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Olympische Sommerspiele

Caster Semenya verpasst in Regensburg Ticket nach Tokio

Bei Turnieren zwischen 400 Metern und einer Meile darf die Sportlerin mit intergeschlechtlichen Anlagen nicht mehr antreten. Ihr Plan, deshalb auf 5.000 Meter auszuweichen, ging nicht auf.


Die südafrikanische Sportlerin und zweifache Olympiasiegerin Caster Semenya gehört seit Jahren zu den besten Mittelstreckenläuferinnen der Welt (Bild: Chell Hill / wikipedia)

  • 20. Juni 2021, 05:52h, noch kein Kommentar

Die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat bei ihrem überraschenden Start in Regensburg erneut die Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio verpasst. Die 30 Jahre alte Südafrikanerin blieb am Samstagabend über 5.000 Meter trotz einer Tempomacherin in 15:57,12 Minuten deutlich über den geforderten 15:10,00 und wurde Vierte.

Das Rennen gewann die Regensburgerin Miriam Dattke, die die letzten sechs Runde im Alleingang absolvierte und nach 15:34,92 Minuten ins Ziel kam. Semenya hatte schon zuvor bei zwei Rennen über diese Distanz in Pretoria am 27. März (16:14,43 Minuten) und am 15. April (15:52,28) den olympischen Richtwert auf ihrer Ausweichdistanz jeweils verfehlt.

Semenya klagt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichts von Mai 2019 zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intergeschlechtlichen Anlagen darf sie nicht mehr bei Wettbewerben zwischen 400 Metern und einer Meile starten (queer.de berichtete). Es sei denn, dass sie ihren natürlichen Testosteron-Wert durch Medikamente senkt, was Semenya ablehnt.

Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat sie eine Klage gegen Diskriminierung, herabwürdigende Behandlung sowie Missachtung ihres Privatlebens angestrengt (queer.de berichtete). (cw/dpa)