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"Denkt an die, die immer noch diskriminiert werden"

FC Bayern und Thomas Hitzlsperger bedauern UEFA-Regenbogenverbot

Immer mehr Vereine und Fußballer sprechen sich gegen die Entscheidung der UEFA aus, darunter auch einer der besten englischen Spieler aller Zeiten.


Thomas Hitzlsperger Coming-out vor siebeneinhalb Jahren brachte die Debatte um Akzeptanz im deutschen Fußball zum Laufen

Die Kritik an der Europäischen Fußball-Union reißt nicht ab: Jetzt hat auch der ehemalige Fußballprofi Thomas Hitzlsperger die UEFA im Zusammenhang mit dem Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben in die Pflicht genommen: "Liebe UEFA, fühlt euch wegen des Regenbogens nicht beleidigt", schrieb Hitzlsperger am Dienstag auf Englisch bei Twitter. "Denkt an die, die immer noch diskriminiert werden. Sie brauchen Unterstützung. Auch eure Unterstützung!" Der 39-Jährige hatte 2014 nach Abschluss seiner Karriere öffentlich gemacht, dass er schwul ist (queer.de berichtete).

Twitter / ThomasHitz
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Der ehemalige englische Stürmer Gary Lineker appellierte dagegen an die Stadt: "Tu es, München. Tu es. Lass es leuchten, so dass es die Welt sieht." Lineker, der seine Karriere Mitte der Neunzigerjahre beendete, ist bis heute der Rekordtorschütze der englischen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften und arbeitet inzwischen als Moderator der BBC-Fußballsendungen.

Twitter / GaryLineker
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Auch der deutsche Rekordmeister FC Bayern München bedauert, dass sein Stadion mit einem Regenbogenverbot belegt wurde: "Wir hätten uns gefreut, wenn die Allianz-Arena am Mittwoch in den Regenbogenfarben hätte strahlen können. Weltoffenheit und Toleranz sind grundsätzliche Werte, für die unsere Gesellschaft steht und für die der FC Bayern steht", sagte Herbert Hainer, der Präsident des erfolgreichsten deutschen Fußballvereins, am Dienstag. "Deshalb beleuchtet der FC Bayern seit einigen Jahren sein Stadion beispielsweise am Christopher Street Day in den Farben der Vielfalt", führte der 66-Jährige aus.

Die UEFA hatte zuvor entschieden, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn an diesem Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf (queer.de berichtete). Die UEFA lehnte einen entsprechenden Antrag des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) ab. Reiter erklärte nach der Entscheidung, das Verbot sei "beschämend" (queer.de berichtete).

Twitter / AntoGriezmann | Das Thema führte in ganz Europa zu großen Diskussionen in sozialen Netzwerken, an denen sich auch Profis wie hier der fanzösische EM-Spieler Antoine Griezmann beteiligten
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In mehreren deutschen Städten wurde inzwischen als Protest gegen das UEFA-Verbot angekündigt, Stadien oder Rathäuser mit Regenbogenflaggen auszustatten. "Wir machen da gerne mit, weil wir uns für Toleranz und Menschenrechte einsetzen", sagte Christoph Meyer, Sprecher der Berliner Olympiastadion GmbH, am Dienstag der "Berliner Zeitung". In München soll am Spieltag das Rathaus mit Regenbogenflaggen geschmückt und das Windrad in unmittelbarer Nähe der Arena in Regenbogenfarben beleuchtet werden. Zudem wollen der nationale Verband der CSD-Organisator*innen gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International vor dem Spiel in München über 10.000 Regenbogenfahnen an Schlachtenbummler*innen verteilen. (dpa/dk)

Wöchentliche Umfrage

» Was hältst du von Regenbogenbinden und bunt erleuchteten Stadien bei der Fußball-EM?
    Ergebnis der Umfrage vom 21.06.2021 bis 28.06.2021


#1 GaylibAnonym
  • 22.06.2021, 17:00h
  • Lieber Thomas Hilzsperger,

    wird dann die Daimler-Arena wie die Stadien u. a. in Frankfurt (M), Köln, Berlin, Augsburg Wolfsburg in Tegenbogenfraben erstrahlen?
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#2 PetterAnonym
  • 22.06.2021, 17:21h
  • Man sollte dieses dramatische Zeichen, das nicht ohne Folgen für den Fußball bleiben wird, nicht nur "bedauern", sondern ganz offen "verurteilen" und als das bezeichnen, was es ist: ein Kriechen vor rechter Gesinnung.
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#3 AndyAnonym
  • 22.06.2021, 17:46h
  • Letztendlich hat doch der FCB die Oberhoheit über die Lichtschalter.... Führende dieses Vereins haben es in der Vergangenheit ja auch nicht so genau genommen mit Gesetzen.... Da kann man auch mal Zivilcourage zeigen und den Lichtschalter verwechseln,,,
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#4 Garfield
  • 22.06.2021, 17:55h
  • Und wo sind die Konsequenzen für die doch recht mafiös anmutenden Vereine UEFA, DFB (und die FIFA noch obendrein), die so gerne mit Autokraten kuscheln? Ich habe bisher noch nicht gehört, dass z.B. der sich als so divers verkaufende Coca-Cola-Konzern als Sponsor zurück gezogen hätte.
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#5 LotiAnonym