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"Signal für unser gemeinsames Werteverständnis"
EM-Stadion in Regenbogenfarben: München bittet UEFA und DFB um Hilfe
Erleuchtet die Allianz-Arena am Mittwoch in Regenbogenfarben? Münchens OB appelliert an die Fußballverantwortlichen in Deutschland und Europa, sich "für Toleranz und Gleichstellung einzusetzen".

Der SPD-Politiker Dieter Reiter (hier mit den Schwestern der perpetuellen Indulgenz) regiert die bayerische Landeshauptstadt seit 2014 (Bild: Stadt München)
- 21. Juni 2021, 12:43h 2 Min.
Die Stadt München hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) um Unterstützung für die Initiative gebeten, das Münchner EM-Stadion in Regenbogenfarben zu beleuchten. Man wolle "ein weithin sichtbares Signal für unser gemeinsames Werteverständnis" senden, hieß es in einem Schreiben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an die Spitzen der beiden Dachverbände. Er appelliere an die UEFA, "sich (…) nachdrücklich und sichtbar für Toleranz und Gleichstellung einzusetzen".
In einem fraktionsübergreifenden Antrag hatte sich der Münchner Stadtrat dafür ausgesprochen, die EM-Arena im Stadtviertel Fröttmaning zum Gruppenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch in Regenbogenfarben zu beleuchten (queer.de berichtete). "Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", heißt es in dem Antrag, über den formell erst am Mittwoch, dem Spieltag, entschieden werden soll.
Hintergrund des Protestes ist ein vergangenen Dienstag vom ungarischen Parlament beschlossenes queerfeindliches Gesetz, das an das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" erinnert (queer.de berichtete). Es sieht unter anderem vor, Bildungsprogramme zu Homo- und Transsexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit queeren Menschen solidarisch erklären, zu verbieten. (dpa/cw)

Das Münchner Stadion erstrahlte bereits mehrfach zur CSD-Saison in Regenbogenfarben (Bild: Allianz-Arena)












