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USA
Biden ernennt Sondergesandte für die Rechte der queeren Community
Bei einem Empfang zum Pride-Monat ernannte der US-Präsident das "Pulse" zudem zu einem nationalen Gedenkort.
- 25. Juni 2021, 19:11h 2 Min.
US-Präsident Joe Biden hat eine Sondergesandte für die Rechte der LGBTI-Community ernannt. Die Menschenrechtsaktivistin Jessica Stern soll sich fortan im Auftrag des US-Außenministeriums für die Wahrung und "Ausweitung der Menschenrechte von LGBTQI+" einsetzen, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Stern leitete bislang die queere Organisation OutRight Action International.
/ TheAdvocateMagJessica Stern, who has been executive director of @OutRightIntl since 2012, will be the next U.S. envoy for global LGBTQ+ rights. https://t.co/PQ6aTcEEX3
The Advocate (@TheAdvocateMag) June 25, 2021
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"Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Menschenrechte von LGBTQI+-Menschen in allen Regionen der Welt zunehmend bedroht werden, wird die Sondergesandte gleichgesinnte Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und internationale Organisationen zusammenbringen, um Würde und Gleichberechtigung zu wahren", erklärte das Weiße Haus. Sie werde damit eine zentrale Rolle in Bidens Bemühungen spielen, die Menschenrechte von sexuellen Minderheiten weltweit zu fördern.
Die Ernennung erfolgt inmitten des "Pride Month", der rund um den Jahrestag des Stonewall-Aufstands begangen wird und zu dem Biden am Freitagabend deutscher Zeit eine Ansprache im Weißen Haus hielt, in der auf diverse Projekte und Vorhaben seiner Regierung und speziell auf die Lage von trans Personen einging. Biden unterzeichnete am Freitag auch einen Erlass, der Hürden für queere Menschen im öffentlichen Dienst abbauen soll. Der Präsident kritisierte scharf, dass in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten lokale Gesetze beschlossen wurden, die ihre Rechte einschränkten. "Das sind einige der hässlichsten, unamerikanischsten Gesetze, die ich je gesehen habe." Er rief den US-Senat auf, ein Gleichstellungsgesetz zu verabschieden.
Kurz zuvor hatte Biden offiziell den queeren Club "Pulse" in Orlando im Bundesstaat Florida zum nationalen Ort des Gedenkens ernannt. Ein islamistischer Angreifer hatte dort am 12. Juni 2016 49 Menschen getötet.
/ CNNPoliticsPres. Biden signs a bill designating the National Pulse Memorial at the site of the 2016 shooting in Orlando: Just over 5 years ago, the Pulse nightcluba place of acceptance and joybecame a place of unspeakable pain and loss. And well never fully recover, but well remember pic.twitter.com/87VUpsV1eq
CNN Politics (@CNNPolitics) June 25, 2021
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Am Freitag sorgte der US-Botschafter in Moskau für Schlagzeilen, als er im Land des Gesetzes gegen "Homo-Propaganda" zusammen mit weiteren Botschaften die Regenbogenflasste hisste (queer.de berichtete). Biden betonte bei seiner Rede, dass die Flagge in über 140 Botschaften gehisst werde – ein "kraftvolles Zeichen". (dpa/cw)
















Mark (Bibi) Kerzman