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Gegen Staatshomophobie
Auch Österreich und Italien begrüßen EU-Vorgehen gegen Ungarn
Damit setzen 15 der 27 EU-Staaten ein Signal gegen die LGBTI-Feindlichkeit Budapests – und mit Österreich auch das erste Nachbarland Ungarns.

Europaministerin Karoline Edtstadler kündigte die Unterstützung ihres Landes an (Bild: Bundesministerium für Finanzen)
- 23. Juni 2021, 10:09h 2 Min.
Zu Update springen: Auch Griechenland unterzeichnet Erklärung (12.55 Uhr)
Auch Österreich und Italien unterstützen die von den Benelux-Staaten erarbeitete Erklärung, die ein Vorgehen der Europäischen Union gegen das "Homo-Propaganda"-Gesetz in Ungarn fordert. Das kündigte Europaministerin Karoline Edstadler von der christsozialen Österreichischen Volkspartei am Mittwochvormittag an. Die Erklärung war bei einem Treffen der EU-Europaminister*innen in Luxemburg am Dienstag bereits von 13 Staaten unterstützt worden, darunter auch Deutschland (queer.de berichtete).
"Nach sorgfältiger Abwägung und Prüfung der Faktenlage haben wir uns entschieden, die Erklärung der 13 EU-Mitgliedstaaten ebenso zu unterstützen. Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit sind nicht verhandelbar", so Edstadler auf Twitter. Zuvor hatten bereits Politiker*innen der Oppositionsparteien SPÖ und NEOS das "Wegschauen Österreichs" kritisiert.
/ k_edtstadlerNach sorgfältiger Abwägung und Prüfung der Faktenlage haben wir uns entschieden, die Erklärung der 13 EU-Mitgliedstaaten ebenso zu unterstützen. Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit sind nicht verhandelbar.
Karoline Edtstadler (@k_edtstadler) June 23, 2021
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Bereits am späten Dienstagabend hatte Italiens Europaminister Enzo Amendola angekündigt, die Erklärung unterstützen zu wollen. Der Sozialdemokrat erklärte auf Twitter, dass das ungarische Gesetz aufgrund der sexuellen Orientierung diskriminiere.
/ amendolaenzoA fine Consiglio Affari Generali non sono arrivati chiarimenti soddisfacenti dall'Ungheria sulle leggi approvate che producono discriminazioni in base all'orientamento sessuale. Per questo, dopo dibattito, anche l'Italia ha firmato la richiesta degli altri 13 stati membri dell'UE
Enzo Amendola (@amendolaenzo) June 22, 2021
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Damit unterstützen 15 der 27 EU-Staaten die Erklärung – Österreich ist dabei das erste Nachbarland Ungarns, das sich der Resolution angeschlossen hat. Die Resolution wird inzwischen ausschließlich von östlichen EU-Ländern abgelehnt (mit Ausnahme der baltischen Staaten). Auch Portugal hat das Papier nicht unterzeichnet, weil es die EU-Ratspräsidentschaft inne hat und somit neutral bleiben wolle.
/ kikelt_ | Diese Nationen haben unterzeichnet (Österreich noch nicht eingetragen)Austria can into eastern Europe pic.twitter.com/TyCAirHCCk
Kike (@kikelt_) June 23, 2021
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Der kritisierte Gesetzesentwurf war von der Fidesz-Partei des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orbán als Zusatz zu einem bereits länger debattierten Gesetzespaket gegen sexuelle Gewalt und "pädophile Täter" eingebracht und am Dienstag vergangener Woche im Parlament verabschiedet worden (queer.de berichtete). Bildungsprogramme über Homo- oder Transsexualität oder Werbung von Unternehmen, die sich mit queeren Menschen solidarisch erklären, sollen demnach künftig praktisch verboten werden, ebenso wie Aufklärungsbücher zu dem Thema.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) bezeichnete das Gesetz am Dienstagmorgen bereits als "Schande" und kündigte ein entschiedenes Vorgehen dagegen an (queer.de berichtete). (dk)
Update 12.55 Uhr: Auch Griechenland unterzeichnet Erklärung
Auch Griechenlands Europastaatssekretär Varvitsiotis Miltiadis kündigte am Mittwochmittag an, dass sein Land die Erklärung unterzeichnen werde.
/ MVarvitsiotisGreece is co-signing the declaration on the anti LGBTQI Hungarian law after the relevant rule of law hearing at the GAC. We urged the Commission to take action on the matter #LGBTQI
Varvitsiotis Miltiadis (@MVarvitsiotis) June 23, 2021
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