."

    Gut. Wenn Du mir jetzt noch zeigst, wo ich so etwas auch nur ansatzweise geschrieben haben soll... zu dumm nur, dass Du dergleichen nicht finden wirst. Statt dessen schrieb ich in #10:

    "Dennoch ist für mich die Linke auch unwählbar geworden, angesichts der immer offeneren Unterstützung der faschistoiden Wagenknecht-Linie:"

    www.queer.de/detail.php?article_id=39143

    Du beliebst jedoch mich weiter als dumme_n Träumer_in darzustellen, statt auch wenigstens einmal einzugestehen, dass eine Aussage von Dir gefährlich und falsch ist. Wie ich schon sagte: Deine unterirdische Strategie, mit argumentum ad personam anzukommen, sobald Du entlarvt wurdest, zieht bei mir nicht mehr.
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#17 Taemin
  • 17.06.2021, 09:36h
  • Antwort auf #16 von Korrektur
  • Ich kapituliere. Dass manche Leute noch immer glauben, die AfD sei eine Partei, die dem Rechtsextremismus in den eigenen Reihen nur Raum gebe und in der möglicherweise doch noch demokratische konservative Kräfte die Oberhand gewinnen und die Rechtsradikalen rausschmeißen werden, ist so was von realitätsverweigernd, dagegen kann ich nicht mehr argumentieren. Diese Zeit ist längst vorbei. Die AfD ist eine vollkommen rechtsextreme Partei. In ihr hat es allerdings mal angefangen wie jetzt in der Linken. So wie einst Frauke Petry die AfD in den Rechtsextremismus führte, so besteht jetzt die Gefahr, dass Sahra Wagenknecht das mit der Linken genauso machen wird. Noch sieht es so aus, dass innerhalb der Linken eine Art "Flügel" stramm rechte Ausrichtung der Partei propagiert. Deshalb ist der für die AfD längst verfehlte Begriff des Raum Gebens bei der Linken noch angebracht. Die Mehrheit der Partei scheint noch demokratisch zu sein. Doch die rechtsextreme Minderheit lässt man gewähren und sie wird immer lauter und einflussreicher. Wie schnell und gründlich sie zur Mehrheit werden kann, lehrt das Beispiel der AfD.
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#18 KorrekturAnonym
  • 17.06.2021, 11:57h
  • Antwort auf #17 von Taemin
  • "Ich kapituliere."

    Gut.

    "Dass manche Leute noch immer glauben, die AfD sei eine Partei, die dem Rechtsextremismus in den eigenen Reihen nur Raum gebe und in der möglicherweise doch noch demokratische konservative Kräfte die Oberhand gewinnen und die Rechtsradikalen rausschmeißen werden, ist so was von realitätsverweigernd, dagegen kann ich nicht mehr argumentieren."

    Woher Du das nun schon wieder herbeiphantasierst, bleibt mir völlig schleierhaft. Was ich glaube, meine und schreibe, enthält NICHTS von alledem.

    Du argumentierst ohnehin nicht wirklich. Ich habe einen Satz von Dir kritisiert, der da lautete:
    "Keine im Bundestag vertretene Partei gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie die Linke."

    Dieser Satz ist und bleibt gefährlich falsch.
    Warum, habe ich bereits erklärt.
    Statt einfach zuzugestehen, dass Du Dich da mindestens miserabel ausgedrückt hast, legst Du Deinen Kritiker_innen Worte, Gedanken und Argumente in den Mund, die diesen selbst niemals einfallen würden. Ganz nach der billigen und super durchschaubaren Methode "Da! Ein Eichhörnchen!" (ein nicht fruchtendes, super leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver).

    Ich wiederhole gern letztmals: Die größte rechtsradikale Kraft im Bundestag ist nicht etwa die Linke, wie Deine Formulierung es nahelegt, sondern die AfD. Dass ich die Linke trotzdem mittlerweile ebenfalls für unwählbar halte, habe ich auch schon erläutert. Und auch begründet.

    Auf eine weitere Karussellfahrt, habe ich, gelinde gesagt, keinen Bock. Ich habe dazu alles gesagt.
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#19 Taemin
  • 17.06.2021, 14:43h
  • Antwort auf #18 von Korrektur
  • Der Satz ist und bleibt richtig. Die Linke gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie keine andere im Bundestag vertretene Partei. Die AfD gibt ihm überhaupt keinen Raum. Die Zeiten sind vorbei. Die AfD IST eine gefestigt rechtsextreme Partei, in der es nichts anderes mehr gibt als Rechtsextremismus. Wer auch heute immer noch davon fabuliert, sie lasse in ihren Reihen nur Rechtsradikale zu, unterstellt, sie sei eine konservative bürgerliche Partei, die halt endlich mal in ihrem Hause aufräumen müsse. Dieses Stadium hat sie lange hinter sich. In diesem Stadium befindet sich jetzt die Linke.

    Wagenknecht hat klar erkannt, dass in Deutschland links keine Wahl mehr zu gewinnen ist, und dass sich in der Mitte sage und schreibe vier verschiedenartig liberale Parteien drängen: die sozialliberale SPD, die ökoliberalen Grünen, die nationalliberale FDP und liberalkonservative Teile der Union. Da ist kein Platz mehr. Also steuert sie stramm nach rechts, wo sie eine Wählerschaft zu finden hofft, der die Union nicht mehr rechts genug und die AfD zu proletenhaft ist. Zwar haben auch die FDP und einzelne Gliederungen der Union einen vergleichbaren Rechtsruck vollzogen, aber nicht so offen extremistisch wie weite Teile der Linken. Wo bei der AfD noch Raum für solche Experimente sein soll, erschließt sich mir nicht. Die sind längst voll rechts draußen.
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#20 KorrekturAnonym
  • 17.06.2021, 15:07h
  • Antwort auf #19 von Taemin
  • "Der Satz ist und bleibt richtig. Die Linke gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie keine andere im Bundestag vertretene Partei. Die AfD gibt ihm überhaupt keinen Raum."

    Naja: wir wissen ja, dass Du Deinen ganz eigenen Blick auf die deutsche Sprache hast. Was soll man da noch sagen. Man kann nur noch mit den Augen rollen.
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#21 SakanaAnonym
  • 17.06.2021, 15:44h
  • Ich finde diese Debatte, die LINKE mit der AFD thematisch gleichzusetzen und ihr die Propagierung von rechtsextremistischen Topoi im Parlament zu unterstellen, mehr als zweifelhaft, weil sie an die Extremismusdebatte bzw "Hufeisentheorie" erinnert, die in den Sozialwissenschaften sehr umstritten wird, aber politisch sehr gerne als Framingwerkzeug eingesetzt wird, um linke Politik allgemein zu diskreditieren. Mehr Informationen zur Debatte unter
    www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/200097/deba
    tte-extremismustheorie


    Ich kann mich zwar an bestimmten Aussagen von Frau Dr. Wagenknecht stoßen und sie nicht gut finden, aber ihr prinzipiell eine recht(sextrem)e Gesinnung unterstellen zu wollen, halte ich für sehr vermessen und gefährlich im bundesrepublikanischen Diskurs.
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