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"Signal für unser gemeinsames Werteverständnis"

EM-Stadion in Regenbogenfarben: München bittet UEFA und DFB um Hilfe

Erleuchtet die Allianz-Arena am Mittwoch in Regenbogenfarben? Münchens OB appelliert an die Fußballverantwortlichen in Deutschland und Europa, sich "für Toleranz und Gleichstellung einzusetzen".


Der SPD-Politiker Dieter Reiter (hier mit den Schwestern der perpetuellen Indulgenz) regiert die bayerische Landeshauptstadt seit 2014 (Bild: Stadt München)

Die Stadt München hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) um Unterstützung für die Initiative gebeten, das Münchner EM-Stadion in Regenbogenfarben zu beleuchten. Man wolle "ein weithin sichtbares Signal für unser gemeinsames Werteverständnis" senden, hieß es in einem Schreiben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an die Spitzen der beiden Dachverbände. Er appelliere an die UEFA, "sich (…) nachdrücklich und sichtbar für Toleranz und Gleichstellung einzusetzen".

In einem fraktionsübergreifenden Antrag hatte sich der Münchner Stadtrat dafür ausgesprochen, die EM-Arena im Stadtviertel Fröttmaning zum Gruppenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch in Regenbogenfarben zu beleuchten (queer.de berichtete). "Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", heißt es in dem Antrag, über den formell erst am Mittwoch, dem Spieltag, entschieden werden soll.

Hintergrund des Protestes ist ein vergangenen Dienstag vom ungarischen Parlament beschlossenes queerfeindliches Gesetz, das an das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" erinnert (queer.de berichtete). Es sieht unter anderem vor, Bildungsprogramme zu Homo- und Transsexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit queeren Menschen solidarisch erklären, zu verbieten. (dpa/cw)


Das Münchner Stadion erstrahlte bereits mehrfach zur CSD-Saison in Regenbogenfarben (Bild: Allianz-Arena)



#1 AtreusProfil
  • 21.06.2021, 15:11hSÜW
  • Ich finde es extrem befremd- und bedenklich, dass man als Stadt, Eigentümer, Politiker (usw.) die UEFA, einen gemeinnützigen Verein, um Erlaubnis bittet, ein Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt und Menschenrechte setzen zu dürfen.
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#2 Ja gutAnonym
#3 mesonightAnonym
  • 21.06.2021, 15:47h
  • Herrje, was wird denn hier für ein Bohei betrieben, wo ist denn das Problem, dass man das Stadion in den Regenbogenfarben ausleuchtet? Das sollte lt. dem EU Wertesystem wohl selbstverständlich sein, warum nehmen wir hier Rücksicht auf homophobe Mitgliedsstaaten und warum wird die Entscheidung erst am Mittwoch verkündet? Echt schlimm.
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#4 NX-01Anonym
  • 21.06.2021, 16:00h
  • Wer darf das rechtlich betrachtet überhaupt entscheiden?
    Hat die UEFA das Stadion für die Dauer der Veranstaltung (also des Spiels) sozusagen gemietet und hat deshalb auch gesetzlich die Entscheidungsbefugnis bei so einer Sache oder darf das rechtlich gesehen der Eigentümer/die Eigentümerin des Gebäudes entscheiden wie es zu der Zeit aufleuchtet?

    Nur um Unklarheit vorzubeugen: Natürlich bin ich auch dafür das Stadion während der Spiele in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen.
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#5 KratzbürsteAnonym
  • 21.06.2021, 16:36h
  • Antwort auf #4 von NX-01
  • Ich weiß nicht sicher, wie die Verträge bei diesem Turnier aussehen, das in 11 Ländern stattfindet. Für das Turnier, das 2024 in Deutschland stattfindet, sind vertraglich Demonstrationen jeglicher Art im Umkreis der Stadien explizit untersagt, für die gesamte Dauer dieses Turniers. Dazu würden dann wohl auch Bekundungen wie diese gehören, die für manche Menschen eine krasse politische Stellungnahme darstellen.

    Im Übrigen hat die Bundesregierung diesen Verträgen zugestimmt, und dass sie für die Einhaltung dieser Bestimmungen eintritt...
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#6 Garfield
  • 21.06.2021, 16:39h
  • FIFA und UEFA kuscheln ja gerne mit Despoten. Ich bin mir daher sicher, dass es keine Regenbogenfarben im Stadion geben wird. Mein Vorschlag: könnte man nicht den Luftraum über dem Stadion in Regenbogenfarben erstrahlen lassen? Soviel Lasertechnik müsste doch verfügbar sein.
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#7 NickAnonym
  • 21.06.2021, 16:46h
  • Natürlich hat da die UEFA ihre Finger drauf. Die überlassen doch nichts dem Zufall.

    Hab vorhin bei Spiegel gelesen, dass der Vizepräsident Ungar und ein Freund von Viktor Orban ist...
    Wird spannend!
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#8 NX-01Anonym
  • 21.06.2021, 17:05h
  • Antwort auf #5 von Kratzbürste
  • Wird die Rechtslage in diesem Fall also von allen Beteiligten in gleichem Maße als unklar angesehen?

    Mit Beteiligten meine ich: Die Stadt München, den DFB, die UEFA, die bayerishe Landesregierung, die Bundesregierung, die Ungarische Regierung, die Nationalmanschaften von Ungarn und Deutschland.
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#9 Taemin
  • 21.06.2021, 17:24h
  • Wenn ich nicht völlig falsch informiert bin, ist Eigentümer des Stadions der FC Bayern München. Das ist eine Aktiengesellschaft, d.h. ein Wirtschaftsunternehmen, dem neben dem Stadion auch eine Fußballmannschaft und weitere Sporteinrichtungen gehören.
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#10 andreAnonym
  • 21.06.2021, 19:34h
  • Verboten durch UEFA. Kam gerade. Auf dem Twitter-Account d. gr. dt. Zeitung gelesen.
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