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Das Schwert des Keepers

Torwarthandschuhe: Darauf kommt es an!

Mit steigender Leistung wachsen die Ansprüche – auch an das Material. Torhüter benötigen gute Torwarthandschuhe, um ihren Gegnern zu trotzen.


Torwarthandschuhe dienen nicht nur dem Schutz der Hände und Handknochen bei Abwehr und Fangen des Balls, sondern erzielen auch eine stärkere Haftreibung zwischen Ball und Händen, um ein Entgleiten des Balls zu verhindern (Bild: picselweb / pixabay)
  • 26. Juni 2021, 10:01h, noch kein Kommentar

Zu einem Torwart gehören gute Torwarthandschuhe. Sie bewahren den Keeper vor Verletzungen, unterstützen ihn beim Fangen, Fausten und Werfen und vergrößern seine Fangfläche – um möglicherweise entscheidende Millimeter. Wir möchten uns deshalb diesen treuen Begleitern eines ambitionierten Torhüters widmen.

In diesem Ratgeber stellen wir das Schwert der Torleute vor und helfen dabei, aus einem Torwart einen Titanen zu machen.

Akzente setzen mit der Schnittform

Torwarthandschuhe besitzen unterschiedliche Schnittformen, mit denen sich Schwerpunkte setzen lassen. Torwarthandschuhe mit Innennaht bieten Vorteile beim Ballgefühl. Bei Exemplaren mit Außennaht wird die Fangfläche vergrößert, während Rollfinger die Ballkontrolle erleichtern. Hybrid-Formaten sollen die Vorteile der bewährten Schnitte bündeln, was mal mehr und mal weniger gut gelingt.

Fingerschutz durch Torwarthandschuhe

Die dünnen Finger sind bekanntlich empfindlich und anfällig für Verletzungen. Ein Torhüter ist aufgrund der enormen Kräfte, die bei einem Schuss auf ihn einwirken, besonders gefährdet. Aus diesem Grund sollten Torwarthandschuhe nach ihrer Schutzfähigkeit beurteilt werden:

Ein guter Torwarthandschuh bietet ausreichend Raum für Polster, welche die Schusskraft abfedern, sowie Verstärkungen hinter den Fingern, um diese vor dem Abknicken zu bewahren. Das Fingerschutzsystem "Fingersafe" ist patentiert und wird in vielen professionellen Modellen verwendet.

Ein alternativer Fingerschutz ist das Tapen der Finger, das Torhüter anwenden, um durch das im Handschuh eingebaute Fingerschutzsystem nicht an Ballgefühl und Ballkontrolle einzubüßen.

Wie dick sollte die Polsterung sein?

Für den Fingerschutz sollte der Schaum aus hochwertigen Materialien bestehen, die professionell in die Handschuhe eingearbeitet sind. Die besten Hersteller schwören dabei auf ihr System für die verschiedenen Absorbermaterialien, welche die richtige Balance zwischen einer robusten Härte und einer schützenden Weiche herstellen. Auch hier haben Torleute wieder die Möglichkeit, auf dem Fußballfeld Akzente zu setzen, indem sie den Fokus entweder auf eher dünne harte Polsterungen für Haltbarkeit und Ballkontrolle oder auf eher dicke weiche Polsterungen für mehr Grip und Schutz legen. Der Richtwert liegt bei der Polsterdicke bei ungefähr 3 mm.

Aspekte der Haltbarkeit

Fußballhandschuhe müssen robust und wetterbeständig sein. Wetterbeständig, das bedeutet Schutz vor Nässe, Hitze, Kälte und den UV-Strahlen der Sonne, an denen sich manches empfindliche Material allmählich abnutzen kann. Zum besseren Schutz der Fußballhandschuhe haben sich die Hersteller mit der Zeit einiges einfallen lassen:

Das aus dem Schwimmbereich bekannte Material Neopren wirkt zum Beispiel besonders feuchtigkeitsabweisend. Softshell sorgt für Wetterschutz, einschließlich Windresistenz. Silikon wiederum erfreut den Anwender durch die Fähigkeit der Dauerbelastbarkeit und Wasserabweisung. Zur Haltbarkeit trägt außerdem eine angegebene Abriebfestigkeit sowie eine integrierte Dehnungsfuge bei, die verhindern soll, dass das Material unter Krafteinwirkung reißt.

Tragekomfort und Ballbeherrschung

Für den Torwarthandschuh gilt dasselbe Prinzip wie für das Schwert: Er soll mit Arm und Hand zu einer Einheit verschmelzen. Die Passgenauigkeit bei einer optimalen Bewegungsfreiheit ist ein erster Ansatz dazu. Beim Anprobieren dürfen die Fingerkuppen das Material nicht berühren. Rutschen sollten die Fäustlinge auf keinen Fall, sondern sie sollten beim Fangen und Fausten immer eine Rückkopplung herstellen.

Nützlich kann die Möglichkeit der Spannungsveränderung beim Riemen sein. Bei Kindern und Jugendlichen kann dadurch das Material "mitwachsen" und auch Erwachsene können die Funktion brauchen, wenn sich das Material durch Nässe verformt. Mit atmungsaktiven Materialien garantiert der Hersteller schließlich, dass die Feuchtigkeit gut aus dem Material dringen kann, damit die verschwitzten Hände nicht an den Handschuhen kleben.

Psychologische Effekte bei der Wahl der Torwarthandschuhe

Spätestens seit Torwartlegende Oliver Kahn wissen wir, dass die Arbeit eines Torhüters auch darin besteht, einen möglichst einschüchternden Eindruck auf den heranstürmenden Angreifer zu hinterlassen. Dazu gehört in erster Linie die Körpersprache, aber die Torwarthandschuhe können den gewünschten Eindruck verstärken, wenn sie zum Beispiel besonders groß oder in irritierend grellen Farben gehalten sind.

Ebenfalls hat sich gezeigt, dass Mitspieler den Torwart beim Aufbau eher ins Spiel integrieren, wenn seine Handschuhe dieselben Farben haben wie das Teamtrikot. (ak)