Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39190

USA

Kein Anschlag: Tödlicher Vorfall bei Pride-Parade war Unglück

In Wilton Manors in Florida überfuhr der Fahrer eines Pickup-Trucks versehentlich zwei CSD-Teilnehmer, einer kam ums Leben. Alle drei sangen im schwulen Männerchor von Fort Lauderdale.


Der Kleintransporter durchbrach den Zaun eines Gartencenters und kam dort zum Stehen (Bild: WMPD)

Bei dem tödlichen Vorfall bei einer Pride-Parade im US-Bundesstaat Florida handelt es sich nach Ermittlungen der Behörden um einen Unglücksfall. Der Fahrer des Wagens, ein Teilnehmer der Parade in Wilton Manors in der Nähe von Fort Lauderdale, habe versehentlich beschleunigt und zwei Männer angefahren, erklärte die Polizei am Sonntag (Ortszeit).

Bei dem Fahrer handele es sich um einen 77-Jährigen, der wegen körperlicher Gebrechen selbst nicht bei der Parade mitmarschieren konnte und daher als Fahrer des Wagens an der Spitze des Zuges ausgewählt worden sei. Beim Start der Parade habe er versehentlich zuviel Gas gegeben und zwei Paradenteilnehmer angefahren, bevor er den Zaun eines Gartencenters durchbrach und dort zum Stehen kam.


Der Fahrer des Pickup-Trucks wurde von der Polizei festgenommen

Ein Mann kam bei dem Unfall ums Leben, der andere wurde verletzt. Sowohl die beiden Opfer als auch der Fahrer gehörten dem "Fort Lauderdale Gay Men's Chorus" an. Die Parade wurde vorzeitig beendet.

Zunächst war ein Anschlag befürchtet worden

Unmittelbar nach dem Vorfall am Samstag war zunächst unklar gewesen, ob es sich um einen gezielten Angriff handelte. Fort Lauderdales schwuler Bürgermeister Dean Tantalis, der an der Parade teilnahm, hatte zunächst von einem "terroristischen Angriff auf die LGBT-Community" gesprochen (queer.de berichtete).

Viele queere Initiativen in den USA hatten mit Entsetzen auf den Vorfall reagiert, der sich fast genau fünf Jahre nach dem Attentat auf den queeren Club "Pulse" in Orlando ereignete (queer.de berichtete). In manchen Stellungnahmen war auch die queerfeindliche Politik der Republikaner für den Vorfall verantwortlich gemacht worden. (cw/AFP)

Direktlink | Bericht des örtlichen Senders WPLG Local 10. Trigger-Warnung: Das Video zeigt unter anderem Wiederbelebungsmaßnahmen
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe



#1 AtreusProfil
  • 21.06.2021, 07:20hSÜW
  • Schrecklich. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es den Angehörigen, Freunden, Chormitgliedern und dem Fahrer gerade geht. Was ein Tag der Freude hätte sein sollen, endet in einer Tragödie, die viele ohne Gewissheit allzu vorschnell kommentierten.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LotiAnonym
  • 21.06.2021, 07:34h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • So wie Du und ich haben auch andere hier im Forum mit Entsetzen diese Tragödie mitverfolgt und manch eine/einer sogleich kommentiert. Daran gibt es nichts auszusetzen. Was ich allerdings auch nicht gut finde, ist die Vorverurteilung, bevor die Ermittlungen abgeschlossen waren.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ana NymAnonym
  • 21.06.2021, 10:02h
  • Leider sind solche Vorverurteilungen im Netz bei den schnellen Neuigkeiten weit verbreitet.
    Die Berichterstattung kann allerdings auch etwas dazu beitragen, dass Lesende umsichtiger reagieren.
    Die angeblichen Tatsachen sollten einfach deutlich als Mutmaßungen kenntlich gemacht werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LeashProfil
  • 21.06.2021, 15:27hHamburg
  • Oh g*tt der arme Mann ist bestimmt völlig fertig mit den Nerven jetzt, wie will er damit Leben
  • Antworten » | Direktlink »