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Pietro Parolin

Vatikan bestreitet Einmischung bei italienischem LGBTI-Gesetz

Man spreche sich gegen "jede Haltung oder Geste der Intoleranz" gegenüber Homosexuellen aus, behauptet die Nummer Zwei im Vatikan.


Pietro Parolin startet eine PR-Offensive (Bild: Kremlin.ru)

Der Vatikan hat nach eigenen Angaben nicht beabsichtigt, den Entwurf eines italienischen Gesetzes gegen Homo- und Transphobie zu blockieren. Das erklärte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Medienportals "Vatican News". Parolin gilt informell als die Nummer Zwei in dem katholischen Kirchenstaat. "Wir sind gegen jede Haltung oder Geste der Intoleranz oder des Hasses gegenüber Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung", sagte der 66 Jahre alte Italiener.

Der Vatikan hatte am 17. Juni eine Verbalnote an die italienische Botschaft am Heiligen Stuhl übermittelt und darin um Änderungen an dem Gesetzestext gebeten (queer.de berichtete). Parolin erklärte, dass dies eigentlich nicht hätte publik werden sollen. Die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete am Dienstag darüber und sprach darin von einer beispiellosen Handlung. Der Artikel sorgte für Empörung.

Italiens Regierungschef Mario Draghi reagierte am Mittwoch und betonte, Italien sei ein Laienstaat und das Parlament deshalb frei in seiner Diskussion. Dem stimmte Parolin zu und erklärte, dass sich der Vatikan nicht einmischen wollte. Die Kirchenmänner sorgten sich angeblich um vage Formulierungen in dem Gesetzestext, durch die bestimmtes Verhalten strafbar werden könnte, weil man es als diskriminierend auslegen könnte.

Vatikan will "Grundrechte der Katholiken" schützen

Als Beispiel nannten italienische Medien, dass durch das Gesetz alle Privatschulen, also auch die katholischen, nicht davon befreit wären, den nationalen Tag gegen Homo- und Transphobie zu begehen. "Es geht dem Heiligen Stuhl um den Schutz der Grundrechte der Katholiken und der katholischen Einrichtungen in Italien", erklärte der Kirchenrechtler Pater Ulrich Rhode der Deutschen Presse-Agentur. Das Gesetz hat erst eine der beiden Parlamentskammern passiert. Seit Monaten streiten Politiker und Aktivisten darüber.

Italien ist nicht der erste Staat, in dem der Vatikan gegen nationale Antidiskriminierungsgesetze vorgeht. Letztes Jahr feierte es die katholische Kirche im mittelamerikanischen Belize etwa als Erfolg, dass ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz verhindert werden konnte. Bischof Lawrence Nicasio bezeichnete den Kampf gegen nationale Antidiskriminierungsrichtlinien dabei als "Krieg" und warnte davor, den "LGBT-Lebensstil" zu normalisieren (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 kuesschen11Profil
  • 25.06.2021, 10:28hFrankfurt
  • >Nicasio bezeichnete den Kampf gegen nationale Antidiskriminierungsrichtlinien dabei als "Krieg" und warnte davor, den "LGBT-Lebensstil" zu normalisieren <

    Der Vatikan ist größtenteils der Täter für Diskriminierung und der damit zusammenhängenden Gewalt gegenüber Minderheiten. Das ist religiös motiviert.

    Die sollen sich endlich mal aus wichtigen Gesetzen heraushalten.
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#2 AtreusProfil
  • 25.06.2021, 10:28hSÜW
  • Achtes Gebot in heutiger Sprache: Du sollst nicht lügen! Sollte man das als vatikanische Nr. 2 nicht wissen oder zählt das nur für die niederen Lebensformen aus der Schafherde?
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#3 Taemin
  • 25.06.2021, 12:02h
  • Das angeblich gefährdete Grundrecht der Katholiken ist die Pflege und Verbreitung genau jenes Hasses, den sie nach eigener verlogener Aussage doch gar nicht haben, sondern ablehnen. Schlicht und einfach widerwärtig und ekelhaft.
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#4 UlleAnonym
  • 25.06.2021, 13:19h
  • Der Kirchenfürst erinnert mich an "Niiiemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!".
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#5 LeashProfil
  • 25.06.2021, 14:22hHamburg
  • "Parolin erklärte, dass dies eigentlich nicht hätte publik werden sollen." Tja das ist ja jetzt blöd gelaufen für euch.
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#6 JohannbAnonym
#7 markusjudasAnonym
#8 KaiJAnonym
  • 25.06.2021, 20:24h
  • Bildungsrichtlinien sollten alle Schulen überall unterliegen müssen, seien sie nun öffentlich oder privat.
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#9 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 26.06.2021, 11:22h
  • Schon klar. Die Katholiban mischen sich "nie" in politische Entscheidungen ein.
    Das haben sie auch nicht bei der Öffnung der Homoehe in Hawaii und Kalifornien getan, oder in Ländern Mittel-und Südamerikas. Und selbstverständlich haben sie in Texas Mitte der Neunziger niemals versucht, sich von Zahlungen in Fällen von Kindesmissbrauch zu drücken. Und niemals haben sie in Kanada alles getan, um die Morde an indigenen Kindern, deren Kindesmissbrauch, sowie Gewalt an ihnen politisch zu vertuschen.
    Die RKK ist das Unschuldslamm, und alle die gegen sie agieren, sind des Teufels, vom Antichrist oder Kommunisten!
    Die haben in all den Jahrhunderten nichts dazu gelernt.
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#10 DramaQueen24Ehemaliges Profil