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Einzelkommentar zu:
"Sahra Wagenknecht ist postfaktisch und skrupellos"


#3 Taemin
  • 16.06.2021, 10:05h
  • Zwei Anmerkungen möchte ich machen:

    1. Keine im Bundestag vertretene Partei gibt dem Rechtsextremismus so viel Raum wie die Linke.

    2. Identitätspolitik wurde uns von rechts aufgezwungen. Jahrzehntelang wurden wir in der Bundesrepublik belehrt, dass unsere Identität nicht die richtige ist und dass dies rechtfertigt, uns schlechter zu behandeln als alle anderen Menschen. Identitätspolitik ist daher eigentlich gar kein queeres, sondern ein originär rechtes Thema. Sie ist Politik gegen uns, nicht für uns. Wenn die AfD die Devis gewählt hat "Deutschland. Aber normal", dann ist das Identitätspolitik. Wenn in der Linken von LSBTI als immer skurriler werdenden Minderheiten geredet wird, dann ist das Identitätspolitik. Wenn in der SPD Leute Massenzulauf finden, die exakt wie die AfD "Normalität" propagieren, dann ist das Identitätspolitik. Wenn der Bundesrat en bloc Gesetzentwürfe ablehnt, die uns der Gleichbehandlung näher gebracht hätten, dann ist das Identitätspolitik. Es geht um die Durchsetzung dessen, was die Rechten unter richtiger, unter normaler Identität verstehen. Vater-Mutter-Kind- verschiedengeschlechtliche-Paare- eindeutiges-Geschlecht- nach-anatomischem-Eindruck. Was gerade in Ungarn geschieht, ist Identitätspolitik. Der Staat bestimmt, welche Identität Menschen haben dürfen, und was mit denen geschieht, die dahinein nicht passen. Vier Beine gut, zwei Beine schlecht. Früher nannte man das eine totalitäte Gesellschaft. Heute soll eine solche Gesellschaft normal heißen.
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