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Einzelkommentar zu:
US-Höchstgericht: Adoptionsagenturen dürfen LGBTI-Paare abweisen


#6 Sven-LeonAnonym
  • 18.06.2021, 13:02h
  • Antwort auf #5 von Taemin
  • Nein - das deckt vielleicht das deutsche Verständnis von Religionsfreiheit ab, aber gewiss nicht das US-amerikanische, wo derselben eine viel zentralere Bedeutung beigemessen wird. Als schützenswertes Rechtsgut beinhaltet die Religionsfreiheit hier nicht nur Kult- und Gewissensfreiheit, sondern zu einem erheblichen Maße auch die Freiheit, die Religion im Rahmen der allgemeinen Gesetze zur Richtschnur des eigenen Handelns zu machen - gerade auch im Wirtschafts- und Gesellschaftsleben.

    Das ist angesichts der Tatsache, dass der religiöse Organisationsgrad in den USA deutlich größer und die persönliche Religiosität der Bevölkerung viel ausgeprägter ist als in Westeuropa auch nicht verwunderlich. Falsch liegt man in jedem Fall immer, wenn man meint, dass westeuropäische (oder spezifischer: deutsche) Einstellungen zur Religionsfreiheit (aber auch zur Meinungsfreiheit etc.) weltweite Gültigkeit hätten oder auch nur im Entferntesten die internationalen Marschrichtung vorgeben. Für die allermeisten Menschen - in den USA wie anderswo - ist Religion der zentrale Wert in ihrem Leben und dem trägt das Recht Rechnung. Abermals: Das ist insoweit konsentiert, als selbst liberale ("pro-LGBTQ") Richter*innen in Fällen wie diesem ein klares Einvernehmen bekunden.
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