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"Politische Aktion"
DFB-Interimschef verteidigt Regenbogenverbot der UEFA
Rainer Koch findet das Verbot der Regenbogenbeleuchtung bei der Europameisterschaft richtig. Er selbst sei aber gegen Homophobie.
- 22. Juni 2021, 13:17h 2 Min.
DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat das UEFA-Verbot einer Regenbogen-Beleuchtung der Münchner EM-Arena verteidigt. "Da die Beleuchtung vom Münchner Stadtrat als eine gezielte Aktion gegen die Entscheidung des ungarischen Parlaments begründet worden ist, handelt es sich nicht mehr um ein bloßes Statement im gemeinsamen Kampf gegen jede Form von Diskriminierung, sondern um eine politische Aktion", schrieb das deutsche Mitglied der Exekutive der Europäischen Fußball-Union am Dienstag bei Facebook. Da die UEFA eine "politisch und religiös neutrale Organisation" sei, habe sie die Anfrage aus der Münchner Politik ablehnen müssen.
Das UEFA-Statement zeigt zwei Punkte auf: 1. Als Dachverband des europäischen Fußballs sieht es die UEFA als ihre...
Posted by Rainer Koch on Tuesday, June 22, 2021
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Die UEFA hatte entschieden, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf (queer.de berichtete). Hintergrund der Forderung ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde (queer.de berichtete). Das Gesetz gilt als Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orbán.
"Und das ist gut so"
Seine eigene Haltung und die des Deutschen Fußball-Bundes sei klar, versicherte Koch. DFB-Kapitän Manuel Neuer bringe "das mit seiner persönlichen Haltung, die Regenbogen-Armbinde schon den ganzen Monat zu tragen, klar zum Ausdruck. Und das ist gut so", schrieb der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes. "Und die UEFA als Organisation hat, wie das Statement sehr deutlich macht, exakt die gleiche Haltung", fügte er hinzu. Die UEFA sei grundsätzlich dafür, Zeichen zu setzen. Daher habe sie auch vorgeschlagen, die Münchner Arena an anderen Tagen in Regenbogenfarben zu erleuchten – zu den angebotenen Terminen finden allerdings keine Spiele statt.
Auf Kritik eines Facebook-Nutzers unter seinem Eintrag reagierte Koch zudem mit den Worten: "Selbst bin ich für klare Zeichen und das sage ich seit Jahren. Deshalb darf es auch nicht bei der Frage morgen ja/nein bleiben, sondern es muss Aktionen geben!" (dpa/dk)
















