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"Politische Aktion"

DFB-Interimschef verteidigt Regenbogenverbot der UEFA

Rainer Koch findet das Verbot der Regenbogenbeleuchtung bei der Europameisterschaft richtig. Er selbst sei aber gegen Homophobie.


Rainer Koch verteidigt die UEFA (Bild: Romyli / wikipedia)

DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat das UEFA-Verbot einer Regenbogen-Beleuchtung der Münchner EM-Arena verteidigt. "Da die Beleuchtung vom Münchner Stadtrat als eine gezielte Aktion gegen die Entscheidung des ungarischen Parlaments begründet worden ist, handelt es sich nicht mehr um ein bloßes Statement im gemeinsamen Kampf gegen jede Form von Diskriminierung, sondern um eine politische Aktion", schrieb das deutsche Mitglied der Exekutive der Europäischen Fußball-Union am Dienstag bei Facebook. Da die UEFA eine "politisch und religiös neutrale Organisation" sei, habe sie die Anfrage aus der Münchner Politik ablehnen müssen.

Das UEFA-Statement zeigt zwei Punkte auf: 1. Als Dachverband des europäischen Fußballs sieht es die UEFA als ihre...

Posted by Rainer Koch on Tuesday, June 22, 2021
Facebook / Rainer Koch
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Die UEFA hatte entschieden, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf (queer.de berichtete). Hintergrund der Forderung ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde (queer.de berichtete). Das Gesetz gilt als Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orbán.

"Und das ist gut so"

Seine eigene Haltung und die des Deutschen Fußball-Bundes sei klar, versicherte Koch. DFB-Kapitän Manuel Neuer bringe "das mit seiner persönlichen Haltung, die Regenbogen-Armbinde schon den ganzen Monat zu tragen, klar zum Ausdruck. Und das ist gut so", schrieb der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes. "Und die UEFA als Organisation hat, wie das Statement sehr deutlich macht, exakt die gleiche Haltung", fügte er hinzu. Die UEFA sei grundsätzlich dafür, Zeichen zu setzen. Daher habe sie auch vorgeschlagen, die Münchner Arena an anderen Tagen in Regenbogenfarben zu erleuchten – zu den angebotenen Terminen finden allerdings keine Spiele statt.

Auf Kritik eines Facebook-Nutzers unter seinem Eintrag reagierte Koch zudem mit den Worten: "Selbst bin ich für klare Zeichen und das sage ich seit Jahren. Deshalb darf es auch nicht bei der Frage morgen ja/nein bleiben, sondern es muss Aktionen geben!" (dpa/dk)

Wöchentliche Umfrage

» Was hältst du von Regenbogenbinden und bunt erleuchteten Stadien bei der Fußball-EM?
    Ergebnis der Umfrage vom 21.06.2021 bis 28.06.2021


#1 AtreusProfil
  • 22.06.2021, 15:31hSÜW
  • Im Grunde braucht man nur in die Mediathek gehen und das Interview von Koch durch Katrin Müller-Hohenstein anzuschaueln und man weiß sofort den Herrn samt Charakter einzuordnen.
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#2 AndyAnonym
  • 22.06.2021, 16:15h
  • Da halte ich es doch mit dem dem Herren: "Die Botschaft von Gary Lineker an die Elektrotechniker der Münchner EM-Arena war eindeutig: "Macht es trotzdem - die können uns mal", twitterte die englische Ikone als Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in der Regenbogen-Frage"

    Zu Koch, es geht nicht um Politik, es geht um MENSCHENRECHTE. Punkt!
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#3 seltsamAnonym
  • 22.06.2021, 16:37h
  • Die Entscheidung steht, da wird sich nix mehr ändern.
    Viel interessanter finde ich, dass die UEFA anscheinend Verträge mit den Stadion-Betreibern erstellt hat, die gültig sind und die Aussenbeleuchtung bzw deren Einfärbung regeln.
    Das kann doch nur bedeuten, dass die UEFA bewusst die Anti-LGBTQ-Regeln in die Grundverträge eingearbeitet. Und damit verfolgt die UEFA also ganz bewusst einen anti-liberalen Kurs. Das ist beängstigend.
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#4 LotiAnonym
#5 LotiAnonym
#6 Taemin
  • 22.06.2021, 17:10h
  • Natürlich ist das ein politisches Projekt - so wie die Ablehnung durch die UEFA politisch motiviert ist. Die einen sind für Menschenwürde und Grundrechte - die andern sind für Unterdrückung und Ausgrenzung. Beides sind politische Anliegen. Beide Anliegen sind der moralischen Bewertung zugänglich, und ich denke, die ist gerade in Deutschland im Gange - nicht zu Gunsten der UEFA. Dass bereits an verschiedenen Orten Aktionen ins Werk gesetzt werden, um die Regenbogenfarben leuchten zu lassen, kommt einer Verurteilung der UEFA gleich, in München wird der Olympiaturm leuchten, und die Ungarn werden dem Regenbogen im Stadion nicht entkommen, denn das der Arena benachbarte Windrad wird ebenfalls leuchten. Im Grunde dürfen wir der UEFA sogar dankbar sein, denn so viel Aufmerksamkeit und so viele Aktionen und so viele LSBTI-freundliche und -unterstützende Aussagen aus prominenten Mündern hätte es sonst gar nicht gegeben.
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#7 AndyAnonym
  • 22.06.2021, 17:14h
  • Antwort auf #5 von Loti
  • Das kommt auch darauf an, wer dahinter steht. Ich las eben, dass der FC Bayern es begrüßt hätte... Na dann bitte, die sitzen doch letztendlich an den Schalter.... Ob aber der FCB sich mit der UEFA anlegt?
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#8 PetterAnonym
  • 22.06.2021, 17:16h
  • Ach, das Tragen einer Regenbogenbinde ist okay, aber ein Stadion in Regenbogenfarben ist plötzlich ein "verbotenes politisches Statement".

    Eine Sportart, die ein Zeichen für Liebe, Freiheit, Vielfalt und Toleranz als verboten ansieht, hat sich selbst überholt und stellt sich selbst in die rechte Ecke.

    Man braucht keine Ultras, die den Fußball in Verruf bringen, das erledigt die UEFA ganz von alleine.

    Die UEFA macht den Fußball zu einer rechten Sportart.
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#9 AlexAnonym
  • 22.06.2021, 18:13h
  • Das Zeigen des Regenbogen-Symbols wäre einfach nur ein Zeichen für Nächstenliebe.

    Nur das Verbot durch die UEFA ist ein politischen Zeichen gegen die Werte dieses Symbols und für rechtes Gedankengut.

    Eigentlich sollte nicht der Regenbogen verboten werden, sondern diese Aktion der UEFA oder gleich die UEFA als Förderverein rechter, menschenverachtender Ideologien, die im Sport nichts zu suchen haben.

    Wenn sich der Sport nicht gegen Rechts positionieren darf, ist man bestenfalls noch Marionette rechter Kräfte.
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#10 andreAnonym
  • 22.06.2021, 18:15h
  • Meine Meinung. Auf keinen Fall war es, vom Münchner OB sehr schlau, die ungarische Parlamentsentscheidung als Hintergrund für die Anfrage aufzuführen. Genau darauf bezog sich nämlich die Ablehnung der Uefa. Zitat: "Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt muss die Uefa diese Anfrage ablehnen.
    PrideMonth2021 hätte gereicht... Ich denke, dann hätte es geklappt.
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