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Katholische Kirche will weiter diskriminieren

Vatikan geht gegen italienisches Gesetz gegen LGBTI-Feindlichkeit vor

Das Eingreifen des Vatikans gilt als beispielloser diplomatischer Vorgang: Der Heilige Stuhl will verhindern, dass sexuelle Minderheiten in Italien vor Diskriminierung geschützt werden.


Papst Franziskus kämpft jetzt gegen ein Antidiskriminierungsgesetz in Italien (Bild: Long Thiên / flickr)

Der Vatikan hat einem Medienbericht zufolge formell Einspruch gegen ein italienisches Gesetz gegen Homo- und Transphobie eingelegt. Der Außenbeauftragte des Heiligen Stuhls, Paul Gallagher, reichte eine entsprechende offizielle diplomatische Note bei der italienischen Botschaft ein, wie die Zeitung "Corriere della Sera" am Dienstag berichtete. Demnach ist dieser Vorgang zumindest nach öffentlichem Kenntnisstand bislang beispiellos.

Die Kirchenvertreter fürchten dem Zeitungsbericht zufolge, dass das Gesetz zu rechtlichen Schritten gegen kirchliche Einrichtungen führen könnte. Sie beklagen etwa, dass katholische Schulen nicht von der Pflicht ausgenommen wären, an Aktivitäten im Rahmen des Nationaltags gegen Homophobie teilzunehmen. Nach Auffassung des Vatikans wäre dies ein Verstoß gegen den geltenden bilateralen Vertrag zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl.

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Das geplante Gesetz "zur Verhinderung und Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt aufgrund von Geschlecht, Gender, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Behinderung" war im November von der Abgeordnetenkammer angenommen worden und wird derzeit im Senat debattiert (queer.de berichtete). Es zielt darauf ab, diskriminierende Handlungen und Anstiftung zur Gewalt gegen Schwule, Lesben, Transgender sowie Behinderte und Frauen unter Strafe zu stellen, analog zu bestehenden Strafnormen gegen Rassismus.

Vergangenes Jahr hatte die italienische Bischofskonferenz das Vorhaben bereits scharf kritisiert. "Zum Beispiel käme es der Einführung eines Meinungsdelikts gleich, diejenigen strafrechtlich zu verfolgen, die der Meinung sind, dass die Familie einen Vater und eine Mutter braucht und nicht die Verdoppelung derselben Figur", erklärten die Bischöfe damals. Diese Einwände hatten wiederum einen Aufschrei von queeren Organisationen und Abgeordneten zur Folge. Sie hatten später auch diverse Einschränkungen in dem Gesetzentwurf kritisiert, der der Kritik aus Kirchen entgegenkomme.

Der Vatikan hatte erst im März insbesondere in deutschsprachigen Ländern für Aufsehen gesorgt, weil er das Segnungsverbot von Homo-Paaren bekräftigte (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 Taemin
  • 22.06.2021, 13:56h
  • Der hochgejubelte Papst Franz Seit an Seit mit Orban, Putin, Bolsonaro und Erdogan. Denn wo ist der Platz der kath. Kirche? Klar - immer mitten bei den faschistischen Diktatoren.
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#2 Korinthen KKAnonym
  • 22.06.2021, 14:05h
  • Soviel dazu, der Vatikan hätte ja gar keine Macht und würde nicht versuchen, in der Poltik mitzumischen, weil Kirche und Staat ja strikt getrennt seien.
    Kann man den Spieß nicht bitte umdrehen und Gesetze gegen die Machenschaften des Vatikans beschließen?
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#3 LeashProfil
  • 22.06.2021, 14:08hHamburg
  • Hehe, "heiliger Stuhl".

    Sorry ich hab nichts sinnvolleres beizutragen, so sind se halt. Ich hoffe, dass das einzige was sie damit erreichen weitere Kirchenaustritte sind. Komm schon Karma los mach dein Ding!
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#4 Korinthen KKAnonym
  • 22.06.2021, 14:12h
  • "Vergangenes Jahr hatte die italienische Bischofskonferenz das Vorhaben bereits scharf kritisiert. "Zum Beispiel käme es der Einführung eines Meinungsdelikts gleich, diejenigen strafrechtlich zu verfolgen, die der Meinung sind, "

    komisch. Wenn ein Priester seine Meinung frei äußert, dass einen Mann liebt oder ein Kind hat, dann hat das keine Konsequenzen? Der Vatikan pro freie Meinung? Sind ja gar neue Töne!

    "dass die Familie einen Vater und eine Mutter braucht"

    So wie die unehelichen Priesterkinder?

    "und nicht die Verdoppelung derselben Figur",
    Das gebietet sich natürlich nicht. Wenn schon, dann bitte eine Verdreifachung: Gottvater, Stiefvater und heilig-geistlicher Erzeuger!
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#5 AtreusProfil
  • 22.06.2021, 14:40hSÜW
  • Jeder der Antidiskriminierung bekämpft, bzw. selbst das Recht zu diskriminieren "einklagt" und mutwillig Gesundheit und Wohlstand der betroffenen Menschen schädigt, wie auch dei eigene Herde anstiftet, es gleich zu tun, ist für mich amoralisch und verbrecherisch und gehört mit allen verfügbaren, rechtstaatlichen Mitteln in die Schranken gewiesen. Dem heuchlerischen, kriminellen Gesocks gehört endlich Macht und staatliche Förderung entzogen und für zehntausendfachen Missbrauch, die Vertuschung desselben, sowie für die Selbstmordförderung (Konversionstherapien) der Prozess gemacht.
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#6 KinamaAnonym
  • 22.06.2021, 16:05h
  • Antwort auf #3 von Leash
  • "Heiliger Stuhl"

    Heilig ist ja nicht gleich heile oder geheilt. Für mich hört sich das eher an wie etwas was sich heile darstellen möchte (heuchlerisch würde da evt. passen). Und Stuhl erinnerte mich spontan beim Lesen deines Beitrages an die Probe desselbigen die man beim Arzt abgeben kann.

    "Heuchlerische Sch***e!"
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#7 FliegenAnonym
#8 maenneAnonym
#9 PetterAnonym
  • 22.06.2021, 17:28h
  • Nach all ihren Verbrechen sollten die lieber ganz demütig den Mund halten und sich nicht noch so aufspielen.

    Was bilden die sich ein, sich ständig in demokratische Prozesse und Gesetze einmischen zu müssen. Klarer Fall von Kompetenzüberschätzung.

    Die Kirche tut gerne so, als würde sie sich ändern, aber dann zeigt sie doch immer wieder, dass es so weitergeht wie bisher und dass sie weiter diskriminieren und hetzen wollen und auch allen anderen vorschreiben wollen, LGBTI diskriminieren zu müssen.
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#10 AndyAnonym