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  • 24. November 2005 48 2 Min.

Köln Der Streit um ein Dokument des Vatikans zu homosexuellen Priestern geht weiter. Am Mittwoch begrüßte die Deutsche Bischofskonferenz das Papier. In der Regel werde in den Priesterseminaren in Deutschland schon seit längerer Zeit entsprechend verfahren, erklärte der Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Karl Lehmann. Die von Papst Benedikt XVI. gebilligte Instruktion sei daher "auch als Bestätigung des eigenen Wegs" zu sehen. Homosexuellen Menschen sei mit Achtung und Takt zu begegnen. Durch den Beruf als Priester ergebe sich laut dem Katechismus der katholischen Kirche aber eine "Beanspruchung des ganzen Menschen an Leib und Seele". Dazu gehöre eine "affektive Reife, die eine korrekte Beziehung zu Männern und zu Frauen einschließt", so Lehmann.
Der Verein Homosexuelle und Kirche wirft hingegen dem Vatikan vor, ein Klima der Einschüchterung zu schüren. Er sehe die Gefahr, dass Homosexuelle in ihrer Gewissens- und Redefreiheit eingeschränkt würden, sagte der Vorsitzende der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, Reinhold Wecker am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Schwule müssten dem Papier nach im doppelten Sinne keusch sein, also nicht nur nicht sexuell aktiv sein, sondern auch ihre sexuelle Neigung verstecken. Wecker verwies darauf, dass selbst die homosexuelle Verwurzelung dem Dokument nach ausreiche, um jemandem das Priesteramt zu verwehren. "Wir fürchten ein verschärftes Klima der Einschüchterung und des Versteckens. Das ist genau das, was Kirche nicht sein darf."
In deutschen Medien stieß das Dokument in fast allen Kommentaren auf Ablehnung. Der schwule "taz"-Redakteur Jan Feddersen kommentierte hingegen, es sei "selbstverständlich", dass nun festgeschrieben werde, dass das Zölibat auch für schwule Priester gelte. Er hält dem Vatikan zugute, die Diskriminierung Homosexueller gleichzeitig zu verurteilen. In einem weiteren Bericht schreibt Feddersen, die Missbrauchsfälle durch Priester in den USA seien, "die Brille der politischen Korrektheit einmal von der Nase gesetzt, augenscheinlich (...) ein Problem der homosexuellen Priesteramtskandidaten und ihrer bereits ordinierten Vorgesetzten". Eine Reaktion auf diese Fälle, wie sie das Dokument auch darstelle, sei "ohnehin fällig" gewesen, so Feddersen. (nb)

-w-

#1 SvenAnonym
  • 24.11.2005, 16:22h
  • Was schreibt der Feddersen denn da für einen Stuss!!??
    Und der soll schwul sein?
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#2 aquarius40Anonym
  • 24.11.2005, 17:12h
  • Also nach Herrn Feddersen scheinen nun wohl alle Schwulen Kinderschänder zu sein. Mein Gott, in was für einer Welt lebt denn diese Person???

    Als ungeoutet schwuler Katholik war es die einzige Möglichkeit ohne viel Aufsehens sich der Weiblichkeit zu entziehen und der Allgemeinheit das Nachfragen, warum MANN nicht schon verheiratet ist, zu vereinfachen.
    Laut Statistiken geht seit Jahren hervor, dass über 75% der Priester schwul sind.

    Also hat nun die RÖMISCHE Kirche ein weiteres Nachwuchsproblem mehr, um neue Priester zu bekommen.

    GottSeiDank bin ich evangelisch!!
    Ich gehöre also nicht zur Gemeinschaft
    ' WIR SIND PABST '
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#3 LuxuriaAnonym
  • 24.11.2005, 17:23h
  • Feddersen hat den Schuss nicht gehört. "Homosexuelle Tendenten" müssen "überwunden" also "wegtherapiert" sein, damit man Priester werden darf. Fragwürdig, finde ich.

    Obendrein wird den Priestern die "Unterstrützung" der "Gay-Kultur" verboten, also ihre Meinungsfreiheit (immerhin ein Grundrecht) eingeschränkt. Das ist doch mehr als fragwürdig, oder?
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