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Einzelkommentar zu:
Gendersprache in Hamburgs Verwaltung gestattet


#8 lotosblueteAnonym
  • 16.06.2021, 20:07h
  • Antwort auf #7 von Godzilla
  • "Absurderweise wird dieses Argument bzw. ähnlich gelagerte Argumente nur angeführt, sofern es um den Stern, Doppelpunkt und Unterstrich geht, wenn von "Mann und Frau", "Sehr geehrte Damen und Herren" und so weiter geredet und geschrieben wird, kräht kein Hahn. Daher lässt das in fast jeder Diskussion nur einen bitteren Schluss zu: Unsichtbarmachung von allem was nicht der Heteronormativität entspricht."

    Seit Jahren setze ich mich vehement für die Gleichheit aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen ein, da ich der festen Überzeugung bin, dass Kompetenz und Charakter unabhängig von Faktoren sind, die nicht nicht im Verantwortungsbereich eines Menschen liegen.
    Allerdings muss ich zugeben, dass mein Wirkungsgebiet auf mein unmittelbares Umfeld, vor allem den Kollegenkreis beschränkt ist.
    Dass ich mit meinen Ansichten und Meinungen schon oft angeeckt bin, interessiert mich nicht.
    Auch konnte ich mit "Heteronormativität" noch nie etwas anfangen, da ich die Vorstellung, dass die sexuelle Orientierung einer Gruppe von Menschen relevant oder gar Verpflichtung für andere sein kann, absurd finde. Jeder Mensch ist individuell in Körper und Charakter und soll gleich sein in Pflichten und Rechten.
    Auch hatte ich nie einen Zweifel, dass mit einer herkömmlichen Anrede alle Menschen gemeint sind - nicht "mitgemeint", sondern nicht weniger oder mehr als jeder andere. Diese Sicherheit hat mit der "gendersensiblen", für mich "genderfixierten" Sprache abgenommen.
    Ich habe - wie bereits geschrieben - es damit versucht und es hat mich nicht überzeugt. Ich fühlte mich in der Sackgasse
    Metaphorisch ausgedrückt: Ich ging die Straße in der Hoffnung, ins Paradies zu gelangen und prallte gegen eine Mauer.
    Andererseits bin ich gerne bereit, meine Ansichten zu revidieren, wenn ich durch Sachargumente überzeugt werde.
    Bis es soweit ist, verwende ich die herkömmliche Ausdrucksweise. Daran muss sich niemand ein Beispiel nehmen.
    Sollte ich mit meiner Ausdrucksweise anecken, kann und werde ich daran nichts ändern. Ich habe nicht den Anspruch, es allen recht zu machen.
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