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Filmstart

"Du bist schwarz, ich bin schwul, wir werden als erste getötet"

Tausche ungewollt den Körper mit einem Serienkiller und versuche ihn aufzuhalten, bevor er weiter in deinem Namen mordet – darum geht's im Horrorfilm "Freaky". Ab heute im Kino!


Ein blutrünstiger Killer übernimmt in "Freaky" den Körper der Schülerin Millie Kessler (Kathryn Newton) und macht Jagd auf deren Freund*innen (Bild: Universal Pictures)

"Gib mir meinen Körper zurück!", diesen Satz schleudert ein sichtlich verzweifelter Vince Vaughn der jungen Kathryn Newton zu. Eine skurrile Szene – und doch beschreibt sie den Film "Freaky" hervorragend: Tausche ungewollt den Körper mit einem Serienkiller und versuche ihn aufzuhalten, bevor er weiter in deinem Namen mordet.

Das bunte Wechselspiel hat Regisseur Christopher Landon keinesfalls erfunden – die Filme "Freaky Friday" (1976) und sein Remake aus dem Jahr 2003 sind wohl die bekanntesten Vorgänger. Aber genau hier liegt die Spezialität von Regisseur Landon. Er garniert einen Klassiker mit einer gewaltigen Prise Splatter, Horror und Humor. In einem seiner bekanntesten Werke erlebt Tree Gelbman in "Happy Deathday" den Tag ihrer Ermordung immer und immer wieder (s.a. Christopher Landon im Interview mit queer.de).

Typische Horror-Klischees gelten in "Freaky" wenig

Zurück zum Film "Freaky": Protagonistin Millie Kessler (Newton) ist absoluter Durchschnitt. Sie ist keine Cheerleaderin, sondern steckt in ihrer Freizeit im Kostüm des Schul-Maskottchens. Eigentlich will sie mit ihren beiden besten Freunden Nyla und Josh nur den Abschluss machen. Aber ein Serienkiller (Vaughn; "Die Hochzeits-Crasher") terrorisiert die Teenager – es ist der "Blissfield Butcher".

Typische Horror-Klischees gelten in "Freaky" wenig. Als Millies Clique verfolgt wird, ruft Josh Freundin Nyla zu: "Du bist schwarz, ich bin schwul, wir werden die ersten sein, die getötet werden". Im Vergleich zu vielen anderen Filmen des Genres überleben in Landons Film aber nicht nur heldenhafte Nerds und naive Cheerleader.

Blutrünstige Gewalt mit emotionalen Tönen


Poster zum Film: "Freaky" startet am 24. Juni 2021 im Kino

Blutrünstig ist das Werk trotzdem. Als eine Gruppe Teenager dem "Butcher" begegnet, ermordet er sie kaltblütig. Den Kopf eines Mädchens schlägt er so lange zwischen Schüssel und Toilettensitz, bis sie nur noch regungslos kniet und sich die Keramik blutrot verfärbt.

Verträgt man die expliziten Gewaltdarstellungen, überzeugen vor allem die Nebendarsteller. Im Gegensatz dazu ist bei den beiden Hauptrollen allerdings noch Luft nach oben. Als grausamer Killer überzeugt Vince Vaughn zu Beginn des Films nur bedingt. Die Rolle des uncoolen Mauerblümchens kauft man Kathryn Newton ("Three Billboards Outside Ebbing, Missouri") gar nicht ab.

Inmitten der Gewalt und des ganzen Hin und Hers stimmt Regisseur Landon auch emotionale Töne an. Das Alkoholproblem von Millies Mutter führt nicht nur zu reichlich Drama – sondern auch zur ersten Begegnung von Millie und dem "Butcher". Wirklich in Fahrt kommt der Film aber erst nach dem Körpertausch.

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Infos zum Film

Freaky. Horrorkomödie. USA 2020. Regie: Christopher Landon. Darsteller*innen: Vince Vaughn, Kathryn Newton, Katie Finneran, Celeste O'Connor, Misha Osherovich, Uriah Shelton. Laufzeit: 100 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. FSK 16. Verleih: Universal Pictures. Kinostart: 24. Juni 2021


#1 Ja gutAnonym
  • 24.06.2021, 15:57h
  • Die beiden Happy Death Day Filme haben Spaß gemacht, da bin ich mal zuversichtlich das mir der Film hier auch liegt! Und stylisch inszenierter Gore ist nie verkehrt ! Wird im Auge behalten!
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#2 Actua LeeAnonym
  • 24.06.2021, 17:23h
  • Eigentlich ist das große Problem nicht das sexuelle und ethnische Minderheiten zuerst sterben, sondern dass sie im Horrorfilm kaum sichbar sind oder sichtbar waren.
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#3 LeashProfil
  • 24.06.2021, 18:11hHamburg
  • Ich hab schon ein kurzes Review dazu gesehen beim Movie Review Channel meines Vertrauens (YMS). Das kam der jetzt nicht soo gut weg, aber man muss sich natürlich selbst noch ein Bild machen.
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#4 Ja gutAnonym