Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?39192

Direkter melodischer Gesangsstil

Joan Armatradings intimstes Album

Mit "Consequences" hat die britische Singer-Songwriterin ihr 22. Studioalbum veröffentlicht.


Joan Armatrading war die erste weibliche Singer/Songwriterin aus Großbritannien, die mit selbst geschriebenen und selbst interpretierten Songs internationalen Erfolg hatte (Bild: Joel Anderson)
  • 21. Juni 2021, 09:55h, noch kein Kommentar

Mit "Consequences" wurde vergangenen Freitag das 22. Studioalbum von Joan Armatrading veröffentlicht. Es ist eines ihrer bisher intimsten und direktesten – und eines, das Gewissen und Herz auf der Zunge trägt und veranschaulicht eindrücklich, dass Joan Armatrading sich nicht gerne wiederholt. Es unterscheidet sich damit deutlich von seinem Vorgänger, dem 2018 erschienenen britischen Top 30-Album "Not Too Far Away".

Natürlich wird der musikalische Schrittwechsel die unzähligen weltweiten Fans von Joan Armatrading nicht überraschen: Sie war schon immer eine Pionierin in allem, was sie tut. Das war bereits bei der Veröffentlichung ihres ersten Albums 1972 der Fall, als ihre damalige Plattenfirma nach eigenen Aussagen kaum Vorstellungen davon hatte, wie sie eine Künstlerin präsentieren sollte, die so außerhalb der Norm lag. Zur Erinnerung: Joan Armatrading war die erste weibliche Singer/Songwriterin aus Großbritannien, die mit selbst geschriebenen und selbst interpretierten Songs internationalen Erfolg hatte.

Durchgehender rhythmischer Fluss


"Consequences" ist als CD, Vinyl und digital erschienen

Ob sie ein großartiges E-Gitarren-Solo spielt, das viele der arrivierten "Guitar Heroes" in den Schatten stellen würde, oder sich auf Genres wie Jazz oder Blues konzentriert – Joan Armatrading ist völlig unvorhersehbar immer dorthin gegangen, wo die Muse sie hinführt. Wiederholungen gehört nicht zu ihrem musikalischen Repertoire. Das zeigte sich, als sie den Soundtrack für eine Bühnenproduktion von Shakespeares "The Tempest" komponierte, und es war auch in "Me, Myself, I" zu erfahren, einer BBC-Doku über ihre Karriere.

Mit einem tief empfundenen, direkten und melodischen Gesangsstil, mit Lyrics, die die Dinge sagen, wie sie sind und mit einem durchgehenden rhythmischen Fluss ist "Consequences" ein Album mit einigen Überraschungen – und zugleich von einer leidenschaftlichen Intensität, die nahelegt, es von Anfang bis zum Ende durchzuhören. "Consequences" ist ein rundes akustisches Erlebnis und eine kompromisslose Tour de Force, die mit jedem Hören besser wird. Und obwohl das Thema – Liebe in ihren vielen Spielarten – ein intimes ist, ist dies kein Album über Joan selbst, sondern eines, das sie, wie andere Alben auch, aus der Beobachtung heraus geschrieben hat: Sie hat Songs geschaffen, die sich jeder Mensch zu eigen machen und auf die persönliche Situation übertragen kann.

Direktlink | Offizielles Video zu "Already There" von Joan Armatrading
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe


Die Single "Already There" ist ein perfektes Beispiel dafür: Sie beschreibt, wie es ist, wenn ein Teil eines Paares sich bereits verliebt hat, während das Gegenüber emotional noch nicht ganz dort angekommen ist. (cw/pm)